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Die Superlative sind zu Gast beim Freundeskreis des Hauses der Photographie

Am 27. November 2018 findet eine Veranstaltung der besonderen Art statt: Der Freundeskreis des Hauses der Photographie lädt zum Künstlergespräch mit Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus ein. Mit von der Partie und in der Gesprächsrunde sind Lars Lindemann, seines Zeichens Fotochef von GEO und Anja Kneller, Vorstand des Freundeskreises.

Was den geneigten Besucher erwartet, haben wir uns bei Anja Kneller erfragt. Und noch so einiges mehr:

Superlative: Wie und wann sind Sie auf die Superlative aufmerksam geworden?
Anja Kneller: Tatsächlich in einem Gespräch mit Edda Fahrenhorst und Mike Gamio von fotogloria, die mir Anfang des Jahres das gesamte Projekt vorgestellt haben.
Für mich als Fotoredakteurin ist es nicht nur thematisch ein ungewöhnliches Projekt, spannend fand ich auch, dass Christoph Morlinghaus mit einer Großbildkamera fotografiert, die im aktuellen digitalen Fotoproduktionsprozess nur noch ganz selten genutzt wird. Und es hat mich sehr schnell fasziniert, welche unternehmerische Größen wir hier in Deutschland in Industrie und Wirtschaft vorzuweisen haben. Auch das ein oder andere Weltunternehmen ist dabei.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Christoph Morlinghaus und Lars Lindemann, Bildchef GEO, zu einem Salon der Fotografie einzuladen?
Das Projekt wurde gerade in GEO präsentiert, ein Magazin, das ein breites Themenspektrum abbildet, aber klassisch eher in Natur und Wissenschaft verwurzelt ist. Es interessiert mich, nach welchen Kriterien Lars Lindemann, das Thema betrachtet: Was daran ist GEO-spezifisch, was daran ist fotografisch interessant, wie findet er das Projekt ganz persönlich. Und im Gespräch mit Christoph Morlinghaus möchte ich erfahren, was ihn bewegt hat in diesen Dimensionen zu arbeiten, was ihn begeistert und auch, was ihn wahnsinnig gemacht hat. Und auf einer übergeordneten Ebene möchte ich ihm die Frage stellen, ob die Fotos aus seiner Sicht Dokumente oder Kunst sind.

Was konkret erwartet den Besucher beim Salon?
Wir werden einen Film zeigen, in dem »Superlative« vom Start bis zur Ausstellungspremiere  präsentiert wird. Ein Making-of, das den Besucher ausführlich hinter die Kulissen blicken lässt. Im Anschluss an den Film möchte ich mit Christoph und Lars ein Gespräch führen und freue mich natürlich über Fragen aus dem Publikum.

Haben Sie persönlich einen Favoriten unter den 40 Superlativen?
Ja, den verrate ich aber erst an dem Abend selbst… Vorher möchte ich aber unsere Besucher fragen, welchen Favoriten sie haben, ich bin gespannt

 

* Das Künstlergespräch mit Christoph Morlinghaus mit dem Freundeskreis des Hauses der Photographie findet am Dienstag, den 27. November 2018 an 18.30 Uhr statt. Die Besucher werden gebeten, sich anzumelden, mehr dazu HIER

** Wenn Sie mehr über den Freundeskreis des Hauses der Photographie erfahren möchten, dann bitte HIER entlang.

***»Superlative – Made in Germany« ist ein freies und gemeinsames Fotoprojekt von Christoph Morlinghaus und von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit.

****Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Grandiose Superlative-Ausstellung beim Tag der Deutschen Industrie TDI’18

Wenn der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) – Superlative Projektpartner seit der ersten Stunde – zum großen Treffen einlädt, strömen rund 1.100 Gäste aus den Spitzen der Unternehmen und Verbände einmal im Jahr zum Tag der Deutschen Industrie (TDI) nach Berlin. Und nicht nur das: Illustre Gäste aus Politik und Wirtschaft werden dazu gebeten, um auf großer Bühne zu der geballten Wirtschaftskraft zu sprechen.

