Schlagwort-Archive: Superlative – Made in Germany

Einunddreißig »Superlative — Made in Germany«

Bis heute haben wir einunddreißig »Superlative – Made in Germany« in ganz Deutschland und aus den verschiedensten Themengebieten fotografiert***:

AIRBUS in Hamburg – Endmontage für das größte Passagierflugzeug der Welt, den A380
ATTA-HÖHLE in Attendorn – die größte Tropfsteinhöhle Deutschlands
AURUBIS in Hamburg – der größte Kupferproduzent und Kupferwiederverwerter Europas
AVG (Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln) in Köln – die durchsatzstärkste Müllverbrennungsanlage Deutschlands
CASINO BADEN-BADEN – das älteste Casino Deutschlands
CLAAS in Harsewinkel – der größte Landmaschinenhersteller Deutschlands
COMMERZBANK TOWER in Frankfurt – das höchste Gebäude Deutschlands
DEUTSCHES LUFT- UND RAUMFAHRTZENTRUM in Lampoldshausen – das Vinci-Triebwerk für die Ariane-2-Mission im Höhensimulationsprüfstand, der einzige in Deutschland
DOM TRIER – die älteste christliche Kirche Deutschlands
EMSFLOWER in Emsbüren – das größte Gewächshaus Deutschlands und Europas
EUROPEAN XFEL in Hamburg – der leistungsfähigste Röntgenlaser der Welt
FRAPORT in Frankfurt – die größte Flughafen-Gepäcklogistik Deutschlands
FRAUNHOFER IIS in Erlangen – das größte Schalllabor seiner Art Deutschlands
und Geburtsstätte des MP3-Formats
G20 in Hamburg – Deutschlands größter politischer Gipfel
GARZWEILER im Ruhrgebiet – das größte Braunkohlerevier Deutschlands
GLASHÜTTE LAMBERTS in Waldsassen– die größte Glashütte Deutschlands
GÜZ SCHNÖGGERSBURG – Deutschlands größtes Gefechtsübungszentrum
HELIOS ENDO-KLINIK in Hamburg – der größte Operationssaal Deutschlands
HERMES in Haldensleben – das größte E-Commerce-Warehouse Deutschlands
HOFBRÄU-FESTZELT in München – das größte Festzelt auf dem Oktoberfest
KINO LICHTBURG in Essen – das größte Kino in Deutschland
KOCHERTALBRÜCKE bei Geisslingen – die höchste Talbrücke Deutschlands
LANXESS-ARENA in Köln – die größte Mehrzweckhalle Deutschlands
LIEBEROSER WÜSTE – die größte Wüste Deutschlands
METROPOLITAN BACKLOT in Potsdam – die größte Außenkulisse Deutschlands
MEYER WERFT in Papenburg – die größte Werft Deutschlands
PHOENIX CONTACT in Blomberg – das leistungsstärkste Hochstromlabor Deutschlands
SYNLIGHT in Jülich – die größte künstliche Sonne der Welt
TAGESSCHAU in Hamburg – die erfolgreichste Nachrichtensendung Deutschlands
THERME ERDING – die größte Therme Deutschlands und Europas
ZENTRALMOSCHEE KÖLN – die größte Moschee Deutschlands

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus und organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne bei uns per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

***Diese Liste wird ständig aktualisiert, da wir laufend weiter fotografieren. Sollten einige der genannten Superlative noch nicht im Bild zu finden sein, so liegt das daran, dass die Farbnegativfilme gerade noch entwickelt, gescannt, bearbeitet und die Texte dazu geschrieben werden.

Aurubis – der größte Kupferproduzent Europas und Kupferrecyler der Welt

Kupfer leitet sehr gut Strom und Wärme, es ist korrosionsbeständig und hat einen antibakteriellen Effekt. In der Legierung mit Zink wird Kupfer zu Messing und in der Legierung mit (vor allem) Zinn wird aus Kupfer Bronze.

Mit diesen Eigenschaften gehört das Halbedelmetall – das übrigens zu den ältesten bekannten Metallen der Welt gehört und schon vor etwa 10.000 Jahren verarbeitet wurde – zu den Multitalenten unter den Metallen, das in der Anwendung in sehr vielen Bereichen des heutigen Lebens seinen Einsatz findet. Und nicht mehr wegzudenken ist: Elektrische Leitungen, Stromkabel, Cent-Münzen, Oberleitungen, Leiterplatten, Wasserrohre, Schaltkreise, Dächer, Transformatoren, Spulen und vieles mehr werden mit dem Werkstoff Kupfer hergestellt.

Um je nach Bedarf weiterverarbeitet zu werden, bedarf es allerdings als Ausgangspunkt möglichst reinen Kupfers. Und das wird im Hamburger Hafengebiet bei dem größten Kupferproduzenten Deutschlands und Europas, der Aurubis AG, erzeugt.

Der letzte Prozesschritt in der Kupferveredelung ist in dem Hamburger Traditionsunternehmen – das übrigens 1866 gegründet wurde – die Kupferelektrolyse. In den riesigen Becken findet die Feinreinigung des so genannten relativ unreinen Anodenkupfers statt und zwar mittels einer erwärmten schwefelsaueren Kupfersulfatlösung im Zusammenspiel mit elektrischem Strom. Der so entstehende chemische Prozess bewirkt, dass das Kupfer im ersten Schritt in Lösung geht und sich im zweiten Schritt als sehr reines Kuper in Form von Kathoden an Edelstahlplatten niederschlägt. Verunreinigungen und Begleitmetalle bleiben in Lösung oder sinken als Anodenschlamm nieder.

Das Ergebnis des Prozesses, der übrigens von dem Chemiker Emil Wohlwill entwickelt wurde und 1876 bei Aurubis – das damals noch Norddeutsche Affinerie hieß – weltweit erstmalig in einer dauerhaft arbeitenden Industrieanlage installiert wurde, ist Kupfer mit einer Reinheit von nahezu 100 Prozent. Genauer gesagt hat das  Kupfer aus dem Hause Aurubis einen Reinheitsgrad von 99,99 Prozent.

Da die Gewinnung von Kupfer aus der Erdkruste aber zunehmend komplexer wird, konzentriert sich Aurubis auf noch ein weiteres Geschäftsfeld: das Kupferrecycling. Denn Kupfer verbraucht sich nicht, es ist ohne Qualitätsverluste wiederherstellbar.

