Tagesschau – die erfolgreichste Nachrichtensendung Europas

Die Tagesschau ist die älteste und meistgesehene Nachrichtensendung des deutschsprachigen Fernsehens. Gesendet wird seit 1952 und seit 1992 gibt es mehrere Sendungen täglich. Die Haupsendung bleibt aber die um 20 Uhr – ebenjene sehen über 10 Millionen Menschen und das jeden Tag. Die Tagesschau versammelt damit allabendlich  so viele Menschen vor dem Fernseher, wie die Hauptnachrichtensendungen von ZDF, RTL, Sat 1 und Pro7 zusammengerechnet*.

Wir haben Dr. Kai Gniffke, seines Zeichens Erster Chefredakteur von ARD aktuell und damit auch der Tagesschau und den Tagesthemen gebeten, uns etwas mehr über das Superlativ der erfolgreichsten Nachrichtensendung Deutschlands zu erzählen:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
ARD-aktuell ist die »Nachrichtenfabrik« der ARD. Hier werden täglich bis zu 20 Ausgaben für »Das Erste« sowie die Tagesthemen produziert. Zugleich informiert ARD-aktuell die Menschen in Deutschland den ganzen Tag über im Nachrichtenkanal »tagesschau24« über aktuelle Ereignisse. Und unterwegs halten wir die Menschen mit tagesschau.de, der Tagesschau-App und natürlich in sozialen Netzwerken auf dem Laufenden.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Täglich schalten durchschnittlich 10 Millionen Menschen um 20 Uhr die Tagesschau ein. Das sind so viele Zuschauer wie die Hauptnachrichtensendungen der vier nächst platzierten Anbieter im deutschen Fernsehen zusammengerechnet. Kein anderer Nachrichtenanbieter in Europa oder den USA erreicht diesen Spitzenwert.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Seit nunmehr 65 Jahren verlassen sich die Menschen in Deutschland Punkt 8 auf »ihre« Tagesschau. In dieser Zeit hat sich das Nachrichtenflaggschiff der ARD den Ruf erworben, ein zuverlässiger, kompetenter und seriöser Partner in Sachen Information zu sein, der niemandem seine Meinung vorschreibt. Dabei hat sich die Tagesschau auf allen Plattformen ständig verändert, und ist doch das geblieben, was sie immer war.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Der Erfolg der Tagesschau ist für uns kein Grund anzugeben, sondern bedeutet jeden Tag eine verdammt große Verantwortung unserem Publikum gegenüber. Aber natürlich sind wir auch ein bisschen stolz auf das Vertrauen, das man uns entgegenbringt. Warum sollte die Tagesschau dann also bei »Superlative – Made in Germany« fehlen?

Selbstverständlich wollten wir auch von Christoph Morlinghaus erfahren, wie es ist, in einem so außergewöhnlichen Ort zu fotografieren:

»Tatsächlich war der Besuch des Tagesschau-Studios mein zweites Mal: Bereits im Jahr 2000 durfte ich beim NDR fotografieren, damals sah das Studio natürlich noch ganz anders aus. Umso faszinierender war es für mich, meine alten Bilder mit dem neuen Einblick zu vergleichen – das heutige Studio ist eine begehbare Maschine, dadurch viel technisierter, räumlich kleiner und optisch ganz anders. Das Einzige, was sich nicht verändert hat ist die absurd hohe Anzahl an Fresnelscheinwerfern, die die gesamte Decke einnehmen.

An diesem Ort zu fotografieren war jedenfalls erneut eine besondere Erfahrung – da stand ich nun live in einer schon fast ikonischen Umgebung in der eine Sendung produziert wird, die viele Millionen Menschen jeden Tag im Fernsehen oder Internet sehen.

Für mein Bild hatte ich genau zweieinhalb Stunden Zeit, wurde gleichzeitig für einen Fernsehbeitrag in der Sendung DAS! gefilmt, von der verantwortlichen Redakteurin Johanna Lepére befragt und dann auch noch von zwei Leuten beim Arbeiten fotografiert. Das war schon ein gewisser Druck…

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich es geschafft habe, mich dennoch zu konzentrieren und vernünftige Bilder zu schießen. Das lag sicher auch nicht zuletzt an der unglaublich netten und entspannten Atmosphäre: Alle Mitarbeiter des NDR, die daran beteiligt waren, dass wir dort fotografieren dürfen, waren super hilfsbereit, haben Lichter ein und ausgemacht, den Hintergrund verändert und die Moderatorentische hoch- und runtergefahren, bis es gepasst hat und am Ende des Shootings durften wir sogar noch einen Blick in das alte Tagesschau-Studio werfen, in dem ich 2000 schon fotografiert hatte. Wirklich klasse!«

 

*Quelle für diese Zahlen sind die täglichen Erhebungen der Gesellschaft für Konsumformschung (GfK)

** Wenn Sie mehr über die Tagesschau in Hamburg erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

***Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Edda Fahrenhorst und Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

****Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Hermes Fulfilment – das größte E-Commerce Warehouse Deutschlands

Akkubohrer, Tennisschläger, Sandkastensand oder eine die neuesten Sneaker: Beinahe alle Wünsche lassen sich zu jedem Anlass und zu jeder Tages- und Nachtzeit erfüllen – mit einer Bestellung im Online-Shop. Und damit die unterschiedlichsten Waren nicht einzeln und in entsprechend teuren Paketen aus den verschiedensten Ecken Deutschlands vor der eigenen Haustür landen, lohnt es sich, Transportwege und Verpackung möglichst effizient zu gestalten.

Deutschlands größtes E-Commerce Warehouse macht genau das. Bei der Hermes Fulfilment GmbH in Haldensleben lagern Millionen verschiedene Artikel von hunderten von Online-Händlern, die in tausenden von täglichen Bestellungen in alle Himmelsrichtungen geschickt werden – nachdem sie aus dem gigantischen Hochregallager zusammengetragen, gebündelt, sortiert und verpackt wurden. Eine logistische Meisterleistung.