So auch in diesem Jahr: Kanzlerin Dr. Angela Merkel, Welthandelsorganisationschef (WTO) Roberto Azevedo, SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles und auch Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie und vielen andere mehr hatten die Bühne jeweils für eine Weile für sich, ebenso natürlich Gastgeber und BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf.

Und mittendrin in dem Spektakel: Die zweite Superlative-Ausstellung!

Mit großer Freude durften wir in diesem grandiosen Rahmen zwölf Superlative einem sehr interessierten Publikum zeigen. Und nicht nur das – mit der Präsentation unseres Superlative-Films haben wir außerdem  einen der offiziellen Programmpunkte des Tages bestritten und uns anschließend den Fragen aus dem Publikum gestellt.

Das Projektteam ist stolz, glücklich und geehrt, das die Superlative-Ausstellung auf so großer Bühne vor so illustrem Publikum zu sehen war und bedankt sich ganz herzlich für das unermüdliche und so freundschaftliche Engagement seitens unseres großartigen Projektpartners, dem BDI und vor allem stellvertretend für das gesamte Team DANKE an Daniela Werner und Tim Zeller!

Danke außerdem an Anna Polkowski von Uptime Events, die selbst bei der so kurzfristigen Planung die Ruhe selbst war und uns organisatorisch großartig unterstützt hat.

*Wenn Sie mehr über den BDI erfahren möchten, dann bitte HIER entlang.

**»Superlative – Made in Germany« ist ein freies und gemeinsames Fotoprojekt von Christoph Morlinghaus und von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit.

***Die Fotos in dem Artikel sind von Mike Gamio, Edda Fahrenhorst und Anna Polkowski konzipiert.

***Ausgestellt waren die Bilder von: Aurubis, Meyer Werft, KWS, Synlight, Airbus, Claas, Tagesschau, Hermes Fulfilment, Glashütte Lamberts, Reiling Recycling, Phoenix Contact und Hazel Hen.

****Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL bei uns. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne im Vorfeld bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

 

»Deutschland an der Spitze« – die Superlative in der GEO

Elf Superlative auf fünfzehn Seiten: In einer großen Strecke – mit einem Text von Chefredakteur Christoph Kucklick – sind die Superlative im Magazin GEO erschienen! Unser Dank gilt dem  gesamten GEO-Team und im Besonderen GEO-Bildchef Lars Lindemann, dem wir auch gleich drei Fragen zu der Projekt-Partnerschaft und der Magazinstrecke gestellt haben:

Superlative – Made in Germany: Die Superlative sind dieser Tage in einer großen Strecke im GEO erschienen. Darüber hinaus sind GEO und die Superlative aber auch schon eine Weile partnerschaftlich miteinander verbunden – wie und warum kam es dazu?
Lars Lindemann: Vor gut einem Jahr hat uns Edda Fahrenhorst von der Hamburger Agentur fotogloria das Projekt vorgeschlagen. Chefredakteur Christoph Kucklick und ich waren sofort begeistert von der Idee, sich mit deutschen Superlativen zu beschäftigen. Eine solche Arbeit wurde uns zuvor noch nie angeboten.
Die herausragende fotografische Qualität der Arbeit von Christoph Morlinghaus und die doch oft überraschenden Superlative sind sicherlich die Stärken des Projekts.

Für die aktuelle Heftstrecke: War es schwer, aus den 40 Superlativen ein »Magazinextrakt« zu ziehen?
Ein Langzeitprojekt auf eine Magazin-Geschichte oder ein Portfolio runter zu brechen ist immer eine Herausforderung. Andererseits ist es auch sehr dankbar, aus einer solchen Fülle großartiger Bilder und spannender Motive peu á peu die perfekte Bildstrecke zu entwickeln.

Hast Du unter den Bildern/Superlativen einen Favoriten?
Die Lieberoser Panzer-Wüste fasziniert mich besonders. Ein stilles, eher unaufgeregtes Foto, das mir seit einigen Monaten nachgeht. Ich mag die Uneindeutigkeit des Bildes: Vordergründig wirkt die durch militärische Nutzung überformte Landschaft fast idyllisch. Dieser Eindruck verliert sich aber bei längerer Betrachtung. Eine unbehagliche Endzeitstimmung macht sich breit. Zudem war mir das Phänomen der großflächigen Desertifikation durch schweres Gerät komplett unbekannt. Und das mitten in Deutschland.