Auf dem Hof des Konzerns lagern entsprechend je nach Marktlage gewaltige Berge Kupferdrähte, Kupferbleche, Kupferabfälle und Altkupfer, die den gesamten Kupfererzeugungsprozess durchlaufen und am Ende wieder neu verarbeitet werden können.

Natürlich wollten wir auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie sein Besuch bei der Aurubis AG aussah:

»Ich war schon neugierig auf Europas größten Kupferproduzenten, den man sonst nur von der Autobahn aus in der Peripherie Hamburgs vorbeiziehen sieht. Und was aus dem Auto heraus schon groß aussieht, stellte sich in der Realität als eine sehr große, in sich geschlossene »Industriestadt« heraus und das nur eine erstaunliche und gute Viertelstunde von Hamburgs Zentrum aus entfernt…

Dort angekommen, wurden wir sehr freundlich in Empfang genommen, erstmal in alle Sicherheitsvorkehrungen eingeweiht und mit Schutzkleidung versorgt: Helm, Brille, Weste, Schuhe und Arbeitsanzug. Derart sorgfältig ausstaffiert haben wir das Equipment geschultert und uns auf den Weg in die Elektrolyse gemacht. Das hat etwas länger gedauert, denn es war Pflicht, sich immer mit einer Hand am Handlauf festzuhalten, entsprechend waren wir quasi einhändig, das ist bei 100 Kilo Equipment schon sportlich.

Die Elektrolyse-Halle jedenfalls war schon sehr beeindruckend und mein Motiv zu finden war entsprechend eine leichtere Übung, zumal extra für das Foto die Plane entfernt wurde, die sonst über den Becken ausgebreitet ist und ich so einen ungehinderten Blick hatte.

Das zweite Motiv habe ich dann auf dem »Schrottplatz« fotografiert, auf dem mal mehr und mal weniger Kupferschrott zwischengelagert wird und dort auf seine Weiterverarbeitung wartet. Zwar hatten wir nicht mehr sehr viel Zeit, aber auch hier haben mich die Motive fast angesprungen und ich habe das Bild in nur zwanzig Minuten geschossen und wir waren fast auf die Sekunde pünktlich fertig!«

* Wenn Sie mehr über die Aurubis AG in Hamburg erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Lanxess-Arena – die größte Multifunktionsarena Deutschlands

Seit knapp 18 Jahren verteidigt sie nun schon ihren Titel als größte Multifunktionsarena Deutschlands: Die Lanxess-Arena in Köln. Konzerte, Sportveranstaltungen, Tagungen – all das findet auf beeindruckenden 83.700 Quadratmetern regelmäßig in der Stadt am Rhein statt.

Wir haben Tomasz Grenke, dem Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Lanxess-Arena ein paar Fragen zu seinem Superlativ gestellt:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Lanxess-Arena ist Deutschlands größte und bestbesuchte Multifunktionsarena und rangiert seit 2010 auch unter den Top 10 der besucherstärksten Arenen weltweit. Nicht nur Konzerthighlights internationaler Mega-Stars wie beispielsweise Paul McCartney, Tina Turner, Adele, Lady Gaga, U2 oder Justin Timberlake und Beyoncé finden hier statt.
Auch als herausragender Schauplatz des Sports ist die Lanxess-Arena immer wieder Gastgeber von Events der höchsten Kategorie. So stellen der VfL Gummersbach sowie die Kölner Basketballer in der Lanxess-Arena Zuschauerrekorde in Serie auf und die Finalspiele der Handball-WM 2007 sorgten mit ihrer emotionalen Kulisse und ihrer Atmosphäre weltweit für Aufsehen. Das Velux EHF Final 4 etablierte sich seit 2010 zum größten Indoor Sport-Event Europas und als emotionale Heimat der Kölner Haie schreibt der Kölner Stimmungstempel ebenso Eishockey-Geschichte wie als Austragungsort der IIHF Eishockey Weltmeisterschaften 2001, 2010 und 2017.
Besonders die IIHF 2010 Weltmeisterschaft wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Während des Turniers kamen insgesamt 331.802 euphorische Zuschauer aus aller Welt in die Kölner Lanxess-Arena und verfolgten 29 spannende Spiele der 16 weltbesten Eishockey-Nationen. Doch nicht nur im Kölner Stimmungstempel  selbst, sondern auch medial erreichte die IIHF Weltmeisterschaft bemerkenswerte Reichweiten: Weltweit verfolgten 650 Millionen Zuschauer in 100 Ländern die Begegnungen der 15 Spieltage live.
Neben Sport- und Entertainment-Events beherbergt die Lanxess-Arena auch internationale Konferenzen und Versammlungen sowie Jubiläen, Präsentationen und Hauptversammlungen der größten Wirtschaftsunternehmen. Durch die Auswahl an entsprechenden Räumlichkeiten mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, wie dem Backstage Restaurant, dem Henkelmännchen oder der gesamten Arena, sind Veranstaltungen wie Aufsichtsratssitzungen, Kongresse oder Betriebsfeiern mit einer Teilnehmerzahl von 50 bis zu 20.000 Personen möglich. Nicht selten finden verschiedene Großveranstaltungen an aufeinander folgenden Tagen statt.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlative wissen.
Deutschlands größte und bestbesuchte Multifunktionsarena verfügt über 18.000 Sitzplätze, 83.700 Quadratmeter Nutzfläche, Großleinwände für direkte Videoübertragungen, Restaurant, Bistro, Bars, Shops und natürlich modernste Bühnen-, Ton- und Lichttechnik.
Darüber hinaus beherbergen wir 60 Club-Logen mit acht, zehn oder zwölf Sitzplätzen und 100 Club-Boxen mit vier oder sechs Sitzplätzen. Den Club-Mitgliedern bietet die Lanxess-Arena umfangreiche Werbeleistungen.
Die Kapazität der Lanxess-Arena variiert zwischen 3.000 und 8.000 und in der kleinen Variante bis zu 20.000 Zuschauer in der Full-House Bespielung.
Die Bühne kann individuell, je nach Wunsch des Veranstalters, entweder als Centerstage oder Endstage genutzt werden.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Schon Mitte der 80er Jahre wünschten sich die Kölner eine »neue Veranstaltungshalle«. Über zehn Jahre mussten sie warten. Und dann wurde im Oktober 1998 in Köln nicht etwa irgendeine neue Halle eröffnet, sondern Deutschlands größte und modernste Arena. War auch der Standort für diese innerhalb Kölns zunächst strittig, so war man sich über eines immer einig: Das geplante Projekt durfte die städtische Kasse nicht belasten, es musste ein privater Investor gefunden werden. Entsprechende Bemühungen mündeten 1989 in mehrere Angebote – darunter so gewaltige Baupläne, dass in Köln gar kein geeigneter Platz zu finden gewesen wäre. Nach einem Tauziehen zwischen den jeweiligen Befürwortern der einzelnen Modelle schien 1989 die Entscheidung gefallen: Der Kölner Rat votierte für den Bau des »EuroPalastes« der »Initiative Kölner Mehrzweckhalle«.
Doch schon kurze Zeit später die Wende: Die hier beteiligte Strabag Bau AG zog ihr Vorhaben zurück. Der Frankfurter Baukonzern Philipp Holzmann AG präsentierte seine Pläne. Das von ihm beauftragte Kölner Architekturbüro Böhm legte einen Entwurf vor, wie die vom Friedrichshafener Architekt Wund geplante Arena ins Kölner Stadtbild integriert werden könnte. Der von der Presse als »Ei des Kolumbus« bezeichnete Clou: Das große Oval der Halle wurde auf dem ehemaligen Deutzer Festplatz in einen künstlichen Hügel eingebettet, durch den auch die Opladener Straße führen sollte.
Dieses Konzept überzeugte die Verantwortlichen: 1991 entschied die Verwaltung zugunsten des Holzmann-Projekts »Kölnarena«. SPD, CDU und FDP gaben im Rat ihre Zustimmung zur Errichtung der »Mehrzweckhalle« in Deutz. Mit dem Baukonzern wurde die Rahmenvereinbarung über den Bau der Lanxess-Arena und den Verkauf der Grundstücke an den Investor und Bauherrn »Immobilienfonds Köln-Deutz Arena und Mantelbebauung GbR« beschlossen.

