Großes Interview in der PhotoPresse über das Warum und Wie

»Das Projekt als solches interessiert mich und mit einer Veröffentlichung möchte ich einerseits gerne für mehr Aufmerksamkeit sorgen und andererseits Berufskollegen Mut machen, mit eigenen Themen mehr Eigeninitiative zu ergreifen.«

Und genau aus diesem Grund hat Werner Musterer​ einen Artikel über die Superlative geschrieben – erschienen in der aktuellen Photo Presse​! Vielen Dank Werner und Daniel Albrecht​.

 

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Edda Fahrenhorst und Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Tagesschau – die erfolgreichste Nachrichtensendung Europas

Die Tagesschau ist die älteste und meistgesehene Nachrichtensendung des deutschsprachigen Fernsehens. Gesendet wird seit 1952 und seit 1992 gibt es mehrere Sendungen täglich. Die Haupsendung bleibt aber die um 20 Uhr – ebenjene sehen über 10 Millionen Menschen und das jeden Tag. Die Tagesschau versammelt damit allabendlich  so viele Menschen vor dem Fernseher, wie die Hauptnachrichtensendungen von ZDF, RTL, Sat 1 und Pro7 zusammengerechnet*.

Wir haben Dr. Kai Gniffke, seines Zeichens Erster Chefredakteur von ARD aktuell und damit auch der Tagesschau und den Tagesthemen gebeten, uns etwas mehr über das Superlativ der erfolgreichsten Nachrichtensendung Deutschlands zu erzählen:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
ARD-aktuell ist die »Nachrichtenfabrik« der ARD. Hier werden täglich bis zu 20 Ausgaben für »Das Erste« sowie die Tagesthemen produziert. Zugleich informiert ARD-aktuell die Menschen in Deutschland den ganzen Tag über im Nachrichtenkanal »tagesschau24« über aktuelle Ereignisse. Und unterwegs halten wir die Menschen mit tagesschau.de, der Tagesschau-App und natürlich in sozialen Netzwerken auf dem Laufenden.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Täglich schalten durchschnittlich 10 Millionen Menschen um 20 Uhr die Tagesschau ein. Das sind so viele Zuschauer wie die Hauptnachrichtensendungen der vier nächst platzierten Anbieter im deutschen Fernsehen zusammengerechnet. Kein anderer Nachrichtenanbieter in Europa oder den USA erreicht diesen Spitzenwert.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Seit nunmehr 65 Jahren verlassen sich die Menschen in Deutschland Punkt 8 auf »ihre« Tagesschau. In dieser Zeit hat sich das Nachrichtenflaggschiff der ARD den Ruf erworben, ein zuverlässiger, kompetenter und seriöser Partner in Sachen Information zu sein, der niemandem seine Meinung vorschreibt. Dabei hat sich die Tagesschau auf allen Plattformen ständig verändert, und ist doch das geblieben, was sie immer war.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Der Erfolg der Tagesschau ist für uns kein Grund anzugeben, sondern bedeutet jeden Tag eine verdammt große Verantwortung unserem Publikum gegenüber. Aber natürlich sind wir auch ein bisschen stolz auf das Vertrauen, das man uns entgegenbringt. Warum sollte die Tagesschau dann also bei »Superlative – Made in Germany« fehlen?

Selbstverständlich wollten wir auch von Christoph Morlinghaus erfahren, wie es ist, in einem so außergewöhnlichen Ort zu fotografieren:

»Tatsächlich war der Besuch des Tagesschau-Studios mein zweites Mal: Bereits im Jahr 2000 durfte ich beim NDR fotografieren, damals sah das Studio natürlich noch ganz anders aus. Umso faszinierender war es für mich, meine alten Bilder mit dem neuen Einblick zu vergleichen – das heutige Studio ist eine begehbare Maschine, dadurch viel technisierter, räumlich kleiner und optisch ganz anders. Das Einzige, was sich nicht verändert hat ist die absurd hohe Anzahl an Fresnelscheinwerfern, die die gesamte Decke einnehmen.

An diesem Ort zu fotografieren war jedenfalls erneut eine besondere Erfahrung – da stand ich nun live in einer schon fast ikonischen Umgebung in der eine Sendung produziert wird, die viele Millionen Menschen jeden Tag im Fernsehen oder Internet sehen.

Für mein Bild hatte ich genau zweieinhalb Stunden Zeit, wurde gleichzeitig für einen Fernsehbeitrag in der Sendung DAS! gefilmt, von der verantwortlichen Redakteurin Johanna Lepére befragt und dann auch noch von zwei Leuten beim Arbeiten fotografiert. Das war schon ein gewisser Druck…

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich es geschafft habe, mich dennoch zu konzentrieren und vernünftige Bilder zu schießen. Das lag sicher auch nicht zuletzt an der unglaublich netten und entspannten Atmosphäre: Alle Mitarbeiter des NDR, die daran beteiligt waren, dass wir dort fotografieren dürfen, waren super hilfsbereit, haben Lichter ein und ausgemacht, den Hintergrund verändert und die Moderatorentische hoch- und runtergefahren, bis es gepasst hat und am Ende des Shootings durften wir sogar noch einen Blick in das alte Tagesschau-Studio werfen, in dem ich 2000 schon fotografiert hatte. Wirklich klasse!«

 

*Quelle für diese Zahlen sind die täglichen Erhebungen der Gesellschaft für Konsumformschung (GfK)