 

* Wenn Sie mehr über GEO erfahren möchten, dann bitte HIER entlang.
Leider ist das gedruckte Magazin nicht mehr am Kiosk auch über den Verlag nicht mehr erhältlich – es ist schlicht ausverkauft!

**»Superlative – Made in Germany« ist ein freies und gemeinsames Fotoprojekt von Christoph Morlinghaus und von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit.

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Helios Endo-Klinik – der größte Operationssaal Deutschlands in Hamburg

Hüfte, Knie, Schulter oder Ellenbogen – es kann die Zeit im Leben eines Menschen kommen, in der die Gelenke nicht mehr so belastbar sind, wie sie sollten. Eine mögliche Lösung: Eine Prothese. Die Hamburger Helios Endo-Klinik ist auf eben jene Gelenkersatzchirurgie spezialisiert und hat seit ihrer Gründung viele zehntausend Prothesen eingesetzt –  in Deutschlands größtem Operationssaal.

Dr. Michaela Freund-Widder, die Pressesprecherin der Hamburger Helios Endo-Klinik hat uns mehr zu Ihrem Superlativ erzählt:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Helios Endo-Klinik Hamburg ist eine Spezialklinik für Knochen-, Gelenk- und Wirbelsäulenchirurgie. In der Endo-Klinik werden jährlich über 7.500 Operationen vorgenommen. Kontinuierliche klinische Arbeit und lange Jahre der Forschung haben die Helios Endo-Klinik Hamburg zu einer medizinischen Institution von Weltruf gemacht. Mehr als 7.800 Patienten aus dem In- und Ausland vertrauen jedes Jahr dem kompetenten Ärzte- und Pflegeteam. Seit ihrer Gründung 1976 haben die Ärzte der Helios Endo-Klinik Hamburg 150.000 Gelenkprothesen implantiert. Neben dem Einsetzen von Erstimplantaten nehmen die Ärzte der Helios Endo-Klinik Hamburg jährlich über 1.400 Implantat-Wechsel vor. Mit dieser Anzahl ist die Endo-Klinik weltweit führend.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Unser Operationssaal verfügt über vier vollständige OP-Einheiten – entsprechend können vier Patienten gleichzeitig operiert werden.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Das Herzstück jeder Klinik sind die Operationssäle. Mit modernster Technik ausgestattet, bieten sie in Kombination mit der Arbeit erfahrener und routinierter Operateure ein Maximum an Behandlungsqualität für die Patienten.
Eine innovative Besonderheit bietet der Raum mit vier OP-Tischen für die minimalinvasive Chirurgie. Diese räumliche Konzentration ermöglicht die schnelle Kommunikation unter Ärzten – und damit das unmittelbare Einholen einer zweiten Meinung im Bedarfsfall. Der Patient wird optimal ohne Prozessverzögerung behandelt. Die Raumstruktur gewährt eine offene und transparente Arbeitsweise und vor allem eine flexible Zuordnung der Anästhesisten.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Wir haben uns natürlich sehr gefreut, dass unser Großraum-OP zu den Superlativen Deutschlands zählt. Deshalb hat uns das Projekt auch direkt angesprochen. Fotos von unserem Großraum-OP gibt es viele. Die Idee aber, unseren Großraum-OP auch aus einer künstlerischen Perspektive zu sehen, fanden wir sehr spannend.

Wir wollten selbstverständlich auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie das Shooting im Operationssaal für ihn war:

»Wir durften tatsächlich im OP während der vielen und auch parallel laufenden Operationen dabei sein und fotografieren. Das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, denn auch von diesem Motiv träume ich schon sehr, sehr lange…

Es war unglaublich für mich, all die Sinneseindrücke zu verarbeiten und in einem Bild umzusetzen: Es war laut, die Geräusche reichten von Bohrmaschinen bis zum Stimmengewirr der vielen verschiedenen Gespräche an den Tischen. Es roch streng nach Blut und angesengten Knochen. Dazu die lockere Stimmung derjenigen, die das alltäglich machen, plus dem eigentlichen archaischen Akt des Operierens, das aber wiederum mit höchster Präzision und in einer sehr modernen, hochtechnisierten Umgebung…

Das alles zusammen war eine einzigartige Erfahrung!«

*Mehr über die Helios Endo-Klinik in Hamburg erfahren Sie HIER.