Die Kölnarena Management GmbH, die als Betreibergesellschaft für den Betrieb und die Vermarktung der Halle verantwortlich zeichnet, wird von der durch Privatinvestoren gegründeten Kölnarena Beteiligungs GmbH getragen. Der Kölner Unternehmer Ralf Bernd Assenmacher ist Geschäftsführender Gesellschafter der Kölnarena Beteiligungs GmbH sowie Vorsitzender der Geschäftsführung der Kölnarena Management GmbH. Weiterer Geschäftsführer ist Herr Stefan Löcher.

Am 28. Juni 1996 überreichte der damalige Oberstadtdirektor Lothar Ruschmeier die Baugenehmigung für das ausschließlich privat finanzierte Lanxess-Arena-Projekt; im Juli wurde der erste Spatenstich getan: Der Bau der langersehnten Lanxess-Arena begann. Neben ihr entstand als Mantelbebauung der Bürokomplex »Rathaus Deutz«, den als Hauptmieterin die Stadt Köln mit rund 3.000 Verwaltungsmitarbeitern bezog.

Heute ist die Lanxess-Arena nicht nur die größte und bestbesuchte Multifunktionsarena Deutschlands, sondern auch weltweit eine der führenden Arenen.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?

Uns hat Ihr Projekt und die Idee dahinter sofort angesprochen. Wir fühlen uns geehrt und freuen uns sehr darüber, dass Sie uns für Ihr Projekt »Superlative – Made in Germany« ausgewählt haben und wir ein Teil des Gesamtbildes des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stands Deutschlands sein dürfen.

Selbsverständlich wollten wir auch von Christoph Morlinghaus wissen, wie das Superlative-Shooting in Köln für ihn war:

»Die Lanxess-Arena stand auf meiner Superlative-Wunschliste ganz weit oben: mich fasziniert der Bau und meine Idee dazu war, in dieser imposanten Halle eine konzentrierte Konzertatmosphäre einzufangen.

Das stellte sich als eine echte Herausforderung heraus, denn die Lichtshow während des Konzertes – gespielt hat Schiller – war von schnellen und hellen Lichtwechseln geprägt. Und natürlich durfte kein Spot direkt ins Objektiv fallen, denn dann wäre das Bild sofort hin gewesen. Ich stand also neben der Kamera und habe quasi jeden Lichtstrahl argwöhnisch und einzeln verfolgt. Sobald die direkte Einstrahlung drohte, habe ich sofort einen Schieber vor die Optik gehalten…

Dazu kam außerdem noch zweierlei: Erstens, dass ich die Belichtungszeit bei der ständig wechselnden Lichtsituation bestenfalls grob schätzen konnte. Und zweitens, dass die Kamera total vibriert hat – die Bässe haben derartig gewummert, dass sich das bis auf die Balustrade übertragen hat, auf der wir standen.

Das alles zusammen hat mich schon zweifeln lassen, ob auf dem Bild überhaupt irgendetwas zu sehen und scharf sein würde. Aber es hat funktioniert.«

 

* Wenn Sie mehr über die Lanxess-Arena in Köln erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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AVG – die durchsatzstärkste Müllverbrennungsanlage Deutschlands in Köln

Viele Millionen Tonnen Müll werden in Deutschland jedes Jahr produziert, Tendenz steigend. Doch wohin mit den Müllbergen? Es gibt verschiedene Ansätze zur Verwertung – wir waren bei der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln, der AVG Köln zu Gast und haben den Pressesprecher Tilo Dumuscheit gebeten, uns etwas über sein Unternehmen, der durchsatzstärksten Müllverbrennungsanlage Deutschlands, zu erzählen

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die AVG Köln ist ein mittelständisches Unternehmen der Abfallbranche, das gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften eine Vielzahl von Dienstleistungen rund um die stoffliche (Recycling) und thermische (Verbrennung) Verwertung für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köln wie für die ansässigen Gewerbebetriebe und die Industrie anbietet. Ihre Tätigkeit ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt und unseres Klimas.