** Wenn Sie mehr über die Tagesschau in Hamburg erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

***Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Edda Fahrenhorst und Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Metropolitan Backlot – die größte Außenkulisse Europas in Potsdam

Auf 15.000 Quadratmetern lässt sich jede Stadt der Welt nachbauen – Metropolitan Backlot ist als Teil des Studios Babelsberg die größte Außenkulisse Deutschlands in Potsdam. Wir haben Eike Wolf, den Leiter Studiobetrieb und Marketing gebeten, uns ein wenig mehr über die neue Kulisse zu erzählen:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Das Studio Babelsberg ist das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt (gegründet wurde es 1912). Heute zählt Studio Babelsberg zu den führenden Standorten für die Herstellung von Spielfilm- Fernseh- und Werbeproduktionen in Europa. Das Studio sieht sich heute als Produktionsdienstleister und sogenannter »One-Stop-Shop« für deutsche und internationale Filmproduktionen. Mit einem einzigartigen Angebot in Deutschland deckt das Studio alle Phasen und Bereiche der Filmproduktion an einem Standort ab. 20 hochmoderne Ateliers und Studios, diverse Außenkulissen auf über 169.000m² und attraktive Drehorte in der Hauptstadtregion mit all seinen Angeboten und Verbindungen bieten optimale Bedingungen. Die international erfahrenen Film-Crews von Studio Babelsberg Motion Pictures und die erstklassigen Kulissenbauer und Produktionsdesigner des Art Departments zählen zu den besten der Welt.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Die Außenkulisse »Metropolitan Backlot / Neue Berliner Straße«, ist eine der größten und modernsten Außenkulissen Europas für Film-, TV- und Werbeaufnahmen. Die Außenkulisse befindet sich auf einem über 15.000 m² großen Gelände in unmittelbarer Nähe des Filmstudios inklusive seiner Büro- und Funktionsräume sowie Werkstätten. Mit vier Straßenzügen in unterschiedlichen Architekturstilen und mehreren Innenhöfen lässt sich das flexible modulare Backlot in jede Metropole der Welt umwandeln. Durch Zunahme von Green- und Bluescreen-Elementen lässt sich die Außenkulisse digital erweitern und verändern.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Unsere neue Außenkulisse ist weltweit einzigartig – wenn man drin steht, weiß man was »superlativ« bedeutet. Und sie ist »Made in Germany – by Babelsberg!«

Selbstverständlich haben wir auch Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus darum gebeten, uns über seinenTag im »Metropolitan Backlot« zu erzählen:

»Es war schon immer ein grpßer Traum von mir, in Babelsberg zu fotografieren, also haben wir beim Studio in Potsdam angefragt. Durch Zufall wurde gerade in den Tagen, als wir auf der  ersten Superlative-Tour quer durch Deutschland unterwegs waren, die neue Außenkulisse – Metropolitan Backlot – fertig und wir bekamen die Erlaubnis, übers Wochenende für zwei Tage zu fotografieren.

Ich glaube, wir waren mit die Ersten, die überhaupt dort arbeiten durften, wahrscheinlich hätten wir später auch gar keine Chance mehr gehabt, da die Straßenzüge der Kulisse dauerhaft mit Film-, Fernseh- und Produktionen ausgebucht sind. So aber durften uns beim Pförtner ganz unkompliziert den Schlüssel abholen, die Tore aufschließen, mit unserem Auto in die Kulisse fahren und anfangen. Ganz alleine und mit sehr viel Zeit. Großartig!

Tatsächlich war ich allerdings anfangs etwas erschlagen von den Bildmöglichkeiten und zusätzlich spielte das Licht nicht so mit, wie ich mir das gewünscht hätte und wir jagten am  Vormittag quasi dem Licht hinterher… Etwas später allerdings hatte ich mich damit abgefunden, dass die Bilder nicht so wie in meiner Vorstellung werden, sondern einfach anders und dann war das Arbeiten im Metropolitan Backlot am Ende doch die Erfüllung eines Traumes!«

* Wenn Sie mehr über die Außenkulisse Metropolitan Backlot in Babelsberg erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Die erste Superlative-Ausstellung wird in Zingst gezeigt

»Hier ist ein Fotograf am Werk, der großangelegte Ideen in kongenialen Bildern zu dokumentieren vermag. Emotionen und intellektuelle Auseinandersetzung werden in den Fotos in gleichem Maße angesprochen.« Klaus Tiedge, Kurator Fotografie Zingst.

Wir sind stolz und glücklich, dass wir die Ausstellungspremiere im Rahmen des diesjährigen Umweltfotofestivals »horizonte zingst« vom 26. Mai bis 3. Juni 2018 feiern dürfen!

Das Umweltfotofestival »horizonte zingst« findet 2018 zum elften Mal statt und hatte im letzten Jahr rund 57.000 Besucher. Gezeigt werden in diesem Jahr 20 Fotoschauen, die sich um den thematischen Schwerpunkt Umwelt drehen. Dabei wird es erhaltenswerte Naturschönheiten ebenso zu sehen geben, wie eine akute Gefährdung derselben. Gezeigt werden außerdem  Ausstellungen, die sich mit generellen gesellschaftlichen Fragestellungen beschäftigen.