**»Superlative – Made in Germany« ist ein freies und gemeinsames Fotoprojekt von Christoph Morlinghaus und von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit.

***Die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Hazel Hen – der schnellste Supercomputer Deutschlands in Stuttgart

Schnell, schneller, Hazel Hen: Der schnellste Supercomputer Deutschlands – und immerhin Nummer 14 der Weltrangliste der schnellsten Supercomputer – steht in dem Rechenzentrum HLRS in Stuttgart. Wir haben PR-Manager Rainer Klank gebeten, uns einige Fragen zu beantworten:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Gründung des HLRS im Jahr 1996 als erstes Bundeshöchstleistungsrechenzentrum in Deutschland markierte einen Meilenstein in der 50-jährigen Geschichte des Hochleistungsrechnens an der Universität Stuttgart. Von Beginn an hat das HLRS seine Dienstleistungen nicht nur Wissenschaftlern angeboten, sondern auch Partnern aus der Industrie, wie Daimler und Porsche. Seit 2008 werden Dienstleistungen und Support auch in Zusammenarbeit mit dem Automotive Simulation Center Stuttgart (asc(s) angeboten.
Seit 2007 ist das HLRS ein Mitglied des Gauss Centre for Supercomputing (GCS) und arbeitet mit seinen Partnern an der Unterstützung von Wissenschaftlern in Deutschland und Europa. Als Kompetenzzentrum für wissenschaftliches Rechnen unterstützt das HLRS deutsche und europäische Forscher sowie Anwender aus der Industrie mit modernsten HPC-Technologien, Schulungen und Support.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Unser Supercomputer »Hazel Hen«, ein Cray XC40-System, ist das Herzstück der Recheninfrastruktur am HLRS. Mit einer Leistung von über 7,4 Petaflops (7,4 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde) ist »Hazel Hen« einer der leistungsfähigsten Supercomputer der Welt (Platz 14 unter den Top500 der HPCG-Liste) und der schnellste Höchstleistungsrechner in Deutschland. »Hazel Hen« wurde im Oktober 2015 in Betrieb genommen und basiert auf dem Intel® Haswell Prozessor und den Netzwerktechnologien von Cray Aries. Der Höchstleistungsrechner ist für konstante, robuste Anwendungsleistung und hohe Skalierbarkeit ausgelegt.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Die Aussicht »Hazel Hen« hervorragend fotografisch wiedergegeben zu wissen und nach wie vor zu den Superlativen in Deutschland zu gehören.

Selbstverständlich wollten wir auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus erfahren, wie es war, den schnellsten Supercomputer Deutschlands zu fotografieren:

»Zuerst einmal muss ich gestehen, dass ich überhaupt keine Vorstellung davon hatte, wie ein Supercomputer aussieht. Ich hatte nur die vage Idee, dass die Serverschränke sicher eine riesige Halle ausfüllen müssten.

In der Realität habe ich dann schon gestaunt, wie kompakt – im Vergleich zu meiner Vorstellung –  der schnellste Supercomputer Deutschlands daher kommt.

Und wie schwer zu fotografieren er ist… Denn: Die Abdeckungen der Serverschränke sind auf der Vorderseite mit bunten Bildern versehen, so dass ich befürchtete, dass Bilder und Farben von dem eigentlichen Motiv ablenken würden. Zumal ich mit meinen Fotos auch lieber symbolisiere als illustriere.

Entsprechend habe ich mich dann dafür entschieden, die Rückseite von »Hazel Hen« in ihrer Schlichtheit und Transparenz zu fotografieren. Ganz großartig war natürlich auch dass ich auch einen Blick in die Synchronisationseinheit für den Datenoutput des Höchstleistungsrechner und des gesamten HLRS werfen konnte…«

* Wenn Sie mehr über Hazel Hen in Stuttgart erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**»Superlative – Made in Germany« ist ein freies und gemeinsames Fotoprojekt von Christoph Morlinghaus und von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit.