Die Restmüllverbrennungsanlage heißt übrigens so, weil wir den Restmüll aus den privaten Haushalten und Reste aus Gewerbe- und Baumischsortieranlagen hier verarbeiten. Stofflich verwertbare Bestandteile des Abfalls.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Größe: 300 m lang und 110 m breit; inkl. Containerkran 150 m breit
Einzigartig: Stimmiges architektonisches Konzept für den gesamten Standort
Energieabgabe in das öffentliche Netz 2016: 363.000 MWh als Strom und Dampf; reicht aus, um 250.000 Menschen mit Strom zu versorgen, ein Viertel der Kölner Bevölkerung. Damit zählt sie zu den drei größten Anlagen in Deutschland, die Energie aus Abfall produzieren.
Produktion von »grüner« Energie, da rund 50 Prozent des Abfalls aus erneuerbaren Energieträgern besteht
Einsparung an Kohlendioxid 2016: 155.000 t; durch hohen Anteil erneuerbarer Energieträger, die klimaneutral sind, und durch die Substitution fossiler Brennstoffe
Verbrennungsmenge 2016: 736.000 t
Einzigartig: Eine der größten Sortieranlagen integriert in die Restmüllverbrennungsanlage. Durchsatzleistung entsprechend der Verbrennungsmenge deutlich über 700.000 t jährlich
Hohe Zuverlässigkeit der Anlage – geringe Stillstandszeiten (beste Verfügbarkeit weltweit)
Ein wichtiger Grund: Motivierte Betriebsmannschaft
Weiterer Grund: Qualitativ hohe technische Standards bereits beim Bau der Anlage.
Weiterer Grund: spezielles vorbeugendes Instandhaltungskonzept
Beste Abgasreinigung in Deutschland.
Wir unterschreiten die gesetzlichen Vorgaben massiv. Eine Reihe von Emissionswerten wie für Dioxine und Furane sind nicht nachweisbar.
Wir machen die Luft sauber. Das Abgas aus dem Kamin ist sauberer als die Umgebungsluft. Generell sind Müllverbrennungsanlagen in Deutschland Saubermachanlagen.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Es geht uns nicht um Superlative, sondern um die Qualität unserer Arbeit, die dazu geführt hat, dass wir zu den besten Müllverbrennungsanlagen der Welt zählen. Durch gezielte Modernisierungen und Optimierungen des Anlagenbetriebes haben wir die Leistungsfähigkeit stetig verbessert.
Ziel ist es ein verlässlicher Partner der Stadt Köln zu sein und den Ansprüchen der Wachstumsregion Köln/Rheinland auch künftig gerecht zu werden.

Wir freuen uns übrigens über Besucher. Ihnen zeigen wir gerne, was wir hier machen. Jedes Jahr führen wir 4.000 bis 5.000 Besucher in kleinen Gruppen durch die Restmüllverbrennungsanlage. Darunter befinden sich eine Reihe von ausländischen Delegationen, die sich über Abfallwirtschaft in Deutschland informieren möchten.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Es ist unser Anspruch, uns mit den Besten zu messen.

Und natürlich haben wir auch Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus nach seinen Erlebnissen bei der AVG befragt:

Womit ich wirklich nicht gerechnet hatte, war die schon beinahe wagneranische Wucht des Müllbunkers. Diese Müllmengen in diesem brutalistischen Betonsammelplatz sah mehr aus wie eine moderne Kirche, denn eine Müllverbrennungsanlage. Diese kathedralenhafte Wirkung wurde während wir dort waren auch noch durch die verschiedene Lichteinstrahlung, die Staubfontänen und beides zusammen verstärkt. Absolut faszinierend!

Inhaltlich – auch wenn im Bild nicht ganz so – ebenso faszinierend finde ich, dass in der Anlage so viel Ingenieurskunst steckt, dass aus dem ganzen Müll und dem Verbrennungsprozess alle Giftstoffe derart ausgefiltert werden, dass nach der Abgasreinigung die Luft sauberer ist, als unsere Umgebungsluft.

Das spätestens hat mich mal wieder daran erinnert, in was für einem fortschrittlichen Land wir eigentlich leben. Ich habe lange im Ausland gelebt, zuletzt in den USA, und nirgends gibt es Vergleichbares. Sogar ganz im Gegenteil, der Müll wird andernorts ganz oft einfach in die Landschaft gekippt.

Der Besuch bei der AVG war also aus vielen Gründen wirklich toll, aber vor allem auch, weil wir hier unfassbar freundlich, professionell und hilfsbereit empfangen wurden. Und eine Sache habe ich außerdem gelernt: Müllarbeiter sind wirklich lustige Leute…

* Wenn Sie mehr über die AVG Köln erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

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Synlight – die größte künstliche Sonne der Welt

149 Strahler lassen beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Jülich eine Lichtintensität entstehen, die mindestens dem 10.000-fachen der natürlichen Sonnenstrahlung auf der Erdoberfläche entspricht.

»Synlight«  bietet damit die weltweit einmalige Testmöglichkeit für Wissenschaft und Wirtschaft aus den Bereichen der solaren Chemie, der solarthermische Kraftwerksbranche und der Raumfahrt.

Wir haben Michel Winand, den Pressesprecher von »Synlight« gebeten, uns mehr über Synlight wissen zu lassen:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Darüber hinaus ist das DLR im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem sind im DLR zwei Projektträger zur Forschungsförderung angesiedelt.
Das DLR erforscht Erde und Sonnensystem, es stellt Wissen für den Erhalt der Umwelt zur Verfügung und entwickelt umweltverträgliche Technologien für Energieversorgung,
Mobilität, Kommunikation und Sicherheit.
Sein Portfolio reicht dabei von der Grundlagenforschung bis zur Entwicklung von Produkten für morgen. Das DLR betreibt Großforschungsanlagen für eigene Projekte und als Dienstleister für Partner in der Wirtschaft. Darüber hinaus fördert es den wissenschaftlichen Nachwuchs, berät die Politik und ist eine treibende Kraft in den Regionen seiner 20 Standorte.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Das DLR-Institut für Solarforschung startete am 23. März 2017 den Betrieb des Hochleistungsstrahlers Synlight, eine bisher in der Welt einmalige Anlage. Jeder einzelne der 149 Strahler hat die Lichtleistung eines Großkino-Projektors. Gemeinsam erzeugen sie eine Lichtintensität, die mindestens dem 10.000-fachen der natürlichen Sonnenstrahlung auf der Erdoberfläche entspricht. Der Schwerpunkt in den nächsten Jahren wird auf der Entwicklung von Herstellverfahren für solare Treibstoffe liegen. Aber auch Forscher und Industrieunternehmen der solarthermischen Kraftwerksbranche oder aus der Luft- und Raumfahrt werden in Synlight ideale Bedingungen für Tests an Komponenten realer Größe vorfinden.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Der Superlativ »größte künstliche Sonne« ergab sich eher zufällig aus den Anforderungen an die Anlage, die eine Zwischenstufe in der Entwicklung von solaren Anwendungen darstellt. Synlight verbindet die Forschung im Labormaßstab mit der Anwendung im Solarturmkraftwerk.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Das Projekt »Superlative – Made in Germany« hat das Potential zu inspirieren. Und zwar diejenigen zu inspirieren, die vielleicht jetzt noch die Schulbank drücken und in ein paar Jahren die Wissenschaftler von morgen sind.