Klaus Tiedge, Kurator Fotografie Zingst

Wie es dazu kam, dass die »Superlative« als Ausstellungspremiere auf dem Festival gezeigt werden – und zwar alle 40 im Großformat – dazu haben wir den Kurator Fotografie Zingst, Klaus Tiedge, befragt:

Sie sind seit Anbeginn ein intensiver Beobachter, Begleiter und auch gelegentlicher Ratgeber der »Superlative – Made in Germany«: Was ist es, was für Sie das Projekt ausmacht?
Superlative ist zunächst einmal eine großartige Idee – eben superlativ. Das Projekt hat alles, um einen besonderen Blick auf »Made in Germany« zu werfen. Bewundernswerte Leistungen werden damit ebenso dokumentiert, wie zeitkritisch zu betrachtende Phänomene. Hier wir ein Gesamtbild von Deutschland aufgezeigt, das aus einer solchen Perspektive noch nie aufgezeigt wurde.

Was ist für Sie aus fotografischer Sicht das Besondere an dem Projekt?
Hier ist mit Christoph Morlinghaus ein Fotograf am Werk, dem es gelingt – von einem sehr persönlichen kreativen Standort aus – faszinierende Bilder unter schwierigsten und außergewöhnlichsten Bedingungen zu machen. Ein klare Bildsprache und größte Variationstiefe werden bei Morlinghaus in gleicher Weise sichtbar.

Haben Sie einen Favoriten?
Diese Frage ist schwer zu beantworten. Ich bin von »Superlative« wegen der Vielzahl spannender Motive begeistert. Wenn ich mich auf ein Bild festlegen soll, so ist es das Tagesschau-Studio, weil es aus der Alltäglichkeit des Fernsehens herausgelöst, so faszinierend wirkt…

Was hat Sie dazu bewogen, die Superlative als Ausstellung in Zingst zu zeigen?
Die Suche nach neuen, überraschenden fotografischen Projekten zwingt den Kurator dazu offen für mutige Ansätze zu sein. »Superlative – Made in Germany« hat Qualitäten des in dieser Weise noch nie Gesehenen. Auch die Verknüpfung mit Aspekten der Umwelt ergibt sich durchgänging.

Was erwartet den Besucher darüber hinaus beim elften Umweltfotofestival »horizonte zingst«?
Das Umweltfotofestival »horizonte zingst« bietet 2018 wieder ein Spektrum von Ausstellungen die von Naturschönheiten und – Gewalten bis zum Klimawandel und Gefährdungsszenarien Sehenswertes zu bieten hat. Außerdem wäre es nicht ein Festival, wenn nicht dem aktiven Fotografen ein großartiges Programm vielfältigster Anregungen und Betätigungen beboten würde. Workshops, Podien, Tag des Fotobuchs und nicht zuletzt ein aktiver Fotomarkt machen Zingst zu Reiseziel für alles Fotointeressierten.

Wir danken für das Gespräch, sind gespannt auf die Ausstellungspremiere und freuen uns auf viele Besucher!

*»Superlative – Made in Germany« ist ein freies und gemeinsames Fotoprojekt von dem Fotografen Christoph Morlinghaus und von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit.

**Auf dem Titelbild dieses Artikels sehen Sie Edda Fahrenhorst von fotogloria und den Fotografen Christoph Morlinghaus bei der Betrachtung der ersten Ausstellungsbilder.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL bei uns. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne im Vorfeld bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

 

 

Superlative-Interview mit Deutschland.de

Auf Deutsch, spanisch, französisch, russisch oder arabisch: Wir freuen uns über das nächste Interview mit Edda Fahrenhorst und Christoph Morlinghaus mit einem spannenden Portal und zwar deutschland.de, betrieben von der FAZIT Communication in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt!

Mit herzlichem Dank an Redakteurin Tanja Zech und es folgt das gesamte (Kurz-) Interview (HIER geht es zum Original):

»Sie bekommen Zutritt zu besonderen Orten und packen die Kamera nur aus, wenn es um die ganz große Sache geht: Edda Fahrenhorst von der Agentur Fotogloria und Fotograf Christoph Morlinghaus haben 2016 das Fotoprojekt „Superlative – Made in Germany“ begonnen.

Deutschland.DE: Frau Fahrenhorst und Herr Morlinghaus, was möchten Sie mit Ihren Bildern vermitteln?

Fahrenhorst: Mit dem Projekt „Superlative – Made in Germany“ wollen wir einen aktuellen fotografisch-künstlerischen Blick auf den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stand Deutschlands werfen. Wir nähern uns dem Thema von vielen Seiten, fotografisch maximal anspruchsvoll, dabei aber nie mit dem Anspruch auf Vollständigkeit.

Welche Auswahlkriterien haben Sie?

Fahrenhorst: Wir folgen einem Themenkatalog, den wir in Bereiche wie Energie, Logistik, Kultur, Landwirtschaft oder Religion unterteilt haben. Mittlerweile haben wir 35 Superlative fotografiert. Sie fügen sich langsam zu einem großen Gesamtbild zusammen.

Morlinghaus: Ich fotografiere für das Projekt ausnahmslos mit der Großbildkamera auf 8×10“ Farbnegativfilm. So kann ich es fotografisch mit Größe aufnehmen: Je größer der Ort und je komplexer die Bildebenen, desto lieber.

Welche Superlative beeindruckten Sie bisher am meisten?

Morlinghaus: Ganz klar der Operationssaal in der Helios-Endo Klinik in Hamburg. Wir durften im OP während der vielen und auch parallel laufenden Operationen fotografieren. Es war unglaublich, all die Sinneseindrücke zu verarbeiten und in einem Bild umzusetzen.