Wir haben Kartrin Borzym und Marijana Deubel vom Hermes Fulfilment Marketing gebeten, uns einige Fragen zu ihrem Superlativ zu beantworten:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Hermes Fulfilment GmbH ist ein international agierender E-Commerce-Dienstleister. Im Auftrag von Online-Händlern übernimmt das Unternehmen die Warenlagerung, packt Pakete und Tüten mit den Artikeln, die Endkunden im Internet bestellt haben, kümmert sich um den Versand und lagert die Teile, die bei Nichtgefallen zurückgeschickt werden, wieder ein. Bei einer Sortimentsbreite von einer Million Artikeln bewegt Hermes Fulfilment pro Jahr rund 300 Millionen Teile und wickelt 60 Millionen Bestellungen ab. Das Spektrum reicht von Textilien und Schmuck über Smartphones und Flachbildfernseher bis hin zu Möbeln und Waschmaschinen.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Hermes Fulfilment betreibt in Haldensleben (Sachsen-Anhalt) eines der größten und modernsten Versandzentren in Europa. Es hat eine Nutzfläche, die etwa so groß ist wie 26 Fußballfelder. Die beiden Hochregallager bieten Platz für 1,2 Millionen Kartons mit Ware. Sie stapeln sich in 30 Meter hohen und 80 Meter tiefen Regalen. Würde man all diese Kartons hintereinanderlegen, ergäbe das eine Kette von 600 Kilometern Länge. Das entspricht in etwa der Autobahnstrecke von Berlin nach München. Etwa 30 Kilometer legt die Ware vom Wareneingang bis zum Warenausgang auf Förderbändern zurück, die sich wie eine Achterbahn durch die Hallen schlängeln. Bis zu 300.000 Sendungen für Besteller aus ganz Europa werden in Haldensleben jeden Tag zusammengestellt und verladen.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Das Versandzentrum ist mit dem Boom im E-Commerce gewachsen. Seit der Inbetriebnahme 1994 wurde der Standort bislang in vier Stufen ausgebaut und modernisiert. 2010 wurde das Versandzentrum um eine Betriebsstätte im Südhafen, etwa drei Kilometer Luftlinie vom Stammgelände entfernt, erweitert. Seit Planungsbeginn hat die Otto Group, zu der Hermes Fulfilment gehört, mehr als eine halbe Milliarde Euro in Haldensleben investiert. Mit mehr als 3.000 Beschäftigten ist Hermes Fulfilment heute einer der bedeutendsten Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Hinter dem Online-Shopping verbergen sich komplexe logistische Prozesse. Der Reiz liegt darin, auf diese Vorgänge, die für den Besteller meist im Verborgenen ablaufen, einen fotografisch-künstlerischen Blick zu werfen.

Wir wollten natürlich auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, was er beim Shooting in Deutschlands größtem E-Commerce-Warehouse erlebt hat:

»Wir wurden sehr, sehr freundlich in Haldensleben empfangen und durften uns erstmal das  gesamte Logistikzentrum in Ruhe ansehen und die Motive ausloten. In diesem Fall gab es einige spannende Bilder, aber das Hauptmotiv war schnell gefunden: Der Blick auf die Hochregale!

Dabei gab es nur ein Problem: Die Pakete werden von rasenden knallgelben Robotern aus den Regalen geholt, die völlig unberechenbar und ständig durch die Gegend und damit durch das Foto flitzen würden – für das Bild in meiner Vorstellung völlig unmöglich.

Ich habe mir also ein Herz gefasst und den Abteilungsleiter gefragt, ob es möglich ist, das Lager für mein Bild still zu legen… Und tatsächlich hat er eingewilligt! Ich habe also meine Kamera aufgebaut und nach meinem Zeichen wurde alles für etwa fünf Minuten angehalten – es herrschte eine beinahe greifbare Spannung in dem gesamten Lager und ich war unglaublich nervös, denn: Diese Gelegenheit war absolut einmalig und dazu eine echte technische Herausforderung da es in dem Raum unglaublich finster war. Als alles wieder anlief wusste ich aber, dass ich meinen Schuss gemacht hatte.

Durch diese Chance mutig geworden, habe ich gefragt, ob ich auch zwischen zwei Regalen  fotografieren darf und auch das durfte ich. Es war unglaublich dunkel in dieser Bucht, ich konnte kaum die Hand vor Augen sehen – mir war also klar, dass ich lange würde belichten müssen. Tatsächlich wurde es dann eine Stunde Belichtungszeit, aber auch nur, weil wir im Nachbarregal das Licht anmachen konnten.

Diese lange Belichtungszeit jedenfalls bedeutete natürlich auch, dass das Regal entsprechend lange stillgelegt werden musste. Ich habe quasi bis zur allerallerletzten möglichen Sekunde belichtet, ehe der Schalter wieder umgelegt wurde und die Roboter wieder losflitzten. Tatsächlich sind wir regelrecht im Dauerlauf vor den Robotern her aus dem Regal gelaufen…

Das Superlativ bei Hermes zu fotografieren war auf jeden Fall ein ganz besonderes und tolles Erlebnis. Und eines noch: Die Dame von Hermes, die uns den ganzen Tag über begleitet hat, war so großartig, dass ich ihr hiermit den großen Fotografenverdienstorden verleihen möchte!«

* Wenn Sie mehr über Hermes Fulfilment in Haldensleben erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Die Superlative im Fernsehen – Autorin Johanna Lepère im Gespräch

An einem Tag im September klingelte bei uns das Telefon, das Fernsehen war dran. Genauer gesagt: Fernsehautorin Johanna Lepère, die im Netz auf die Superlative aufmerksam geworden war. Und nun fragte, ob wir Lust dazu hätten, dass sie einen Beitrag über unser Projekt dreht.

Was darauf folgte, war eine spannende und aufregende Zeit, in der wir sehr viel telefonierten, uns besprachen, organisierten, terminierten und letztlich Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus dann Hauptperson und das fotogloria-Team Zaungäste bei dem Dreh sein durften.

Der Beitrag wurde dann übrigens im Rahmen des NDR-Magazins DAS! gezeigt und drehen durften wir bei Aurubis in Hamburg, Deutschlands größtem Kupferproduzenten und -Recycler und bei der Tagesschau, Deutschlands erfolgreichster Nachrichtensendung (bei der wir dann natürlich sofort die Gelegenheit ergriffen und fürs Projekt fotografiert haben).

Wir haben Johanna Lepère gebeten, uns ein paar Fragen zu ihrer Arbeit zu beantworten:

Bitte stelle Dich und Deine »Mission« vor – wer bist Du, was ist Dein Job und warum machst Du genau diesen?
Ich bin Fernsehautorin bei den Vorabend-Magazinen des NDR. Hier arbeite ich insbesondere für die Sendung DAS!, die mir bei meinen Themen viel Spielraum lässt. Genau das liebe ich an meiner Arbeit: gestern noch mit Playmobil-Figuren das Thema Grundeinkommen in Bildern inszeniert, heute schon mit Christoph Morlinghaus und Team bei Aurubis unterwegs. Ich lerne fast täglich großartige Menschen und spannende Orte kennen.

Wie bist Du auf das Superlative-Projekt aufmerksam geworden und was hat Dich daran gereizt?
Über das Superlative-Projekt bin ich bei Facebook gestolpert und war sofort fasziniert von den gigantischen Fotos. Insbesondere die Tiefe darin und die merkwürdige Verlassenheit der fotografierten Orte hat mich angesprochen.