Natürlich wollten wir auch von Christoph wissen, wie sich die größte künstliche Sonne Deutschlands fotografieren ließ:

»Die gesamte Anlage war etwas ganz Neues für mich, etwas ähnliches habe ich vorher noch nicht gesehen und war fasziniert: Diese Menge an silbernen, schönen und sich wiederholenden Strahlern, die auf den ersten Blick an das Facettenauge eines Insekts erinnern… Fotografisch ein absoluter Traum.

Und auch sonst war der Termin richtig gut: Ich durfte mich frei bewegen und kontte so ganz entspannt arbeiten, wurde auch sonst bestens versorgt und zu allem Überfluss habe ich Herrn Winand sogar meine kleine Kamera in die Hand gedrückt, damit er ein paar Making-Ofs macht. War super!«

* Wenn Sie mehr über Synlight erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist  von Christoph Morlinghaus und Michel Wienand (Vielen Dank!)  und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Airbus – Sektionsmontage des größten Flugzeuges der Welt in Hamburg

Nicht wenige Hamburger erinnern sich an jenen Tag Ende August 2005, als das größte Passagierflugzeug der Welt das erste Mal über die Stadt flog. Und an den Tag im November desselben Jahres, als es dann das erste Mal landete. Das Ziel: Das Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder. Zweieinhalb Stunden zuvor war der A380 im französichen Toulouse gestartet, um von Stund an in der Hansestadt in Serie lackiert und mit Sitzen versehen zu werden.

Der A380 ist ein europäisches Vorzeigeobjekt par excellence, eine Gemeinschaftsproduktion, an der neben Deutschland und Frankreich auch Werke in Großbritannien und Spanien beteiligt sind – so kommen etwa die Flügel aus dem britischen Broughton, die Flugsteuerung aus Toulouse, das Seitenleitwerk aus Stade, die Rumpfsektion 18, die Bugsektion 13 und ein Teil der Sektion 15 aus Hamburg oder das Höhenleitwerk aus dem spanischen Getafe. Die Komponenten werden aus den verschiedenen Standorten per Schiff oder Flugzeug nach Toulouse gebracht, wo dann die Endmontage stattfindet. Um dann wieder nach Hamburg zu fliegen, wo der Riese mit der Innenausrüstung der Kabine versehen und lackiert wird – erst dann erfolgt die Auslieferung an die Kunden in Europa oder dem Nahen Osten. Apropos Kunden: Im Jahr 2007 wurde der erste fertige A380 an Singapore Airlines ausgeliefert.

Die Geschichte des A380 geht indes bis in die 1980er Jahre zurück, in denen eine erste Machbarkeitsstudie zu einem Flugzeug in der Größenordnung angefertigt wurde. Über die Jahre nahmen sowohl die Pläne dafür, als auch die Marktsituation derart gestalt an, dass Airbus im Jahr 2001 mit der Konstruktion begann. Bis heute, also 16 Jahre später, wurden 210 Maschinen in alle Welt ausgeliefert, weitere 100 Bestellungen warten darauf, in den Werken Europas gefertigt zu werden.

Bei einem Preis von etwa 430 Millionen US-Dollar pro Flieger kann man sich also in etwa vorstellen, das Konstruktion, Teileanfertigung und Sektionsmontagen einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor für die jeweiligen Produktionsstätten darstellen. Alleine in Hamburg-Finkenwerder hat das Werk – das neben der Sektionsmontage des A380 auch noch an weiteren Flugzeugreihen mitwirkt – 12.500 Mitarbeiter. Damit ist Airbus nicht nur federführend für die Sektionsmontage des größten Flugzeuges der Welt, sondern auch der größte Flugzeugbauer Deutschlands. Ein echtes Superlativ – Made in Germany.

Natürlich wollten wir auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie es für ihn war, bei Airbus zu fotografieren:

»Zuerst einmal war ich ausgesprochen glücklich, dass Airbus zugesagt hat! Es ist seit Jahren mein Traum, dort zu fotografieren und bislang wurde noch jede Fotoanfrage meinerseits abgelehnt. Umso begeisterter war ich, dass wir dort für die Superlative fotografieren durften!

Tatsächlich habe ich mich dann am ersten Tag in den Werkshallen gefühlt, als würde Ostern Weihnachten und mein Geburtstag auf einen Tag fallen – mich haben die Motive quasi angesprungen, ich wusste gar nicht, wo ich anfangen und wo ich aufhören sollte. Wir durften knapp zwei Tage fotografieren, aber ich hätte noch viel, viel mehr Zeit dort verbringen können.

Die Fotos tatsächlich zu machen war allerdings nicht so einfach, denn in der gesamten Halle ist immer viel Bewegung. Das scheint auf den ersten Blick nicht so, weil alles so groß und damit unbeweglich erscheint. Aber es herrscht in der tat ein ständiger Wechsel und das ist bemerkenswert.

Bemerkenswert sind auch die Atmosphäre und Ausgestaltung der Hallen: Alles ist sehr sauber, hell, die Farben sind aufeinander abgestimmt und es ist bemerkenswert ruhig. Mich hat alles dort an das Kennedy Space Center in Miami erinnert, also eher an ein Labor, als an eine Schwerindustriemontage.

Alles in allem war es einfach toll, das alles mal zu sehen. Und ich darf tatsächlich nochmal wiederkommen – das werde ich sicher gerne in Anspruch nehmen!«

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL bei uns. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne im Vorfeld bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

 

European XFEL – der leistungsfähigste Röntgenlaser der Welt

Der European XFEL ist nicht nur ein »Superlativ – Made in Germany«, er ist auch der größte und leistungsfähigste Röntgenlaser der Welt. 11 Länder sind an seinem Bau beteiligt, die über eine Milliarde Euro investieren und am 1. September 2017 wird die Anlage für ungezählte internationale Gastwissenschaftler in Betrieb genommen.