Wie geht es mit dem Projekt weiter?

Fahrenhorst und Morlinghaus: Wir freuen uns auf die Ausstellungspremiere Ende Mai auf dem Fotofestival „horizonte zingst“. Und wir arbeiten weiter an dem Projekt – es gibt noch sehr viele großartige Superlative! Für Ideen sind wir offen.«

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Edda Fahrenhorst und Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

 

 

Caterpillar in Dortmund – die Fertigung der größten Hydraulikbagger der Welt

In den Minen der Welt werden die unterschiedlichsten Erdschichten bewegt, um Kohle, Gold & Co. abzubauen. Dabei werden schier unvorstellbare Mengen Stein umgeschichtet und Bagger in großen Größen eingesetzt – gefertigt in Dortmund von dem Unternehmen Caterpillar.

Wir haben Ramona Söpper aus der Unternehmenskommunikation dazu befragt, was das Unternehmen Caterpillar ausmacht und wie groß der größte Bagger der Welt ist:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Caterpillar Global Mining HMS GmbH als Tochterfirma des Weltkonzerns Caterpillar Inc. entwickelt, fertigt und montiert am Standort in Dortmund-Dorstfeld die weltweit größten Hydraulikbagger mit einem Einsatzgewicht von 100 bis zu 1.000 Tonnen. Der Standort mit seinen rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann auf 125 Jahre Erfahrung im schweren Maschinenbau, angefangen unter Orenstein & Koppel zurückblicken. Die großen Bagger verlassen den Standort in Dortmund, um in den großen Tagebauen der Welt in den Einsatz zu starten. Hier sind sie hauptsächlich für die Gewinnung von Mineralien wie Gold, Diamanten, Kupfer, Kohle, Eisenerz und Ölsand verantwortlich. Unser Händlernetzwerk unterstützt uns bei dem weltweiten Einsatz unserer Produkte. Wie unser Standort eine lange Tradition hat, so können wir auch stolz auf die langjährige Zugehörigkeit unserer MitarbeiterInnen blicken. Hohe Jubiläen von 40 bis 50 Jahren sind für uns keine Seltenheit.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Dass die größten Hydraulikbagger der Welt ihren Start im Ruhrgebiet haben und von hier aus in ihren Einsatz rund um den Globus starten, überrascht immer noch viele. Selbst die kleinsten Hydraulikbagger unserer Produktpalette starten bei einem Einsatzgewicht von 140 Tonnen. Zum Vergleich, die kleineren Bagger, die auf klassischen Baustellen zu finden sind, wiegen ca. 20 Tonnen.

Der größte Hydraulikbagger 6090 kommt mit seinem Einsatzgewicht an stolze 1.000 Tonnen heran. Durch die enorme Größe werden die Geräte am Standort nicht vollständig montiert. Die einzelnen Module werden soweit zusammengebaut, dass unsere MitarbeiterInnen Tests des Motors und der Hydrauliksysteme innerhalb des Grundgerüstes vornehmen können. Danach werden die Module wieder demontiert und verlassen mit bis zu 30 Schwerlasttransporten unseren Standort in Dortmund. Am jeweiligen Einsatzort angekommen, unterstützen unsere Kolleginnen und Kollegen die lokalen Händler und Kunden bei der Inbetriebnahme und der finalen Montage der Geräte.

Aufgrund der enormen Größe müssen die Baggerfahrer in den Minen wahrlich schwindelfrei sein; denn die Höhe des Kabinendaches des 6090 liegt bei 10 Metern. Die Reichweite unseres 6090 reicht bis zu einer Höhe von 20 Metern und einer Länge von 19,2 Metern. In die Tiefe kann der 6090 seine Klappschaufel bis auf 2,5 Meter in den Boden bringen. Die Standard-Schaufelgröße unseres größten Baggers beträgt 52m³, womit er eine Fördermenge von 6.700 Tonnen pro Stunde schafft. Doch auch diesen Rekord konnte das Dortmunder Team in den letzten Jahren noch überbieten. Eine Sonderanfertigung einer 55m³ Klappschaufel, in welcher locker zwei Schulklassen Platz finden, wurde am Standort gefertigt. Bei einer Gesamtbreite von über 6 Metern bringt alleine die Klappschaufel ein stolzes Gewicht von 80 Tonnen auf die Waage.
Diese Sonderanfertigungen für unsere Kunden sind keine Seltenheit. Ständig werden unsere Geräte an die Gegebenheiten vor Ort angepasst; sei es ein Einsatz in staubigen und heißen Gebieten oder in eiskalten Gegenden.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Bereits unter Orenstein & Koppel kristallisierte sich heraus, dass der Standort mit der Produktion von Hydraulikbaggern seinen Weg in die Zukunft einschlagen wird. Der erste Hydraulikbagger RH 5 wurde unter Orenstein & Koppel im Jahr 1962 gebaut. Dieser ist auch heute noch als Erinnerungsstück am Standort ausgestellt. Schnell wurden die Dimensionen größer und die erfahrenen Teams vor allem in den Bereichen der Schweißerei, Montage, E-Montage, Machining und Inbetriebnahme stellten unter Beweis, dass der Standort für Rekorde geschaffen ist. 1997 wurde der Weltrekord mit dem größten Hydraulikbagger der Welt, dem damaligen RH 400 und heutigem 6090 aufgestellt. Seit 2011 gehört der Standort in Dortmund als Caterpillar Global Mining HMS GmbH zu Caterpillar Inc. und komplettiert somit das Bergbau-Produktportfolio des Weltkonzerns.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Das Projekt »Superlative – Made in Germany« klang für uns sofort interessant und passend. Wir sind stolz auf unsere Produkte und auf die enormen Dimensionen, sowohl des kompletten Gerätes als auch der Einzelteile, die hier am Standort durch die einzelnen Fertigungsschritte entwickelt, produziert, montiert und getestet werden. Die weltweit größten Hydraulikbagger sind Superlative, welche unsere MitarbeiterInnen nur zu gut aus ihrem täglichen Arbeiten kennen. Auch diese Kolleginnen und Kollegen möchten wir an dieser Stelle hervorheben. Durch den täglich unermüdlichen Einsatz konnten wir uns in der Vergangenheit stark entwickeln und unsere Händler und Endkunden mit den besten Produkten beliefern.