Wie bist Du inhaltlich an das Thema rangegangen?
Für mich ist immer besonders wichtig, ausführlich mit allen Projektbeteiligten zu sprechen und zu erfahren, was sie antreibt, wie es zu der Idee der Reihe »Superlative – made in Germany« kam. Und dann sind das Kamerateam und ich natürlich immer gerne so nah wie möglich an der Arbeit dran, um situative O-Töne einzufangen und zu sehen, wie Christoph Morlinghaus arbeitet. Über die Drehs bei Aurubis und der Tagesschau hat das wunderbar funktioniert. Ein abgesetztes Interview, das sich im Off über Sequenzen mit Christoph legen lässt, rundet das Ganze dann ab.

Wie viel Arbeit und vor allem auch welche steckt in dem dreieinhalb-Minuten-Beitrag?
Viel telefonieren, viel organisieren, sich sorgfältig Gedanken darüber machen, welche Fragen ich in welcher Situation stellen möchte. Das in diesem Fall massig vorhandene Drehmaterial sichten und kategorisieren, die besten O-Töne von Christoph raussuchen, die Bilder nach Einstellungsgröße und Tonqualität ordnen. Musik auswählen, die die Cutterin und ich dann im Schnitt unter den Beitrag legen. Sich ein Schnittkonzept überlegen: Wie will ich die Geschichte erzählen? Wann kommt welche Information in Bild und Text? Dann ab in den Schnitt. Dort vier Stunden lang mit der Cutterin Bild, meinen schon vorher skizzierten Sprechertext, Musik und Effekte zusammen setzen. Abnahme mit dem Redakteur, hier gibt es möglicherweise Korrekturen an Text und Schnitt. Der letzte Schritt: In der Mischung meinen Sprechertext einsprechen. Der Mischer bringt die Tonspuren ins richtige Verhältnis zueinander. Fertig! Insgesamt steckt in den 03:40 Minuten Beitrag dann bestimmt eine Woche Arbeit.

An welcher Geschichte arbeitest Du aktuell?
An einem Beitrag zum Thema Grundeinkommen. Dazu habe ich ein sehr spannendes Interview mit einer Grundeinkommens-Gewinnerin von der Plattform mein-grundeinkommen.de geführt.

Und zuguterletzt: Gibt es ein Thema, das Du schon immer mal realisieren wolltest?
Eine Dokumentation zum Thema „Was kommt nach #metoo?“

 

*HIER geht es zur NDR-Mediathek und zu unserem Bericht.

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Edda Fahrenhorst und Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Kino Lichtburg – Deutschlands größter Kinosaal in Essen

Die Tüte Popcorn in der einen, Jacke, Tasche und Kaltgetränk in der anderen Hand. Die Augen müssen sich erst an das Dämmerlicht gewöhnen, denn so ganz pünktlich schafft man es nie. Sitz suchen und sich dabei nicht von schallenden Werbung-Wortfetzen aus der Ruhe bringen lassen. An unzähligen Beinpaaren vorbei schieben, ohne zu drängeln und ohne irgendetwas zu verschütten. Sitz finden, Hab und Gut verteilen, in den Sitz sinken und dann: Bilder schauen, Musik und Sprache hören, Atmosphäre spüren, sich mitreißen lassen, alles andere ausblenden.

Die Magie eines Kinobesuches hat etwas mit dem gezeigten Film zu tun, na klar. Aber auch damit, wie die Atmosphäre des Kinosaals ist, wie sehr man sich in den Sitz sinken lassen kann, ob man trotz Dunkelheit und fremder Menschen gut aufgehoben ist, kurz: Wie wohl man sich fühlt.

Und wohl fühlt man sich im größten Kinosaal Deutschlands, der Lichtburg Essen. Hier schwingt eine fast 100-jährige Geschichte mit, die Schatten von Zerstörung und Wiederaufbau, der Flair von vergangenen Premierenfeiern, der Reiz an aktuellen kulturellen Veranstaltungen.

Wir haben Christiane Hüls, die Pressesprecherin der Lichtburg, zu Ihrem Superlativ befragt:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Lichtburg – im Herzen der Stadt Essen gelegen – ist Deutschlands größter und wohl auch schönster Filmpalast.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Die Lichtburg verfügt über 1.250 Sitzplätze, eine rund 150 qm große Bildwand und dazu beste Bild- und Tontechnik.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Bereits zur Eröffnung 1928 galt das Kino als das modernste Filmtheater in Deutschland. 1943 brannte der viel gerühmte Zuschauerraum völlig aus. Der Wiederaufbau im Stil der 50er Jahre machte die Lichtburg zu einem der elegantesten Filmtheater des Landes. Die legendäre Zeit der Lichtburg begann. Bis in die frühen 80er Jahre machten unzählige Uraufführungen mit hunderten von Filmstars sie zu einem der führenden Premierenkinos des Landes. Umjubelte Bühnenauftritte berühmter Musiker und Theaterschauspieler festigten den Ruhm der Lichtburg deutschlandweit. Mitte der 80er Jahre begann der Ruhm zu verblassen. Der Beginn des Multiplexbooms schien Anfang der 90er Jahre das Ende dieser Kinoikone einzuleiten. Eine Initiative von Bürgern und Kulturschaffenden verhinderte den drohenden Abriss. Nach langen Jahren des Kampfes für den Erhalt dieses Filmpalastes wurde die Lichtburg 2002 unter strengen Auflagen des Denkmalschutzes renoviert und restauriert. Im März 2003 konnte die glanzvolle Wiedereröffnung als glamouröses Premierentheater gefeiert werden. Heute ist die Lichtburg mit ihrem unvergleichlichem Flair wieder ein Anziehungspunkt von überregionaler Bedeutung.

Selbstverständlich wollten wir auch von dem Superlative-Fotografen Christoph Morlinghaus wissen, wie er sich in der Lichtburg gefühlt hat und wie er zu seinem Bild gekommen ist:

»Ich hatte die Idee, nur mit dem Licht des Filmes zu arbeiten, also die Filmbelichtung zu starten, wenn der Saal dunkel wird, die Dauer der Vorführung durchzubelichten und bevor die Lichter wieder angehen, fertig zu werden. Das habe ich noch nie vorher gemacht, hatte natürlich nur einen Schuss und dann sollte der Saal auch noch voll besetzt sein, um ein sich bewegendes und durch die lange Belichtung dann schemenhaftes Publikum zu sehen…

Da wir mitten im Sommer unterwegs waren, schien zumindest letzteres erstmal fast nicht möglich. Aber dann hatte das Kino eine Idee: Der Seniorennachmittag. An diesem Tag wurden und werden Senioren aus ganz Essen nachmittags in die Lichtburg gebracht, um einen netten Nachmittag zu verbringen und einen Film zu schauen. Eine gute Gelegenheit.

Als wir an besagtem, sehr heißen Tag ankamen, war mir aber sofort klar, dass ich auch und zuallererst unbedingt einen Schuss ohne Menschen und nur von diesem wirklich großen  Kinosaal machen musste, denn er übertraf tatsächlich meine Vorstellung.