Mit am Erstaunlichsten daran ist, dass sich dieses gewaltige Forschungsvorhaben über 3,4 Kilometer Länge durch den Untergrund von Hamburg und der angrenzenden Metropolregion zieht: In bis zu 38 Metern Tiefe werden damit in Zukunft Elektronenpakete beschleunigt, so dass diese laserartige Röntgenblitze erzeugen, um Erkenntnisse über atomare Details von Viren und Zellen zu gewinnen – unter Straßen und Häusern, unter dem Hamburger Leben und Alltag. Es können darüber hinaus dreidimensionale Aufnahmen aus dem Nanokosmos entstehen, chemische Reaktionen gefilmt und Vorgänge wie die im Inneren von Planeten untersucht werden.

Wir haben Dr. Frank Poppe von der European XFEL-Öffentlichkeitsarbeit gebeten, uns einige Hintergrundinformationen zu dem Röntgenlaser wissen zu lassen – European XFEL ist übrigens die Kurzform von »European X-Ray Free-Electron Laser Facility«:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Mit dem European XFEL entsteht eine einzigartige Forschungsanlage in der Metropolregion Hamburg. Ab 2017 werden hier extrem intensive Röntgenlaserblitze erzeugt, mit denen Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt den Nanokosmos erkunden können.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Gesamtlänge: 3,4 Kilometer
Tunneltiefe: 6 bis 38 Meter
Beschleuniger: Linearbeschleuniger (1,7 km), der Elektronen auf Energien von 10 bis 17,5 Milliarden Elektronenvolt bringt, ausbaubar auf 20 Milliarden Elektronenvolt
Anzahl der Röntgenlaserlitze pro Sekunde: 27 000
Wellenlängen: 0,05 bis 4,7 Milliardstel Meter (Nanometer)
Kürzeste Dauer: wenige Billiardstel Sekunden (Femtosekunden)

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Baubeginn der Anlage war 2009 mit dem Ziel, eine weltweit führende Forschungsanlage zu errichten.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Besonders interessant ist die Verbindung von technischen Superlativen mit einem künstlerischem Ausdruck der Bilder, durch den sich neue Sichtweisen ergeben können.

Ebenjene neuen Sichtweisen waren es auch, die Superlative-Fotografen Christoph Morlinghaus beim European XFEL gesucht hat:

»Es war nicht einfach, die Größe des gesamten XFEL-Unterfangens auf ein Bild zu bekommen. Entprechend war ich vor allem froh, dass das Team um Frank Poppe es uns ermöglicht hat, einen intensiven Rundgang vor dem eigentlichen Shooting zu machen. Wir waren bei der Vorbesichtigung lange auf dem Gelände und in den Tunneln – die ja zu dem Zeitpunkt noch nicht in Betrieb waren – unterwegs. Und das immer mit Helm, gelben Gummistiefeln und mit einem ziemlich schweren Selstrettergerät für den Notfall im Gepäck.

Beeindruckt am European XFEL haben mich dabei vor allem zwei Dinge: 1. In den Tunneln stehen, auf Stahl und Beton und das viele Meter unter der Erde, kilometerlang und schränkeweise Präzisionsgeräte – die Tunnel sind voll mit exaktem, hochkomplizierten und komplexen High-Tech. Und 2. ist die Halle »HERA-Süd« sehr besonders – als ehemaliges Experimentiergebäude des im Sommer 2007 stillgelegten DESY-Teilchenbeschleunigers HERA, ist sie nun teils Lagerhalle für zu verbauende Teile, teils Forschungsstätte, teils Schaltzentrale des European XFEL-Baus. Die fast schon apokalyptisch anmutende Halle ist ebenso voll mit High-Tech wie die Tunnel: kilometerlange Kabel-Landschaften ziehen sich an den Wänden entlang, mittendrin steht auch mal ein Reinraum und Kisten und Kästen mit technischem Inhalt sind überall gestapelt. Und mittendrin gibt es immer wieder zutiefst menschliche Einblicke, so sitzen etwa Stoff-Rentier und Spiderman friedlich vereint auf einem der Reinräume.

Nach dem Rundgang habe ich dann entschieden, sowohl HERA als auch die Tunnel zu fotografieren. Das eine als Teil des Ursprungs vom European XFEL und die schier unendlich wirkenden Tunnel natürlich als Kernstück der Anlage.

Was ich an den Bildern vor allem mag ist, dass es sowohl die Halle bald so in ihrer Funktion nicht mehr gibt, als auch dass die Tunnel ab nächstem Jahr nicht mehr zu betreten sein werden. Ich durfte mit dem European XFEL also für die »Superlative – Made in Germany« ein Stück Forschungsgeschichte, ein Stück Vergangenheit und ein großes Stück Zukunft gleichzeitig fotografieren.«

Die Bilder aus dem European XFEL in der Metropolregion Hamburg:

 

* Wenn Sie mehr über den European XFEL erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Fraport – die größte Flughafen-Gepäcklogistik Deutschlands in Frankfurt

Wer kennt das nicht: Der erste Urlaubstag, die Koffer sind gepackt und wie immer riesig und sehr, sehr schwer. Sobald sie allerdings auf dem Fließband der Fluggesellschaft ihre scheinbar selbständige Reise in den Flieger antreten, ist der Passagier um viele Kilo erleichtert, kann entspannt losfliegen und sein Gepäck am Urlaubsort wieder in Empfang nehmen.

Doch wohin fahren eigentlich die Koffer auf den Fließbändern? Und wie findet jedes Gepäckstück das richtige Flugzeug? Um diese Fragen zu beantworten, durften wir einen Blick in die größte Gepäcklogistik am Frankfurter Flughafen werfen und der logistischen Meisterleistung nachspüren, die auf einer Länge von unterirdischen 80 Kilometern täglich bis zu 120.000 Gepäckstücke transportiert.

Wie genau das funktioniert haben uns Sandy Chen und Roy Watson aus der Unternehmenskommunikation des Unternehmens Fraport erzählt.