Mit unserer Teilnahme an dem Projekt möchten wir unser Superlativ aus dem Ruhrgebiet etwas bekannter machen. Denn für unsere Entwicklung am Standort suchen wir immer neue Talente, die in einem internationalen Umfeld unsere Produkte voranbringen möchten. Werden Sie Teil des Fortschritts und unterstützen Sie unser globales Team in den Bereichen der Fertigung oder im Büro.

Herzlich bedanken wir uns auch bei dem kompetenten Team von fotogloria um Frau Edda Fahrenhorst, sowie bei Herrn Christoph Morlinghaus und Herrn Raphael Janzer für die Aufnahme der spannenden Fotos an unserem Standort.

Natürlich wollten wir auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie es für ihn war, in der Fertigung der größten Hydraulikbagger der Welt zu fotografieren:

»Die größten Bagger der Welt? Großartig. Das ist eines DER Motive, auf die ich im Rahmen des Projekts gehofft hatte. Allerdings: In der Fertigung in Dortmund steht kein fertiger Bagger.

Warum? Die Bagger sind am Ende so groß, dass sie nicht mehr transportierbar sind und so werden nurmehr die Einzelteile durch die Welt verschifft, um dann am Einsatzort aufgebaut zu werden – das muss man sich mal vorstellen, der größte Bagger ist 10 Meter hoch! Wahnsinn.

In der Fertigungshalle jedenfalls waren wir umgeben von verschiedensten Formen und Teilen, die wie ein abstrakter Baukasten anmuteten – für den Laien schwer zu durchschauen, welches Teil wohin am Bagger gehören könnte, aber dabei einfach total ästhetisch und toll anzuschauen.

Dazu kam, dass man gehört hat, wie überall gearbeitet wird, aber man die arbeitenden Menschen nicht gesehen hat, da sie irgendwo in den riesigen Teilen quasi verschwunden waren.

Für mich war der Einblick in ein so hochindustrialisiertes Unternehmen jedenfalls sehr spannend. Und wer weiß, vielleicht darf ich ja doch noch eines Tages den ganzen Bagger irgendwo auf der Welt fotografieren…«

* Wenn Sie mehr über Caterpillar erfahren möchten, dann bitte HIER entlang.

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Glashütte Lamberts – die größte Glashütte für mundgeblasenes Flachglas der Welt

Tradition wird in Waldsassen groß geschrieben: Die historische Ofenhalle der Glashütte Lamberts  wurde im Jahr 1906 gebaut und in Betrieb genommen. Mit dem über 100-jährigem Wissen und rund 70 Mitarbeitern umfasst die Produktion der Manufaktur heute über 5.000 verschiedene Farben und Strukturen. Die Gläser aus der Oberpfalz sind vor allem auch bei Künstlern sehr beliebt und so finden sie sich in aller Welt wieder, etwa im Rockefeller Center in New York,  in der Kaoshiung Main Station in Taiwan, oder auch in der St. Pauls Kathedrale Rom.

Wir haben mit Robert Christ, seines Zeichens der Prokurist der Glashütte, über das Unternehmen gesprochen:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Glashütte Lamberts ist Weltmarktführer für mundgeblasene Flachgläser. Die Produktion unserer Manufaktur umfasst über 5.000 verschiedene Farben und Strukturen.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Die historische Ofenhalle wurde 1896 gebaut und 1906 nach Waldsassen transportiert und wieder aufgebaut. Die Dachkonstruktion wurde 2008/2009 komplett restauriert. Es arbeiten 70 Mitarbeiter bei uns.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Wir haben einen Exportanteil von über 70% und sie finden unsere Gläser in aller Welt. Als Referenzen seien genannt: Frauenkirche Dresden / Naumburger Dom / Rockefeller Center, New York / Seattle Airport / Indianapolis Airport / Kathedrale Notre Dame Reims / Iolanai Palace Hawaii / Kaoshiung Main Station Taiwan / Pfizer Headquarters New York / York Minister / Westminister Abbey / Metropolitan Museum of Art New York / St. Pauls Kathedrale Rom

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Die bisherigen Locations waren durch die Bank reizvolle Orte und wir verstehen uns selbst eben auch als Superlativ.