Irgendwann später trudelten dann nach und nach die Besucher ein und ich hatte meinen Platz auf einem der Seitenemporen gefunden. Voll wurde das Kino zwar nicht ganz, aber immerhin. Und dann ging der Film los und wie geplant startete ich mit der Belichtung. Über zwei Stunden später war der Schieber wieder vor dem Film, pünktlich bevor die Lichter angingen, soweit hatte alles geklappt.

Ich kann aber zugeben, das sich ziemlich nervör war, denn das alles war zwar durchdacht, aber ob etwas auf dem Bild sein würde… Zwei Wochen später habe ich dann schon ein bisschen gejubelt, denn im Negativ sah die Belichtung gut aus. Noch vier Wochen später allerdings – nachdem ich das Negativ gescannt hatte – bin ich fast vom Glauben abgefallen: In dem Bild waren tatsächlich Menschen zu sehen, die sich während der ganzen Zeit – und das waren über zwei Stunden – gar nicht bewegt hatten, die knackscharf zu erkennen waren. Und das war nicht nur einer, sondern gleich mehrere.

Meine Idee also, dass man auf dem Bild sich bewegende Menschen sehen würde, hat von vorne bis hinten nicht geklappt. Die Belichtung, die hat geklappt. Aber dennoch ziehe ich den Schuss ohne Menschen vor.«

 

* Wenn Sie mehr über die Lichtburg in Essen erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Lanxess-Arena – die größte Multifunktionsarena Deutschlands

Seit knapp 18 Jahren verteidigt sie nun schon ihren Titel als größte Multifunktionsarena Deutschlands: Die Lanxess-Arena in Köln. Konzerte, Sportveranstaltungen, Tagungen – all das findet auf beeindruckenden 83.700 Quadratmetern regelmäßig in der Stadt am Rhein statt.

Wir haben Tomasz Grenke, dem Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Lanxess-Arena ein paar Fragen zu seinem Superlativ gestellt:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Lanxess-Arena ist Deutschlands größte und bestbesuchte Multifunktionsarena und rangiert seit 2010 auch unter den Top 10 der besucherstärksten Arenen weltweit. Nicht nur Konzerthighlights internationaler Mega-Stars wie beispielsweise Paul McCartney, Tina Turner, Adele, Lady Gaga, U2 oder Justin Timberlake und Beyoncé finden hier statt.
Auch als herausragender Schauplatz des Sports ist die Lanxess-Arena immer wieder Gastgeber von Events der höchsten Kategorie. So stellen der VfL Gummersbach sowie die Kölner Basketballer in der Lanxess-Arena Zuschauerrekorde in Serie auf und die Finalspiele der Handball-WM 2007 sorgten mit ihrer emotionalen Kulisse und ihrer Atmosphäre weltweit für Aufsehen. Das Velux EHF Final 4 etablierte sich seit 2010 zum größten Indoor Sport-Event Europas und als emotionale Heimat der Kölner Haie schreibt der Kölner Stimmungstempel ebenso Eishockey-Geschichte wie als Austragungsort der IIHF Eishockey Weltmeisterschaften 2001, 2010 und 2017.
Besonders die IIHF 2010 Weltmeisterschaft wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Während des Turniers kamen insgesamt 331.802 euphorische Zuschauer aus aller Welt in die Kölner Lanxess-Arena und verfolgten 29 spannende Spiele der 16 weltbesten Eishockey-Nationen. Doch nicht nur im Kölner Stimmungstempel  selbst, sondern auch medial erreichte die IIHF Weltmeisterschaft bemerkenswerte Reichweiten: Weltweit verfolgten 650 Millionen Zuschauer in 100 Ländern die Begegnungen der 15 Spieltage live.
Neben Sport- und Entertainment-Events beherbergt die Lanxess-Arena auch internationale Konferenzen und Versammlungen sowie Jubiläen, Präsentationen und Hauptversammlungen der größten Wirtschaftsunternehmen. Durch die Auswahl an entsprechenden Räumlichkeiten mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, wie dem Backstage Restaurant, dem Henkelmännchen oder der gesamten Arena, sind Veranstaltungen wie Aufsichtsratssitzungen, Kongresse oder Betriebsfeiern mit einer Teilnehmerzahl von 50 bis zu 20.000 Personen möglich. Nicht selten finden verschiedene Großveranstaltungen an aufeinander folgenden Tagen statt.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlative wissen.
Deutschlands größte und bestbesuchte Multifunktionsarena verfügt über 18.000 Sitzplätze, 83.700 Quadratmeter Nutzfläche, Großleinwände für direkte Videoübertragungen, Restaurant, Bistro, Bars, Shops und natürlich modernste Bühnen-, Ton- und Lichttechnik.
Darüber hinaus beherbergen wir 60 Club-Logen mit acht, zehn oder zwölf Sitzplätzen und 100 Club-Boxen mit vier oder sechs Sitzplätzen. Den Club-Mitgliedern bietet die Lanxess-Arena umfangreiche Werbeleistungen.
Die Kapazität der Lanxess-Arena variiert zwischen 3.000 und 8.000 und in der kleinen Variante bis zu 20.000 Zuschauer in der Full-House Bespielung.
Die Bühne kann individuell, je nach Wunsch des Veranstalters, entweder als Centerstage oder Endstage genutzt werden.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Schon Mitte der 80er Jahre wünschten sich die Kölner eine »neue Veranstaltungshalle«. Über zehn Jahre mussten sie warten. Und dann wurde im Oktober 1998 in Köln nicht etwa irgendeine neue Halle eröffnet, sondern Deutschlands größte und modernste Arena. War auch der Standort für diese innerhalb Kölns zunächst strittig, so war man sich über eines immer einig: Das geplante Projekt durfte die städtische Kasse nicht belasten, es musste ein privater Investor gefunden werden. Entsprechende Bemühungen mündeten 1989 in mehrere Angebote – darunter so gewaltige Baupläne, dass in Köln gar kein geeigneter Platz zu finden gewesen wäre. Nach einem Tauziehen zwischen den jeweiligen Befürwortern der einzelnen Modelle schien 1989 die Entscheidung gefallen: Der Kölner Rat votierte für den Bau des »EuroPalastes« der »Initiative Kölner Mehrzweckhalle«.
Doch schon kurze Zeit später die Wende: Die hier beteiligte Strabag Bau AG zog ihr Vorhaben zurück. Der Frankfurter Baukonzern Philipp Holzmann AG präsentierte seine Pläne. Das von ihm beauftragte Kölner Architekturbüro Böhm legte einen Entwurf vor, wie die vom Friedrichshafener Architekt Wund geplante Arena ins Kölner Stadtbild integriert werden könnte. Der von der Presse als »Ei des Kolumbus« bezeichnete Clou: Das große Oval der Halle wurde auf dem ehemaligen Deutzer Festplatz in einen künstlichen Hügel eingebettet, durch den auch die Opladener Straße führen sollte.
Dieses Konzept überzeugte die Verantwortlichen: 1991 entschied die Verwaltung zugunsten des Holzmann-Projekts »Kölnarena«. SPD, CDU und FDP gaben im Rat ihre Zustimmung zur Errichtung der »Mehrzweckhalle« in Deutz. Mit dem Baukonzern wurde die Rahmenvereinbarung über den Bau der Lanxess-Arena und den Verkauf der Grundstücke an den Investor und Bauherrn »Immobilienfonds Köln-Deutz Arena und Mantelbebauung GbR« beschlossen.