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Fraport AG ist ein Full-Service-Anbieter im Airport-Management und gehört mit 24 Flughafen-Beteiligungen auf drei Kontinenten zu den international führenden Unternehmen im Airport-Business. Der Konzern erwirtschaftete 2,59 Milliarden Euro Umsatz in 2016 und im gleichen Jahr nutzten insgesamt knapp 105 Millionen Passagiere die Flughäfen mit einem Fraport-Anteil von mehr als 50 Prozent.

Am Heimatstandort Frankfurt begrüßten wir im Jahr 2016 mehr als 60 Millionen Passagiere und schlugen ein Cargo-Volumen von rund 2,11 Millionen Tonnen um. Im Sommerflugplan 2017 fliegen 96 Airlines von Frankfurt weltweit 299 Destinationen in rund 100 Ländern an. Mit über 130 interkontinentalen Destinationen liegt der Großteil aller Ziele außerhalb Europas, was die Stellung Frankfurts als bedeutendes internationales Luftverkehrsdrehkreuz hervorhebt. Dadurch steht der Flughafen Frankfurt im Bereich Cargo auf Platz zwei und im Passagierverkehr an vierter Stelle im Ranking der europäischen Airports.

Die Airport-City Frankfurt ist darüber hinaus mit annähernd 81.000 Beschäftigten in etwa 450 Unternehmen die größte lokale Arbeitsstätte in Deutschland und attraktiver Anziehungspunkt für weitere Unternehmen im ökonomisch bedeutsamen Rhein-Main-Gebiet. Durch die Synergie-Effekte des Standorts, die vernetzte Expertise und die intermodale Infrastruktur deckt der Flughafen Frankfurt die steigenden Bedürfnisse der florierenden hessischen und der exportorientierten deutschen Wirtschaft nach optimalen Verbindungen an die globalen Wachstumsmärkte.

Damit ist der Flughafen Frankfurt in der Mitte Europas eines der bedeutendsten Luftverkehrsdrehkreuze der Welt und wichtige Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Als größter Flughafen Deutschlands fertigen wir am Frankfurter Flughafen an Spitzentagen bis zu 120.000 Gepäckstücke ab. Auf den rund 80 km langen Transportbahnen der computergesteuerten Gepäckförderanlage rast das Gepäck dann mit bis zu 18 km/h durch die langen Tunnel in den Tiefgeschossen. Pro Stunde sortiert die Gepäckförderanlage dabei bis zu 13.000 Gepäckstücke. Jedes von ihnen liegt einzeln in einer codierten Wanne, die durch ein Labyrinth von Tunneln im Keller der Terminals und unter dem Vorfeld zwischen Terminal und Flugzeugen auf Schienen und Bändern hin und her geschickt werden. Dabei besitzt die Gepäckförderanlage eine Zuverlässigkeitsrate von 99.6% – bei einem System dieser Größe und Komplexität praktisch rekordverdächtig.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?

Seit über 40 Jahren arbeitet die Gepäckförderanlage am Flughafen Frankfurt bereits zuverlässig hinter den Kulissen der Terminals. Natürlich ist sie mit jeder Erweiterung der Flughafeninfrastruktur ebenfalls ausgebaut worden und hat sich zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für die effiziente und pünktliche Bewältigung des Gepäcks in FRA entwickelt. Entsprechend setzen wir beim Gepäckmanagement auf kontinuierliche Effizienzsteigerung und Verbesserung unserer Technik und Prozesse, zum Beispiel durch den Ausbau und die Weiterentwicklung unserer »Self-Bag-Drop-off«-Anlagen.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?

Die wenigsten Passagiere kennen die Dimension und Komplexität unserer Gepäckförderanlage. Dabei ist die Gepäckabfertigung eines der hervorstechendsten Wettbewerbsmerkmale eines Flughafens und gehört zu unseren Kernkompetenzen. Denn der hohe Anteil an Umsteigergepäck mit 59% des Gepäckaufkommens stellt eine besondere logistische Herausforderung dar. Die Position als Deutschlands größtes Luftverkehrsdrehkreuz haben wir somit auch unserer Gepäckförderanlage zu verdanken.

Wir wollten selbstverständlich auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wir es für ihn war, am Frankfurter Flughafen zu fotografieren:

»Einen Blick in die Tiefgeschosse des Frankfurter Flughafen werfen zu dürfen ist schon etwas besonderes: Das System hat 80 Kilometer Länge – die allerdings nicht komplett auf einem Foto abzubilden sind – und die Koffer rauschten nur so an uns vorbei.

Schon bei der Vorbesichtigung hatte ich die große Anzeigentafel entdeckt und das sollte mein Hauptmotiv werden, da das komplexe logistische System besser nicht zu zeigen ist. Außerdem hatte die Tafel einfach sehr schöne Farben…

Das zweite Bild habe ich in den Tiefen der Frankfurter Gepäcklogistik gemacht – ich war selten an einem Ort, wo es so laut und heiß ist wie dort. Um das Bild zu bekommen, musste ich auf eine recht halsbrecherische Kletterpartie gehen, aber ich wollte unbedingt die Tiefe zeigen und das ging eben nur so.

Unser Termin war zeitlich leider etwas limitiert (auch wenn wir schon einige Stunden dort waren), aber die Tiefgeschosse der Gepäcklogistik sind so faszinierend, dass ich noch sehr viele Bilder hätte machen können, die Motive haben mich dort unten regelrecht angesprungen. Aber wer weiß, vielleicht ergibt sich ja eines Tages nochmal die Möglichkeit.«

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit.