Natürlich haben wir auch mit Superlative-Fotograf Christoph MOrlinghaus darüber gesprochen, wie es für ihn war, bei der Glashütte zu fotografieren:

»Wirklich beeindruckt hat mich in Waldsassen, dass ich hier ‚echte‘ Menschen bei dem noch wortwörtlichen Handwerk beobachten konnte: Überall waren Feuer, Flammen, schmelzendes Glas, es hat gebrodelt, gedampft und geglüht. Zwischendrin haben schwitzende Männer eine Art Ballett mit heißem Glas aufgeführt – jeder hatte seine Bestimmung und alle sind zielstrebig um mich herum ihrer Wege gegangen, jeder in seinen Schritt der Produktion vertieft. Und das mit einer Handwerkstechnik, die sich seit dem Mittelalter nicht groß geändert hat. Und dabei wurde ich außerdem wahnsinnig freundlich und hilfsbereit aufgenommen – toll!«

* Wenn Sie mehr über die Glashütte Lamberts in Waldsassen erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Christoph Morlinghaus und Robert Christ und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Wasserwerk Sipplinger Berg am Bodensee – das größte Wasserwerk Deutschlands

Es ist eine Selbstverständlichkeit, den Wasserhahn aufzudrehen und zu duschen, Wäsche zu waschen, ein Glas Wasser zu zapfen. Eine Selbstverständlichkeit, die allerdings einer gewaltigen Logistik im Hintergrund bedarf, um das Wasser von seiner ursprünglichen Quelle zu entnehmen, zu reinigen und dann weiter in jeden Haushalt zu transportieren. Ebenjenes geschieht in vielen Wasserwerken in ganz Deutschland, wir waren allerdings in dem größten und zwar in dem Wasserwerk Sipplinger Berg am Bodensee.

Wir haben Maria Quignon, die Leiterin der Unternehmenskommunikation, gebeten, uns etwas mehr über ihr Unternehmen zu verraten:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Am 25. Oktober 1954 gründeten 13 Städte und Gemeinden den Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung, um den großen Wassermangel in weiten Teilen Baden-Württembergs für immer zu beseitigen. Heute zählt der Zweckverband 183 Verbandsmitglieder die insgesamt 320 Kommunen mit etwa vier Millionen Einwohnern mit Trinkwasser aus dem Bodensee beliefern – sicher und zuverlässig, bei Tag und Nacht.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Die Bodensee-Wasserversorgung betreibt seit 60 Jahren am Bodensee das größte Wasserwerk Deutschlands. Bis zu 9.000 Liter Bodenseewasser können pro Sekunde zu Trinkwasser aufbereitet werden. Das Wasser wird in einer Tiefe von 60 Metern dem Bodensee entnommen. Sechs Pumpen mit einer Leistung von 2.000 und 3.000 Liter pro Sekunde fördern das Wasser 310 m hoch vom See bis ins Wasserwerk. Dort wird es gereinigt und über ein 1.700 km langes Leitungsnetz transportiert. Leitungen mit Durchmessern von bis zu 2,25 m transportieren das Trinkwasser 260 km weit bis in den Odenwald und an die Tauber. Durch den Bau eines 24 km langen Stollens unter der Schwäbischen Alb kann das Trinkwasser 150 km im natürlichen Gefälle zurücklegen.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?Die Bodensee-Wasserversorgung war von Anfang an ein Superlativ. Bereits bei Inbetriebnahme im Jahr 1958 war das Wasserwerk am Bodensee das größte in Deutschland und Leitungen mit einem Durchmesser von bis zu 1,60 m waren über fast 180 km verlegt worden. Die Baustelle für das Wasserwerk und die Leitungen galt in den Jahren 1956 bis 1958 als die größte in Europa und die Bauzeit für dieses Projekt war mit knapp drei Jahren – von der ersten Grabung bis zur Wasserlieferung nördlich von Stuttgart – unschlagbar.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Die öffentliche Trinkwasserversorgung ist eine der größten zivilisatorischen Errungenschaften. Die Arbeit, die dahinter steckt wird kaum wahrgenommen. Trinkwasser aus dem Hahn, immer bester Qualität und jederzeit, ist eine Selbstverständlichkeit. In welchen Dimensionen das hier am Bodensee geschieht ist außergewöhnlich und einzigartig.

Wir wollten auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie es für ihn war, im Wasserwerk zu fotografieren:

»Was mich in den Hallen des Wasserwerks sehr beeindruckt hat, war der riesige Wasserspeicher, in dem das Trinkwasser für etwa vier Millionen Menschen gelagert ist. Als ich dort für das Foto aufgebaut habe, haben mir schon etwas die Hände gezittert – wäre mir da etwas in das Becken gefallen, hätte das gesamte Wasser neu aufbereitet werden müssen…

Zu sehen jedenfalls, woher unser Trinkwasser kommt, das fand ich schon sehr spannend. Dazu ist das Ganze hoch über dem Bodensee in einem Zweckbau untergebracht, den ich ziemlich schick fand. Alles zusammen hat schon ziemlich gute Motive abgegeben und es hat Spaß gemacht, dort zu fotografieren – nicht zuletzt, weil wir supernett empfangen wurden und uns frei bewegen durften. Toll.«

* Wenn Sie mehr über das Wasserwerk Sipplinger Berg erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Tobias Gerber und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Hermes Fulfilment – das größte E-Commerce Warehouse Deutschlands

Akkubohrer, Tennisschläger, Sandkastensand oder eine die neuesten Sneaker: Beinahe alle Wünsche lassen sich zu jedem Anlass und zu jeder Tages- und Nachtzeit erfüllen – mit einer Bestellung im Online-Shop. Und damit die unterschiedlichsten Waren nicht einzeln und in entsprechend teuren Paketen aus den verschiedensten Ecken Deutschlands vor der eigenen Haustür landen, lohnt es sich, Transportwege und Verpackung möglichst effizient zu gestalten.