Die Kölnarena Management GmbH, die als Betreibergesellschaft für den Betrieb und die Vermarktung der Halle verantwortlich zeichnet, wird von der durch Privatinvestoren gegründeten Kölnarena Beteiligungs GmbH getragen. Der Kölner Unternehmer Ralf Bernd Assenmacher ist Geschäftsführender Gesellschafter der Kölnarena Beteiligungs GmbH sowie Vorsitzender der Geschäftsführung der Kölnarena Management GmbH. Weiterer Geschäftsführer ist Herr Stefan Löcher.

Am 28. Juni 1996 überreichte der damalige Oberstadtdirektor Lothar Ruschmeier die Baugenehmigung für das ausschließlich privat finanzierte Lanxess-Arena-Projekt; im Juli wurde der erste Spatenstich getan: Der Bau der langersehnten Lanxess-Arena begann. Neben ihr entstand als Mantelbebauung der Bürokomplex »Rathaus Deutz«, den als Hauptmieterin die Stadt Köln mit rund 3.000 Verwaltungsmitarbeitern bezog.

Heute ist die Lanxess-Arena nicht nur die größte und bestbesuchte Multifunktionsarena Deutschlands, sondern auch weltweit eine der führenden Arenen.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?

Uns hat Ihr Projekt und die Idee dahinter sofort angesprochen. Wir fühlen uns geehrt und freuen uns sehr darüber, dass Sie uns für Ihr Projekt »Superlative – Made in Germany« ausgewählt haben und wir ein Teil des Gesamtbildes des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stands Deutschlands sein dürfen.

Selbsverständlich wollten wir auch von Christoph Morlinghaus wissen, wie das Superlative-Shooting in Köln für ihn war:

»Die Lanxess-Arena stand auf meiner Superlative-Wunschliste ganz weit oben: mich fasziniert der Bau und meine Idee dazu war, in dieser imposanten Halle eine konzentrierte Konzertatmosphäre einzufangen.

Das stellte sich als eine echte Herausforderung heraus, denn die Lichtshow während des Konzertes – gespielt hat Schiller – war von schnellen und hellen Lichtwechseln geprägt. Und natürlich durfte kein Spot direkt ins Objektiv fallen, denn dann wäre das Bild sofort hin gewesen. Ich stand also neben der Kamera und habe quasi jeden Lichtstrahl argwöhnisch und einzeln verfolgt. Sobald die direkte Einstrahlung drohte, habe ich sofort einen Schieber vor die Optik gehalten…

Dazu kam außerdem noch zweierlei: Erstens, dass ich die Belichtungszeit bei der ständig wechselnden Lichtsituation bestenfalls grob schätzen konnte. Und zweitens, dass die Kamera total vibriert hat – die Bässe haben derartig gewummert, dass sich das bis auf die Balustrade übertragen hat, auf der wir standen.

Das alles zusammen hat mich schon zweifeln lassen, ob auf dem Bild überhaupt irgendetwas zu sehen und scharf sein würde. Aber es hat funktioniert.«

 

* Wenn Sie mehr über die Lanxess-Arena in Köln erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Synlight – die größte künstliche Sonne der Welt

149 Strahler lassen beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Jülich eine Lichtintensität entstehen, die mindestens dem 10.000-fachen der natürlichen Sonnenstrahlung auf der Erdoberfläche entspricht.

»Synlight«  bietet damit die weltweit einmalige Testmöglichkeit für Wissenschaft und Wirtschaft aus den Bereichen der solaren Chemie, der solarthermische Kraftwerksbranche und der Raumfahrt.

Wir haben Michel Winand, den Pressesprecher von »Synlight« gebeten, uns mehr über Synlight wissen zu lassen:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Darüber hinaus ist das DLR im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem sind im DLR zwei Projektträger zur Forschungsförderung angesiedelt.
Das DLR erforscht Erde und Sonnensystem, es stellt Wissen für den Erhalt der Umwelt zur Verfügung und entwickelt umweltverträgliche Technologien für Energieversorgung,
Mobilität, Kommunikation und Sicherheit.
Sein Portfolio reicht dabei von der Grundlagenforschung bis zur Entwicklung von Produkten für morgen. Das DLR betreibt Großforschungsanlagen für eigene Projekte und als Dienstleister für Partner in der Wirtschaft. Darüber hinaus fördert es den wissenschaftlichen Nachwuchs, berät die Politik und ist eine treibende Kraft in den Regionen seiner 20 Standorte.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Das DLR-Institut für Solarforschung startete am 23. März 2017 den Betrieb des Hochleistungsstrahlers Synlight, eine bisher in der Welt einmalige Anlage. Jeder einzelne der 149 Strahler hat die Lichtleistung eines Großkino-Projektors. Gemeinsam erzeugen sie eine Lichtintensität, die mindestens dem 10.000-fachen der natürlichen Sonnenstrahlung auf der Erdoberfläche entspricht. Der Schwerpunkt in den nächsten Jahren wird auf der Entwicklung von Herstellverfahren für solare Treibstoffe liegen. Aber auch Forscher und Industrieunternehmen der solarthermischen Kraftwerksbranche oder aus der Luft- und Raumfahrt werden in Synlight ideale Bedingungen für Tests an Komponenten realer Größe vorfinden.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Der Superlativ »größte künstliche Sonne« ergab sich eher zufällig aus den Anforderungen an die Anlage, die eine Zwischenstufe in der Entwicklung von solaren Anwendungen darstellt. Synlight verbindet die Forschung im Labormaßstab mit der Anwendung im Solarturmkraftwerk.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Das Projekt »Superlative – Made in Germany« hat das Potential zu inspirieren. Und zwar diejenigen zu inspirieren, die vielleicht jetzt noch die Schulbank drücken und in ein paar Jahren die Wissenschaftler von morgen sind.

Natürlich wollten wir auch von Christoph wissen, wie sich die größte künstliche Sonne Deutschlands fotografieren ließ:

»Die gesamte Anlage war etwas ganz Neues für mich, etwas ähnliches habe ich vorher noch nicht gesehen und war fasziniert: Diese Menge an silbernen, schönen und sich wiederholenden Strahlern, die auf den ersten Blick an das Facettenauge eines Insekts erinnern… Fotografisch ein absoluter Traum.