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Metropolitan Backlot – die größte Außenkulisse Europas in Potsdam

Auf 15.000 Quadratmetern lässt sich jede Stadt der Welt nachbauen – Metropolitan Backlot ist als Teil des Studios Babelsberg die größte Außenkulisse Deutschlands in Potsdam. Wir haben Eike Wolf, den Leiter Studiobetrieb und Marketing gebeten, uns ein wenig mehr über die neue Kulisse zu erzählen:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Das Studio Babelsberg ist das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt (gegründet wurde es 1912). Heute zählt Studio Babelsberg zu den führenden Standorten für die Herstellung von Spielfilm- Fernseh- und Werbeproduktionen in Europa. Das Studio sieht sich heute als Produktionsdienstleister und sogenannter »One-Stop-Shop« für deutsche und internationale Filmproduktionen. Mit einem einzigartigen Angebot in Deutschland deckt das Studio alle Phasen und Bereiche der Filmproduktion an einem Standort ab. 20 hochmoderne Ateliers und Studios, diverse Außenkulissen auf über 169.000m² und attraktive Drehorte in der Hauptstadtregion mit all seinen Angeboten und Verbindungen bieten optimale Bedingungen. Die international erfahrenen Film-Crews von Studio Babelsberg Motion Pictures und die erstklassigen Kulissenbauer und Produktionsdesigner des Art Departments zählen zu den besten der Welt.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Die Außenkulisse »Metropolitan Backlot / Neue Berliner Straße«, ist eine der größten und modernsten Außenkulissen Europas für Film-, TV- und Werbeaufnahmen. Die Außenkulisse befindet sich auf einem über 15.000 m² großen Gelände in unmittelbarer Nähe des Filmstudios inklusive seiner Büro- und Funktionsräume sowie Werkstätten. Mit vier Straßenzügen in unterschiedlichen Architekturstilen und mehreren Innenhöfen lässt sich das flexible modulare Backlot in jede Metropole der Welt umwandeln. Durch Zunahme von Green- und Bluescreen-Elementen lässt sich die Außenkulisse digital erweitern und verändern.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Unsere neue Außenkulisse ist weltweit einzigartig – wenn man drin steht, weiß man was »superlativ« bedeutet. Und sie ist »Made in Germany – by Babelsberg!«

Selbstverständlich haben wir auch Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus darum gebeten, uns über seinenTag im »Metropolitan Backlot« zu erzählen:

»Es war schon immer ein grpßer Traum von mir, in Babelsberg zu fotografieren, also haben wir beim Studio in Potsdam angefragt. Durch Zufall wurde gerade in den Tagen, als wir auf der  ersten Superlative-Tour quer durch Deutschland unterwegs waren, die neue Außenkulisse – Metropolitan Backlot – fertig und wir bekamen die Erlaubnis, übers Wochenende für zwei Tage zu fotografieren.

Ich glaube, wir waren mit die Ersten, die überhaupt dort arbeiten durften, wahrscheinlich hätten wir später auch gar keine Chance mehr gehabt, da die Straßenzüge der Kulisse dauerhaft mit Film-, Fernseh- und Produktionen ausgebucht sind. So aber durften uns beim Pförtner ganz unkompliziert den Schlüssel abholen, die Tore aufschließen, mit unserem Auto in die Kulisse fahren und anfangen. Ganz alleine und mit sehr viel Zeit. Großartig!

Tatsächlich war ich allerdings anfangs etwas erschlagen von den Bildmöglichkeiten und zusätzlich spielte das Licht nicht so mit, wie ich mir das gewünscht hätte und wir jagten am  Vormittag quasi dem Licht hinterher… Etwas später allerdings hatte ich mich damit abgefunden, dass die Bilder nicht so wie in meiner Vorstellung werden, sondern einfach anders und dann war das Arbeiten im Metropolitan Backlot am Ende doch die Erfüllung eines Traumes!«

* Wenn Sie mehr über die Außenkulisse Metropolitan Backlot in Babelsberg erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

 

Emsflower – das größte Gewächshaus Deutschlands

Blumen, soweit das Auge reicht. Bei Emsflower in Emsbüren werden Primeln, alle Arten von Veilchen, Stiefmütterchen oder auch Chrysanthemen gezüchtet, je nach Jahreszeit und je nach Kundenwunsch. Das Unternehmen, das 1954 in den Niederlanden gegründet wurde, ist spezialisiert auf Topf- und Beetpflanzen. Und das auf sagenhaften 64 Hektar Gewächshäusern unter Glas, in denen jedes Jahr etwa 500 Millionen Pflanzen produziert werden.

Selbstverständlich hat uns Christoph Morlinghaus erzählt, wie das Arbeiten in Deutschlands größtem Gewächshaus war:

»Zuerst einmal vorneweg: Es war nicht einfach, Emsflower ausfindig zu machen. Meine Projektpartnerin Edda Fahrenhorst von der Agentur fotogloria – die für den gesamten organisatorischen Hintergrund zuständig ist – hat sich eine ganze Weile durchgefragt, bis sie über das größte Gewächshaus für Biogemüse über Deutschlands größtes Tomaten-Gewächshaus bei dem Gewächshaus mit der größten durchgehenden Grundfläche angekommen ist…

Letztlich waren wir aber dann sehr froh, bei Emsflower in Emsbüren fotografieren zu dürfen, denn die Anlage ist wirklich riesig! Dor angekommen bekamen wir jedenfalls erstmal eine kurze Führung und danach durften wir uns ganz alleine, für knapp zwei Tage und völlig frei bewegen.

Perfekt zum Arbeiten, denn so konnte ich mich zuerst einmal in Ruhe umschauen, das Licht einschätzen und überlegen, welche Schüsse ich realisieren will. Bis heute kann ich mich nicht entscheiden, welches der Bilder ich lieber mag: Das in der blauen Stunde mit der scheinbar unendlichen Weite oder das mit den knalligen pinken Alpenveilchen… So oder so, die Bedingungen zum Fotografieren waren perfekt!

Darüber hinaus erinnere ich mich noch an einen weiteren sehr besonderen Moment in Emsbüren: Es war mitten in der Nacht und waren fertig mit den Fotos, mein Assistent Raphael war schon auf dem Heimweg und ich war ziemlich spät abends alleine unterwegs auf der Suche nach etwas Essbaren, allerdings ohne Erfolg. Ich habe dann mitten auf der Straße einen Mann angesprochen und ihn gefragt, ob er mir ein Restaurant, Imbiss, Kiosk, irgendwas sagen kann, das noch offen hat, aber der Mann verstand kein Wort deutsch und war ganz offensichtlich aus dem arabischen Raum. Ich habe es trotzdem irgendwie geschafft, mich verständlich zu machen und er hat mir bedeutet, ihm zu folgen und ist dann mit dem Fahrrad etwa zehn Minuten vor mir und meinem Auto durch die Nacht gefahren und hat mich zu dem einzigen noch offenen Laden im Ort, der überhaupt noch Nahrung angeboten hat, geführt. Das ist eine der Erfahrungen, die das Projekt »Superlative – Made in Germany« neben den Fotos so kostbar für mich macht.«

 

 

* Wenn Sie mehr über Emsflower in Emsbüren erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.