Deutschlands größtes E-Commerce Warehouse macht genau das. Bei der Hermes Fulfilment GmbH in Haldensleben lagern Millionen verschiedene Artikel von hunderten von Online-Händlern, die in tausenden von täglichen Bestellungen in alle Himmelsrichtungen geschickt werden – nachdem sie aus dem gigantischen Hochregallager zusammengetragen, gebündelt, sortiert und verpackt wurden. Eine logistische Meisterleistung.

Wir haben Kartrin Borzym und Marijana Deubel vom Hermes Fulfilment Marketing gebeten, uns einige Fragen zu ihrem Superlativ zu beantworten:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Hermes Fulfilment GmbH ist ein international agierender E-Commerce-Dienstleister. Im Auftrag von Online-Händlern übernimmt das Unternehmen die Warenlagerung, packt Pakete und Tüten mit den Artikeln, die Endkunden im Internet bestellt haben, kümmert sich um den Versand und lagert die Teile, die bei Nichtgefallen zurückgeschickt werden, wieder ein. Bei einer Sortimentsbreite von einer Million Artikeln bewegt Hermes Fulfilment pro Jahr rund 300 Millionen Teile und wickelt 60 Millionen Bestellungen ab. Das Spektrum reicht von Textilien und Schmuck über Smartphones und Flachbildfernseher bis hin zu Möbeln und Waschmaschinen.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Hermes Fulfilment betreibt in Haldensleben (Sachsen-Anhalt) eines der größten und modernsten Versandzentren in Europa. Es hat eine Nutzfläche, die etwa so groß ist wie 26 Fußballfelder. Die beiden Hochregallager bieten Platz für 1,2 Millionen Kartons mit Ware. Sie stapeln sich in 30 Meter hohen und 80 Meter tiefen Regalen. Würde man all diese Kartons hintereinanderlegen, ergäbe das eine Kette von 600 Kilometern Länge. Das entspricht in etwa der Autobahnstrecke von Berlin nach München. Etwa 30 Kilometer legt die Ware vom Wareneingang bis zum Warenausgang auf Förderbändern zurück, die sich wie eine Achterbahn durch die Hallen schlängeln. Bis zu 300.000 Sendungen für Besteller aus ganz Europa werden in Haldensleben jeden Tag zusammengestellt und verladen.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Das Versandzentrum ist mit dem Boom im E-Commerce gewachsen. Seit der Inbetriebnahme 1994 wurde der Standort bislang in vier Stufen ausgebaut und modernisiert. 2010 wurde das Versandzentrum um eine Betriebsstätte im Südhafen, etwa drei Kilometer Luftlinie vom Stammgelände entfernt, erweitert. Seit Planungsbeginn hat die Otto Group, zu der Hermes Fulfilment gehört, mehr als eine halbe Milliarde Euro in Haldensleben investiert. Mit mehr als 3.000 Beschäftigten ist Hermes Fulfilment heute einer der bedeutendsten Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Hinter dem Online-Shopping verbergen sich komplexe logistische Prozesse. Der Reiz liegt darin, auf diese Vorgänge, die für den Besteller meist im Verborgenen ablaufen, einen fotografisch-künstlerischen Blick zu werfen.

Wir wollten natürlich auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, was er beim Shooting in Deutschlands größtem E-Commerce-Warehouse erlebt hat:

»Wir wurden sehr, sehr freundlich in Haldensleben empfangen und durften uns erstmal das  gesamte Logistikzentrum in Ruhe ansehen und die Motive ausloten. In diesem Fall gab es einige spannende Bilder, aber das Hauptmotiv war schnell gefunden: Der Blick auf die Hochregale!

Dabei gab es nur ein Problem: Die Pakete werden von rasenden knallgelben Robotern aus den Regalen geholt, die völlig unberechenbar und ständig durch die Gegend und damit durch das Foto flitzen würden – für das Bild in meiner Vorstellung völlig unmöglich.

Ich habe mir also ein Herz gefasst und den Abteilungsleiter gefragt, ob es möglich ist, das Lager für mein Bild still zu legen… Und tatsächlich hat er eingewilligt! Ich habe also meine Kamera aufgebaut und nach meinem Zeichen wurde alles für etwa fünf Minuten angehalten – es herrschte eine beinahe greifbare Spannung in dem gesamten Lager und ich war unglaublich nervös, denn: Diese Gelegenheit war absolut einmalig und dazu eine echte technische Herausforderung da es in dem Raum unglaublich finster war. Als alles wieder anlief wusste ich aber, dass ich meinen Schuss gemacht hatte.

Durch diese Chance mutig geworden, habe ich gefragt, ob ich auch zwischen zwei Regalen  fotografieren darf und auch das durfte ich. Es war unglaublich dunkel in dieser Bucht, ich konnte kaum die Hand vor Augen sehen – mir war also klar, dass ich lange würde belichten müssen. Tatsächlich wurde es dann eine Stunde Belichtungszeit, aber auch nur, weil wir im Nachbarregal das Licht anmachen konnten.