***Die Projektdokumentation ist von Rainer Klank und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Meyer Werft – die größte Werft Deutschlands in Papenburg

Wenn man im Lexikon nachschlägt, erfährt man über die geographische Lage von Papenburg, dass es die nördlichste Stadt des Landkreises Emsland ist, dass die Stadt nur 15 Kilometer östlich der niederländischen Grenze liegt, und das im Westen der Stadt sowohl der Dortmund-Ems-Kanal als auch die Ems Ihren Weg zur See finden. Außerdem schmückt sich Papenburg mit dem Attribut, der südlichste Seehafen Deutschlands zu sein.

Vor allem aber beheimatet Papenburg, nicht zuletzt dank genau dieser optimalen geographischen Bedingungen, seit mehr als 220 Jahren eines der beeindruckendsten »Superlative – Made in Germany«: Die Meyer Werft – die größte Werft Deutschlands.

Meyer Werft: Kreuzfahrtschiffe für Kunden aus der ganzen Welt

Als einer der größten Arbeitgeber der Region baut die Werft riesige Kreuzfahrtschiffe, Fähren und Gastanker für Kunden aus aller Welt, die ein- bis zweimal jährlich in die nahe gelegene Nordsee überführt werden. Für das groß angelegte Fotoprojekt »Superlative – Made in Germany« durften wir in der Meyer Werft fotografieren und Michael Wessels (Unternehmenskommunikation Meyer Werft) hat uns einige Fragen zu dem Unternehmen beantwortet:

Herr Wessels, bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die in Papenburg ansässige Meyer Werft GmbH & Co. KG wurde 1795 gegründet und befindet sich in siebter Generation im Familienbesitz. Als Geschäftsführende Gesellschafter leiten Bernard Meyer, Dr. Jan Meyer, Tim Meyer und Lambert Kruse, die Geschicke des Unternehmens.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Unternehmen wissen.
Die Meyer Werft beschäftigt heute mehr als 3.300 Menschen und gehört zu den größten Arbeitgebern der Region. Das private Familienunternehmen bildet rund 270 Auszubildende in neun verschiedenen Berufen aus. Die Werft hat Beschäftigung bis in das Jahr 2023.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Wir sind mit den Anforderungen unserer Kunden und unseren Schiffprojekten gewachsen.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Eine nette Anfrage von fotogloria.

Natürlich wollten wir auch von dem Superlative-Fotografen Christoph Morlinghaus wissen, was er in der größten Werft Deutschlands erlebt hat:

»Der Termin bei der Meyer Werft war der allererste Superlative-Termin überhaupt – am 8.8.2016 – und ich wusste nur, was Michael Wessels vorher an fotogloria geschrieben hatte: ‚Der Fotograf kann mich dann auch begleiten, wenn ich ein aktuelles Bild vom Schiff mache. Ich mache die Bilder von oben in der Halle, das ist eine einmalige Gelegenheit, da dorthin sonst keine Besucher mit dürfen. Da wir aber keinen Aufzug nach oben haben, ist es ein langer Weg mit 239 Treppenstufen.‘

Nicht, das wir viele Treppenstufen scheuen würden, aber mit etwa 100 Kilo Equipment im Gepäck haben wir dafür dann nur das Nötigste geschultert und sind Michael Wessels den langen, den sehr langen Weg nach oben gefolgt. Auf dem letzten Treppenabsatz angekommen, bot sich ein beeindruckender Anblick: Zwei fast fertige Kreuzfahrtschiffe lagen uns in dieser riesigen Halle quasi zu Füßen.