Und auch sonst war der Termin richtig gut: Ich durfte mich frei bewegen und kontte so ganz entspannt arbeiten, wurde auch sonst bestens versorgt und zu allem Überfluss habe ich Herrn Winand sogar meine kleine Kamera in die Hand gedrückt, damit er ein paar Making-Ofs macht. War super!«

* Wenn Sie mehr über Synlight erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist  von Christoph Morlinghaus und Michel Wienand (Vielen Dank!)  und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Fraunhofer IIS – Schalllabor »Mozart« das Größte seiner Art in Deutschland

Dass man sich eines Tages etliche Meter Plattensammlung in die Hosentasche würde stecken können, war 1987 eine noch (fast) unglaubliche Vision. Heute, nur dreißig Jahre später, ist diese Vision längst zur Wirklichkeit geworden. Sogar mehr noch: Es ist mittlerweile eine  Selbstverständlichkeit, dass wir Stunden um Stunden Musik auf unseren Smartphones, Musikabspielgeräten oder Laptops immer bei uns haben – als mp3.

Diese Revolution der Codierung von Audiosignalen, damit des Musikmarktes und darüber hinaus der gesamten Kultur des Musikhörens findet Ihres Anfangspunkt in Erlangen, genauer gesagt und größtenteils im Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen IIS. Und in eben jenem Institut – das mal also als die Geburtsstätte des mp3-Formats bezeichnen kann – befindet sich das Schalllabor »Mozart«, das wiederum größte und deutschlandweit einzige Labor seiner Art, in dem die Arbeit an und Forschung zu Audiocodierverfahren und Signalverarbeitungstechnologien heute auf höchstem Standard weitergeführt wird.

Matthias Rose, der Leiter Marketing und Kommunikation für den Bereich Audio und Medientechnologien am Fraunhofer IIS, hat uns einige Fragen zum Schalllabor »Mozart« beantwortet:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Das Fraunhofer IIS ist das weltweit führende Entwicklungszentrum für Audio- und Medientechnologien. Mit der maßgeblichen Beteiligung an der Entwicklung von mp3 und der AAC-Audiocodierfamilie wurde das Institut international bekannt. Heute werden die Technologien des Fraunhofer IIS in über 8 Milliarden Geräten genutzt, z.B. in allen Smartphones, Tablets und PCs. Online-Streaming-Anwendungen verwenden die Audiotechnologien aus Erlangen ebenso wie TV-Systeme und Digitalradiosysteme auf der ganzen Welt. Auch in Telekommunikationssystemen – von Mobiltelefonie bis zu VoIP – kommen speziell entwickelte Audiocodierverfahren des IIS zum Einsatz.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Schalllabor Mozart: 7,5 x 9,3 x 4,2 Meter | 70 Qadratmeter | 300 Kubikmeter
Hauptlautsprecher: 9
Subwoofer: 2
Lautsprecher: 43
Ringtraversen: 2
vorgeschalteter Kontroll- und Technikraum.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Das Schalllabor »Mozart« ist in seinen Abmessungen, akustischen Eigenschaften und technischer Ausstattung ein weltweit einzigartiger Raum. Als einer von wenigen Räumen mit diesen Abmessungen erfüllt er die strengen Anforderungen der ITU-R Recommendation BS.1116 zur Durchführung von vergleichenden subjektiven Hörtests für die Entwicklung von Audiocodierverfahren und Signalverarbeitungstechnologien. Genutzt wird der Raum am Fraunhofer IIS für die Entwicklungsarbeit. Dafür sind über 50 Lautsprecher installiert, damit alle möglichen Audioformate – von Mono bis zu 3D-Klang – wiedergeben können. Im Schalllabor wurden Audiocodier- und Signalverarbeitungstechnologien getestet, die heute weltweit im Einsatz sind, zum Beispiel im Fernsehen, Digitalradio oder Online-Streaming. Auch in Kommunikationssystemen werden Fraunhofer-Technologien eingesetzt, die durch Tests im Schalllabor optimiert werden konnten. Somit sind sowohl Raum als auch die darin entwickelten Technologien Superlative.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Bilder des Schalllabors »Mozart« gibt es schon viele. Durch die Teilnahme am Projekt »Superlative – Made in Germany« haben wir uns erhofft, einen neuen Blickwinkel auf unser wichtigstes Hörlabor zu erhalten. Ein beständiger Perspektivenwechsel ist in der wissenschaftlichen Arbeit von grundlegender Bedeutung. Deshalb fanden wir die Idee, unseren wichtigsten Laborraum auch aus einer anderen, künstlerisch beeinflussten Perspektive zu sehen, überaus spannend.

Und natürlich wollten wir auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie die Arbeit im Schalllabor »Mozart« für ihn war:

»Um »Mozart« zu fotografieren, haben wir auf unserem Weg von Berlin (wo wir in Deutschlands größter Außenkulisse fotografiert haben) nach München (dort war das größte Festzelt auf dem Oktoberfest an der Reihe) in Erlangen Halt gemacht. Wir sind am Vorabend des Shootings dort angekommen und  in einer urbayerischen Pension mit russischem Einschlag untergekommen – ich erinnere mich deutlich an das Teppichmusterinferno zum Frühstück…

Beim Fraunhofer IIS jedenfalls wurden wir sehr, sehr freundlich empfangen und durften uns nach einer ganz kurzen Kennenlernphase frei in dem Schalllabor bewegen.

Ok, frei bewegen konnte ich mich dann doch nicht wirklich, denn um mein Bild zu bekommen, habe ich mich in einer der Ecken regelrecht verbarrikadiert und kam nach der Einstellung der Kamera nicht mehr an derselben vorbei…

Das Motiv jedenfalls war richtig schwierig – wie bringt man ein so technisch hoch entwickeltes und dabei abstraktes Thema auf ein Bild? Und das auch noch mittels eines Raumes, beziehungsweise Labors, der für einen Laien wie mich erstmal relativ klein und wenig spektakulär erscheint? Außerdem geht es in meiner Arbeit um das Sehen, bei »Mozart« um das Hören – wie sollte ich beides zusammen bringen?

Entstanden ist ein auf den ersten Blick sehr dokumentarisches Bild. Um die Perfektion, die Genauigkeit und die Brillanz von »Mozart« auf mein Bild zu übertragen, habe ich aber vor allem sehr lange an der exakten Schärfeeinstellung gearbeitet und mich zusätzlich für eine Langzeitbelichtung von einer halben Stunde entschieden. Eigentlich muss man sich das Bild nun in sehr groß anschauen, um die technischen Feinheiten des Schallabors und in der Fotografie zu sehen. Aber in klein funktioniert es auch.«

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL bei uns. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne im Vorfeld bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Das Superlative-Team im Interview mit kwerfeldein

Edda Fahrenhorst und Christoph Morlinghaus stehen dem Online-Magazin kwerfeldein.de Rede und Antwort in einem ausführlichen Interview – bitte HIER entlang!

