G20 in Hamburg – das größte politische Gipfeltreffen Deutschlands

Die Bundesrepublik Deutschland hatte turnusgemäß im Jahr 2017 den Vorsitz der Gruppe der Zwanzig (G20), also der 20 größten Industrienationen und Schwellenländer inne. Der jeweilige Vorsitz lädt zu einem Gipfeltreffen auf höchster Ebene ein – 2017 fand das G20-Treffen Anfang Juli in Hamburg statt. 35 Delegationen mit 41 besonders zu schützenden Politikern und 6.500 Gästen nahmen teil. Rund 31.000 Polizisten wurden zum Schutz des Gipfels und der Stadt eingesetzt.

Wir wollten auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie es für ihn war, im Zuge des G20-Treffens zu fotografieren:

»Das G20-Superlativ hat sich für mich fast zufällig ergeben, fand es doch quasi vor meiner Haustür statt. Zuerst habe ich die ausgebrannten Autos fotografiert, an denen mich die Transformation interessiert und fasziniert hat und die rund um die Schanze zu finden waren. Am gleichen Tag, dem Freitag und Höhepunkt der Demos & Co. bin ich dann am Abend  durch die Straßen gelaufen und habe mich umgeschaut.

Am nächsten Morgen bin ich dann gegen 5 Uhr losgegangen, um meine Bilder zu machen. Kaum hatte ich die Kamera auf der Schanze aufgebaut, hat sich eine gefühlte Hundertschaft Polizisten ins Bild gestellt. Auf meine freundliche Bitte hin, sind sie aber tatsächlich für das Bild auseinander gegangen – das hat mich erstaunt und gefreut. Aber der offensichtlich Vorgesetzte hat dann trotzdem das Foto verhindert und für eine erneute Aufstellung in meinem Bild gesorgt.

Danach musste ich mich richtig beeilen, um mein Bild zu bekommen, denn die Straßenreinigung war unglaublich schnell und ruckzuck waren alle Spuren weggefegt.

Eine spannende Begegnung hatte ich bei der Gelegenheit: Durch Zufall habe ich Jeff Widener kennengelernt, der 1989 das berühmte Bild auf dem Platz des himmlischen Friedens gemacht hat…«

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.