An dem Tag hatten wir jedenfalls nur sehr begrenzt Zeit, da die Schiffe kurz vor dem Auslaufen waren und in diesen Zeiten jeder Mitarbeiter der Werft rotiert. Ich baute die Kamera sehr schnell auf und die Zeit reichte exakt für einen einzigen Schuss. Leider, denn als wir gerade gehen wollten, kam die Sonne heraus und die Halle verwandelte sich in ein großes Lichtspektakel, inszeniert von Richard Wagner und dem lieben Gott persönlich. Aber ohne aufgebaute Kamera und ohne Zeit…

»Da stand es in der Meyer Werft vor mir, ein halbiertes Kreuzfahrtschiff«

Michael Wessels jedenfalls sagte uns nach diesem Erlebnis sofort zu, dass wir noch einmal kommen dürften, um weiter zu fotografieren. Dann allerdings, so sagte er, wären die Schiffe nicht fast fertig, sondern noch im Bau. So war es dann auch und beim zweiten Termin standen wir tatsächlich vor einem halben Kreuzfahrtschiff mit direktem Blick in die Kabinen, in halbierte Treppenhäuser und in den offenen Rumpf. Was für ein Anblick!

Ich weiß auch noch, wie ich gleichzeitig gedacht habe, dass die Schiffe im Vergleich zu dieser Halle fast klein wirken. Kein Wunder, denn ich habe nicht nur in der größten Werft Deutschlands, sondern auch in einem der größten überdachten Baudocks der Welt gestanden.«

 

*Mehr über die Meyer Werft erfahren Sie HIER.

**»Superlative – Made in Germany« ist ein freies und gemeinsames Fotoprojekt von Christoph Morlinghaus und von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit.

***Die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Die Bilder aus der Meyer Werft in Papenburg:

Christoph Morlinghaus und die Superlative in der PhotoKlassik International

Neue Magazine brauchen Mensch und Markt, vor allem wenn es sich um Magazine um analoge Fotografie handelt – was wäre auch zu halten von einem rein digitalen Erzeugnis zu dem Thema.

Ein solches Magazin ist nun entstanden und es trägt den Namen PhotoKlassik International – quasi als weltläufige Weiterentwicklung des Magazines PhotoKlassik, das schon eine Weile die Freunde der analogen Fotografie unterhält.

Chefredakteur des Ganzen ist Marwan El-Mozayen und ebenjener entdeckte eines Tages die »Superlative – Made in Germany« und die Tatsache, das das gesamte Projekt analog fotografiert ist. Und hat daraufhin nicht nur dem Projekt, sondern dem aus tiefster Überzeugung analog fotografierenden Fotografen Christoph Morlinghaus einen Achtseiter in dem neuen Magazin gewidmet.

Achja, einen Text dazu gibt es auch, geschrieben von Superlative-Teamkollegin Edda Fahrenhorst. Und das ist er:

Hamburg, London, New York, Bogota, Miami: Christoph Morlinghaus ist Kosmopolit. In den vergangenen 20 Jahren hat er nicht nur an den verschiedensten Orten der Welt gelebt, sondern hat vor allem – im buchstäblichsten Sinne des Wortes – die Welt gesehen. Als Werbefotograf, als Kirchenfotograf, als Architekturfotograf, als Ausstellungsfotograf, als Stillifefotograf, als Projektfotograf, als Industriefotograf, als Auftragsfotograf, als Magazinfotograf. Oder eben ganz ohne Zuordnung, denn das wird ihm am Ehesten gerecht: Als Fotograf.

Morlinghaus sagt von sich selbst, dass er »dokumentarisch arbeitet und doch nur fotografiert, was da ist« Diese Aussage hat zwar einen wahren Kern, täuscht aber in seiner lapidaren Leichtigkeit, denn für seine Motive gibt Morlinghaus immer wieder sehr viel von sich her – er ringt mit sich und seiner Umgebung, er hadert mit Licht, Situation und sich selbst, er kämpft mit seiner Kamera, seiner Entwicklungsmaschine, seinem Rechner und seinem perfektionistischen Anspruch an seine eigene Arbeit. Er löst sich kurzfristig in seinem Motiv auf, um ein Ergebnis zu generieren, das vor seinen eigenen Augen standhält.