Die Fragen gestellt hat übrigens Tabea Borchardt, bei der wir uns dafür und für ihre Geduld bedanken!

Und hier ein kleiner Einblick in Fragen und Antworten:

Christoph, Deine Fotografien sind generell sehr präzise, geradlinig und zeigen strukturierte Welten. Ist die Großformatkamera Deine meistbenutzte Kamera oder ist dies nun auch dem Sinnzusammenhang zum Projekt geschuldet?

Die Großformatkamera ist die einzige Kamera, die ich für meine Fotografie einsetze. Ich fotografiere entweder auf 4×5″- oder wie in diesem Projekt auf 8×10″-Farbnegativfilm. So arbeite ich seit Anbeginn meiner fotografischen Laufbahn und werde dem ziemlich sicher auch treu bleiben….

…Edda: In drei Stichworten: Was soll bzw. wird das Endresultat des Superlative-Projektes sein? Gibt es schon eine Deadline?

Nein, es gibt keine Deadline – das einzige, was uns limitieren kann, ist, dass wir nicht mehr genug finanzielle Mittel für das Projekt generieren können, um in der bisherigen Form weiterzuarbeiten. In 2018 allerdings haben wir vor, eine Art Zwischenbilanz zu ziehen und das Projekt auch außerhalb der sozialen Medien mit Ausstellungen, vielleicht einem Buch und so weiter bekannt zu machen. Danach hoffen wir, dass wir einfach weitermachen können mit dem Thema – unsere Wunschliste der Motive umfasst jetzt schon um die 100 Superlative und es kommen laufend neue Ideen dazu….

European XFEL – der leistungsfähigste Röntgenlaser der Welt

Der European XFEL ist nicht nur ein »Superlativ – Made in Germany«, er ist auch der größte und leistungsfähigste Röntgenlaser der Welt. 11 Länder sind an seinem Bau beteiligt, die über eine Milliarde Euro investieren und am 1. September 2017 wird die Anlage für ungezählte internationale Gastwissenschaftler in Betrieb genommen.

Mit am Erstaunlichsten daran ist, dass sich dieses gewaltige Forschungsvorhaben über 3,4 Kilometer Länge durch den Untergrund von Hamburg und der angrenzenden Metropolregion zieht: In bis zu 38 Metern Tiefe werden damit in Zukunft Elektronenpakete beschleunigt, so dass diese laserartige Röntgenblitze erzeugen, um Erkenntnisse über atomare Details von Viren und Zellen zu gewinnen – unter Straßen und Häusern, unter dem Hamburger Leben und Alltag. Es können darüber hinaus dreidimensionale Aufnahmen aus dem Nanokosmos entstehen, chemische Reaktionen gefilmt und Vorgänge wie die im Inneren von Planeten untersucht werden.

Wir haben Dr. Frank Poppe von der European XFEL-Öffentlichkeitsarbeit gebeten, uns einige Hintergrundinformationen zu dem Röntgenlaser wissen zu lassen – European XFEL ist übrigens die Kurzform von »European X-Ray Free-Electron Laser Facility«:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Mit dem European XFEL entsteht eine einzigartige Forschungsanlage in der Metropolregion Hamburg. Ab 2017 werden hier extrem intensive Röntgenlaserblitze erzeugt, mit denen Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt den Nanokosmos erkunden können.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Gesamtlänge: 3,4 Kilometer
Tunneltiefe: 6 bis 38 Meter
Beschleuniger: Linearbeschleuniger (1,7 km), der Elektronen auf Energien von 10 bis 17,5 Milliarden Elektronenvolt bringt, ausbaubar auf 20 Milliarden Elektronenvolt
Anzahl der Röntgenlaserlitze pro Sekunde: 27 000
Wellenlängen: 0,05 bis 4,7 Milliardstel Meter (Nanometer)
Kürzeste Dauer: wenige Billiardstel Sekunden (Femtosekunden)

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Baubeginn der Anlage war 2009 mit dem Ziel, eine weltweit führende Forschungsanlage zu errichten.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Besonders interessant ist die Verbindung von technischen Superlativen mit einem künstlerischem Ausdruck der Bilder, durch den sich neue Sichtweisen ergeben können.

Ebenjene neuen Sichtweisen waren es auch, die Superlative-Fotografen Christoph Morlinghaus beim European XFEL gesucht hat:

»Es war nicht einfach, die Größe des gesamten XFEL-Unterfangens auf ein Bild zu bekommen. Entprechend war ich vor allem froh, dass das Team um Frank Poppe es uns ermöglicht hat, einen intensiven Rundgang vor dem eigentlichen Shooting zu machen. Wir waren bei der Vorbesichtigung lange auf dem Gelände und in den Tunneln – die ja zu dem Zeitpunkt noch nicht in Betrieb waren – unterwegs. Und das immer mit Helm, gelben Gummistiefeln und mit einem ziemlich schweren Selstrettergerät für den Notfall im Gepäck.

Beeindruckt am European XFEL haben mich dabei vor allem zwei Dinge: 1. In den Tunneln stehen, auf Stahl und Beton und das viele Meter unter der Erde, kilometerlang und schränkeweise Präzisionsgeräte – die Tunnel sind voll mit exaktem, hochkomplizierten und komplexen High-Tech. Und 2. ist die Halle »HERA-Süd« sehr besonders – als ehemaliges Experimentiergebäude des im Sommer 2007 stillgelegten DESY-Teilchenbeschleunigers HERA, ist sie nun teils Lagerhalle für zu verbauende Teile, teils Forschungsstätte, teils Schaltzentrale des European XFEL-Baus. Die fast schon apokalyptisch anmutende Halle ist ebenso voll mit High-Tech wie die Tunnel: kilometerlange Kabel-Landschaften ziehen sich an den Wänden entlang, mittendrin steht auch mal ein Reinraum und Kisten und Kästen mit technischem Inhalt sind überall gestapelt. Und mittendrin gibt es immer wieder zutiefst menschliche Einblicke, so sitzen etwa Stoff-Rentier und Spiderman friedlich vereint auf einem der Reinräume.

Nach dem Rundgang habe ich dann entschieden, sowohl HERA als auch die Tunnel zu fotografieren. Das eine als Teil des Ursprungs vom European XFEL und die schier unendlich wirkenden Tunnel natürlich als Kernstück der Anlage.