Diese lange Belichtungszeit jedenfalls bedeutete natürlich auch, dass das Regal entsprechend lange stillgelegt werden musste. Ich habe quasi bis zur allerallerletzten möglichen Sekunde belichtet, ehe der Schalter wieder umgelegt wurde und die Roboter wieder losflitzten. Tatsächlich sind wir regelrecht im Dauerlauf vor den Robotern her aus dem Regal gelaufen…

Das Superlativ bei Hermes zu fotografieren war auf jeden Fall ein ganz besonderes und tolles Erlebnis. Und eines noch: Die Dame von Hermes, die uns den ganzen Tag über begleitet hat, war so großartig, dass ich ihr hiermit den großen Fotografenverdienstorden verleihen möchte!«

* Wenn Sie mehr über Hermes Fulfilment in Haldensleben erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

 

Die Superlative im Fernsehen – Autorin Johanna Lepère im Gespräch

An einem Tag im September klingelte bei uns das Telefon, das Fernsehen war dran. Genauer gesagt: Fernsehautorin Johanna Lepère, die im Netz auf die Superlative aufmerksam geworden war. Und nun fragte, ob wir Lust dazu hätten, dass sie einen Beitrag über unser Projekt dreht.

Was darauf folgte, war eine spannende und aufregende Zeit, in der wir sehr viel telefonierten, uns besprachen, organisierten, terminierten und letztlich Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus dann Hauptperson und das fotogloria-Team Zaungäste bei dem Dreh sein durften.

Der Beitrag wurde dann übrigens im Rahmen des NDR-Magazins DAS! gezeigt (HIER geht es zur NDR-Mediathek und zu unserem Bericht) und drehen durften wir bei Aurubis in Hamburg, Deutschlands größtem Kupferproduzenten und -Recycler und bei der Tagesschau, Deutschlands erfolgreichster Nachrichtensendung (bei der wir dann natürlich sofort die Gelegenheit ergriffen und fürs Projekt fotografiert haben).

Wir haben Johanna Lepère gebeten, uns ein paar Fragen zu ihrer Arbeit zu beantworten:

Bitte stelle Dich und Deine »Mission« vor – wer bist Du, was ist Dein Job und warum machst Du genau diesen?
Ich bin Fernsehautorin bei den Vorabend-Magazinen des NDR. Hier arbeite ich insbesondere für die Sendung DAS!, die mir bei meinen Themen viel Spielraum lässt. Genau das liebe ich an meiner Arbeit: gestern noch mit Playmobil-Figuren das Thema Grundeinkommen in Bildern inszeniert, heute schon mit Christoph Morlinghaus und Team bei Aurubis unterwegs. Ich lerne fast täglich großartige Menschen und spannende Orte kennen.

Wie bist Du auf das Superlative-Projekt aufmerksam geworden und was hat Dich daran gereizt?
Über das Superlative-Projekt bin ich bei Facebook gestolpert und war sofort fasziniert von den gigantischen Fotos. Insbesondere die Tiefe darin und die merkwürdige Verlassenheit der fotografierten Orte hat mich angesprochen.

Wie bist Du inhaltlich an das Thema rangegangen?
Für mich ist immer besonders wichtig, ausführlich mit allen Projektbeteiligten zu sprechen und zu erfahren, was sie antreibt, wie es zu der Idee der Reihe »Superlative – made in Germany« kam. Und dann sind das Kamerateam und ich natürlich immer gerne so nah wie möglich an der Arbeit dran, um situative O-Töne einzufangen und zu sehen, wie Christoph Morlinghaus arbeitet. Über die Drehs bei Aurubis und der Tagesschau hat das wunderbar funktioniert. Ein abgesetztes Interview, das sich im Off über Sequenzen mit Christoph legen lässt, rundet das Ganze dann ab.

Wie viel Arbeit und vor allem auch welche steckt in dem dreieinhalb-Minuten-Beitrag?
Viel telefonieren, viel organisieren, sich sorgfältig Gedanken darüber machen, welche Fragen ich in welcher Situation stellen möchte. Das in diesem Fall massig vorhandene Drehmaterial sichten und kategorisieren, die besten O-Töne von Christoph raussuchen, die Bilder nach Einstellungsgröße und Tonqualität ordnen. Musik auswählen, die die Cutterin und ich dann im Schnitt unter den Beitrag legen. Sich ein Schnittkonzept überlegen: Wie will ich die Geschichte erzählen? Wann kommt welche Information in Bild und Text? Dann ab in den Schnitt. Dort vier Stunden lang mit der Cutterin Bild, meinen schon vorher skizzierten Sprechertext, Musik und Effekte zusammen setzen. Abnahme mit dem Redakteur, hier gibt es möglicherweise Korrekturen an Text und Schnitt. Der letzte Schritt: In der Mischung meinen Sprechertext einsprechen. Der Mischer bringt die Tonspuren ins richtige Verhältnis zueinander. Fertig! Insgesamt steckt in den 03:40 Minuten Beitrag dann bestimmt eine Woche Arbeit.

An welcher Geschichte arbeitest Du aktuell?
An einem Beitrag zum Thema Grundeinkommen. Dazu habe ich ein sehr spannendes Interview mit einer Grundeinkommens-Gewinnerin von der Plattform mein-grundeinkommen.de geführt.

Und zuguterletzt: Gibt es ein Thema, das Du schon immer mal realisieren wolltest?
Eine Dokumentation zum Thema „Was kommt nach #metoo?“

 

*HIER geht es zur NDR-Mediathek und zu unserem Bericht.

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Edda Fahrenhorst und Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.