Was sich extrem im Entstehungsprozess anhört, ist tatsächlich auch härteste kreative Arbeit, die sich aber mitnichten in seinen Bildern widerspiegelt – Christoph Morlinghaus Fotos sind komplex, aber leicht, sie sind ehrlich und dabei elegant, denn: In seiner Fotografie finden eine internationale Allgemeingültigkeit, anspruchsvolles Handwerk und hohe ästhetische Maßstäbe ebenso einen Platz, wie ein angstfreier Blick.

Doch eines nach dem anderen: Morlinghaus‘ internationale Allgemeingültigkeit erklärt sich durch seine Weltenbummelei, bei der er allerdings nie nur Konsument anderer Länder war und ist, sondern sich tatsächlich Lebensweisen angepasst hat. Und damit in der Lage ist, Anteile anderer Bildsprachen in seine Weltsicht zu integrieren.

Das anspruchsvolle Handwerk ist ein wahrhaft großes Kapitel in Morlinghaus‘ Arbeit, denn er fotografiert sein Anbeginn und bis heute (beinahe) ausschließlich mit seiner Großbildkamera auf 4×5“ oder 8×10“ Farbnegativfilm. Dabei steht ganz vorne die Möglichkeit, durch Verschwenkungen der Bildebenen die Linien eines Raumes und damit den Raum selber auf dem Foto so nach eigenem Gusto zu verändern, dass daraus ein ganz neuer, eigens gesehener Raum wird.

Beinahe ebenso wichtig ist der immense Kontrastumfang und Geduld eines Farbnegativfilms, der alle Lichtkapriolen aufzufangen vermag, die die Arbeit mit vorhandenem Licht mit sich bringt.

Und dann wäre noch die Präzision zu nennen, die mit einer solchen Kamera möglich und für Morlinghaus Arbeit unverzichtbar ist – die Feineinstellungen eines Motives können schon mal eine Stunde dauern und mögen pedantisch erscheinen, sind dabei aber schlicht die penible Einbeziehung auch noch des kleinsten Bild-Details für das perfekte große Ganze.

Ist das alles einmal – unter höchster möglicher Konzentration – vollbracht, geht das belichtete Negativ in Morlinghaus‘ hauseigenes Kleinlabor, in dem er die Entwicklungsprozesse genauestens aussteuert und die Negative im Anschluss in seiner Dusche zum Trocknen aufhängt.

Und auch nach diesem Schritt lässt er niemanden Fremdes an seine Bilder, sondern scannt und bearbeitet – oft nächtelang und ausschließlich Farben, Helligkeit und Kontraste – seine Bilder.

Kommen wir zu den hohen ästhetischen Maßstäben, ebenjene entstehen durch einen für Morlinghaus ganz eigenen Angang an ein Motiv. Er sagt: »Für meine Bilder versuche ich so viele störende Elemente wie möglich zu eliminieren.« In der praktischen Umsetzung heißt dass, das Morlinghaus – der insofern tatsächlich auf eine Art dokumentarisch arbeitet, als das er weder Bildelemente verändert noch hinzugibt und ausschließlich mit vorhandenem Licht arbeitet – sich nicht nur sehr viel Zeit bei der Motivsuche nimmt, sondern sein Bild im Anschluss daran sehr sorgfältig und mit der ihm eigenen ästhetischen Ausprägung komponiert. Und zwar so, dass ihn nichts mehr stört, weder stürzende Linien, noch Lichtverfehlungen, noch Langeweile.

Im allerletzten Schritt entscheidend für seine Arbeit ist die innere Haltung und der bei Christoph Morlinghaus daraus resultierende angstfreie Blick. Ihm ist es egal, ob er viele Meter unter der Erde ist, oder in scheinbar unendlichen Steinwüsten, ob tagelang in seinem heimischen Arbeitszimmer um einen Computerchip auf 8×10“ Farbnegativfilm zu bannen oder auch – wie in seinem jüngsten Projekt »Superlative – Made in Germany«, das gemeinsam mit der Hamburger Agentur fotogloria entstanden ist – angesichts gigantischer Werkshallen, modernster Forschungsprojektes oder grölender Menschenmengen: Morlinghaus schafft es, sich Extremen entgegenzustellen, ihnen standzuhalten und ohne Angst ein Bild davon zu machen. Vielleicht liegt es daran, dass sein Umgang mit sich und seiner Fotografie ebenso extrem ist wie seine Motive.