Was ich an den Bildern vor allem mag ist, dass es sowohl die Halle bald so in ihrer Funktion nicht mehr gibt, als auch dass die Tunnel ab nächstem Jahr nicht mehr zu betreten sein werden. Ich durfte mit dem European XFEL also für die »Superlative – Made in Germany« ein Stück Forschungsgeschichte, ein Stück Vergangenheit und ein großes Stück Zukunft gleichzeitig fotografieren.«

Die Bilder aus dem European XFEL in der Metropolregion Hamburg:

 

* Wenn Sie mehr über den European XFEL erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Fraport – die größte Flughafen-Gepäcklogistik Deutschlands in Frankfurt

Wer kennt das nicht: Der erste Urlaubstag, die Koffer sind gepackt und wie immer riesig und sehr, sehr schwer. Sobald sie allerdings auf dem Fließband der Fluggesellschaft ihre scheinbar selbständige Reise in den Flieger antreten, ist der Passagier um viele Kilo erleichtert, kann entspannt losfliegen und sein Gepäck am Urlaubsort wieder in Empfang nehmen.

Doch wohin fahren eigentlich die Koffer auf den Fließbändern? Und wie findet jedes Gepäckstück das richtige Flugzeug? Um diese Fragen zu beantworten, durften wir einen Blick in die größte Gepäcklogistik am Frankfurter Flughafen werfen und der logistischen Meisterleistung nachspüren, die auf einer Länge von unterirdischen 80 Kilometern täglich bis zu 120.000 Gepäckstücke transportiert.

Wie genau das funktioniert haben uns Sandy Chen und Roy Watson aus der Unternehmenskommunikation des Unternehmens Fraport erzählt.

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Fraport AG ist ein Full-Service-Anbieter im Airport-Management und gehört mit 24 Flughafen-Beteiligungen auf drei Kontinenten zu den international führenden Unternehmen im Airport-Business. Der Konzern erwirtschaftete 2,59 Milliarden Euro Umsatz in 2016 und im gleichen Jahr nutzten insgesamt knapp 105 Millionen Passagiere die Flughäfen mit einem Fraport-Anteil von mehr als 50 Prozent.

Am Heimatstandort Frankfurt begrüßten wir im Jahr 2016 mehr als 60 Millionen Passagiere und schlugen ein Cargo-Volumen von rund 2,11 Millionen Tonnen um. Im Sommerflugplan 2017 fliegen 96 Airlines von Frankfurt weltweit 299 Destinationen in rund 100 Ländern an. Mit über 130 interkontinentalen Destinationen liegt der Großteil aller Ziele außerhalb Europas, was die Stellung Frankfurts als bedeutendes internationales Luftverkehrsdrehkreuz hervorhebt. Dadurch steht der Flughafen Frankfurt im Bereich Cargo auf Platz zwei und im Passagierverkehr an vierter Stelle im Ranking der europäischen Airports.

Die Airport-City Frankfurt ist darüber hinaus mit annähernd 81.000 Beschäftigten in etwa 450 Unternehmen die größte lokale Arbeitsstätte in Deutschland und attraktiver Anziehungspunkt für weitere Unternehmen im ökonomisch bedeutsamen Rhein-Main-Gebiet. Durch die Synergie-Effekte des Standorts, die vernetzte Expertise und die intermodale Infrastruktur deckt der Flughafen Frankfurt die steigenden Bedürfnisse der florierenden hessischen und der exportorientierten deutschen Wirtschaft nach optimalen Verbindungen an die globalen Wachstumsmärkte.

Damit ist der Flughafen Frankfurt in der Mitte Europas eines der bedeutendsten Luftverkehrsdrehkreuze der Welt und wichtige Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Als größter Flughafen Deutschlands fertigen wir am Frankfurter Flughafen an Spitzentagen bis zu 120.000 Gepäckstücke ab. Auf den rund 80 km langen Transportbahnen der computergesteuerten Gepäckförderanlage rast das Gepäck dann mit bis zu 18 km/h durch die langen Tunnel in den Tiefgeschossen. Pro Stunde sortiert die Gepäckförderanlage dabei bis zu 13.000 Gepäckstücke. Jedes von ihnen liegt einzeln in einer codierten Wanne, die durch ein Labyrinth von Tunneln im Keller der Terminals und unter dem Vorfeld zwischen Terminal und Flugzeugen auf Schienen und Bändern hin und her geschickt werden. Dabei besitzt die Gepäckförderanlage eine Zuverlässigkeitsrate von 99.6% – bei einem System dieser Größe und Komplexität praktisch rekordverdächtig.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?

Seit über 40 Jahren arbeitet die Gepäckförderanlage am Flughafen Frankfurt bereits zuverlässig hinter den Kulissen der Terminals. Natürlich ist sie mit jeder Erweiterung der Flughafeninfrastruktur ebenfalls ausgebaut worden und hat sich zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für die effiziente und pünktliche Bewältigung des Gepäcks in FRA entwickelt. Entsprechend setzen wir beim Gepäckmanagement auf kontinuierliche Effizienzsteigerung und Verbesserung unserer Technik und Prozesse, zum Beispiel durch den Ausbau und die Weiterentwicklung unserer »Self-Bag-Drop-off«-Anlagen.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?

Die wenigsten Passagiere kennen die Dimension und Komplexität unserer Gepäckförderanlage. Dabei ist die Gepäckabfertigung eines der hervorstechendsten Wettbewerbsmerkmale eines Flughafens und gehört zu unseren Kernkompetenzen. Denn der hohe Anteil an Umsteigergepäck mit 59% des Gepäckaufkommens stellt eine besondere logistische Herausforderung dar. Die Position als Deutschlands größtes Luftverkehrsdrehkreuz haben wir somit auch unserer Gepäckförderanlage zu verdanken.

Wir wollten selbstverständlich auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wir es für ihn war, am Frankfurter Flughafen zu fotografieren:

»Einen Blick in die Tiefgeschosse des Frankfurter Flughafen werfen zu dürfen ist schon etwas besonderes: Das System hat 80 Kilometer Länge – die allerdings nicht komplett auf einem Foto abzubilden sind – und die Koffer rauschten nur so an uns vorbei.

Schon bei der Vorbesichtigung hatte ich die große Anzeigentafel entdeckt und das sollte mein Hauptmotiv werden, da das komplexe logistische System besser nicht zu zeigen ist. Außerdem hatte die Tafel einfach sehr schöne Farben…

Das zweite Bild habe ich in den Tiefen der Frankfurter Gepäcklogistik gemacht – ich war selten an einem Ort, wo es so laut und heiß ist wie dort. Um das Bild zu bekommen, musste ich auf eine recht halsbrecherische Kletterpartie gehen, aber ich wollte unbedingt die Tiefe zeigen und das ging eben nur so.

Unser Termin war zeitlich leider etwas limitiert (auch wenn wir schon einige Stunden dort waren), aber die Tiefgeschosse der Gepäcklogistik sind so faszinierend, dass ich noch sehr viele Bilder hätte machen können, die Motive haben mich dort unten regelrecht angesprungen. Aber wer weiß, vielleicht ergibt sich ja eines Tages nochmal die Möglichkeit.«

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL bei uns. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne im Vorfeld bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.