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Aurubis – der größte Kupferproduzent Europas und Kupferrecyler der Welt

Kupfer leitet sehr gut Strom und Wärme, es ist korrosionsbeständig und hat einen antibakteriellen Effekt. In der Legierung mit Zink wird Kupfer zu Messing und in der Legierung mit (vor allem) Zinn wird aus Kupfer Bronze.

Mit diesen Eigenschaften gehört das Halbedelmetall – das übrigens zu den ältesten bekannten Metallen der Welt gehört und schon vor etwa 10.000 Jahren verarbeitet wurde – zu den Multitalenten unter den Metallen, das in der Anwendung in sehr vielen Bereichen des heutigen Lebens seinen Einsatz findet. Und nicht mehr wegzudenken ist: Elektrische Leitungen, Stromkabel, Cent-Münzen, Oberleitungen, Leiterplatten, Wasserrohre, Schaltkreise, Dächer, Transformatoren, Spulen und vieles mehr werden mit dem Werkstoff Kupfer hergestellt.

Um je nach Bedarf weiterverarbeitet zu werden, bedarf es allerdings als Ausgangspunkt möglichst reinen Kupfers. Und das wird im Hamburger Hafengebiet bei dem größten Kupferproduzenten Deutschlands und Europas, der Aurubis AG, erzeugt.

Der letzte Prozesschritt in der Kupferveredelung ist in dem Hamburger Traditionsunternehmen – das übrigens 1866 gegründet wurde – die Kupferelektrolyse. In den riesigen Becken findet die Feinreinigung des so genannten relativ unreinen Anodenkupfers statt und zwar mittels einer erwärmten schwefelsaueren Kupfersulfatlösung im Zusammenspiel mit elektrischem Strom. Der so entstehende chemische Prozess bewirkt, dass das Kupfer im ersten Schritt in Lösung geht und sich im zweiten Schritt als sehr reines Kuper in Form von Kathoden an Edelstahlplatten niederschlägt. Verunreinigungen und Begleitmetalle bleiben in Lösung oder sinken als Anodenschlamm nieder.

Das Ergebnis des Prozesses, der übrigens von dem Chemiker Emil Wohlwill entwickelt wurde und 1876 bei Aurubis – das damals noch Norddeutsche Affinerie hieß – weltweit erstmalig in einer dauerhaft arbeitenden Industrieanlage installiert wurde, ist Kupfer mit einer Reinheit von nahezu 100 Prozent. Genauer gesagt hat das Kupfer aus dem Hause Aurubis einen Reinheitsgrad von 99,99 Prozent.

Da die Gewinnung von Kupfer aus der Erdkruste aber zunehmend komplexer wird, konzentriert sich Aurubis auf noch ein weiteres Geschäftsfeld: das Kupferrecycling. Denn Kupfer verbraucht sich nicht, es ist ohne Qualitätsverluste wiederherstellbar.

Auf dem Hof des Konzerns lagern entsprechend je nach Marktlage gewaltige Berge Kupferdrähte, Kupferbleche, Kupferabfälle und Altkupfer, die den gesamten Kupfererzeugungsprozess durchlaufen und am Ende wieder neu verarbeitet werden können.

Natürlich wollten wir auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie sein Besuch bei der Aurubis AG aussah:

»Ich war schon neugierig auf Europas größten Kupferproduzenten, den man sonst nur von der Autobahn aus in der Peripherie Hamburgs vorbeiziehen sieht. Und was aus dem Auto heraus schon groß aussieht, stellte sich in der Realität als eine sehr große, in sich geschlossene »Industriestadt« heraus und das nur eine erstaunliche und gute Viertelstunde von Hamburgs Zentrum aus entfernt…

Dort angekommen, wurden wir sehr freundlich in Empfang genommen, erstmal in alle Sicherheitsvorkehrungen eingeweiht und mit Schutzkleidung versorgt: Helm, Brille, Weste, Schuhe und Arbeitsanzug. Derart sorgfältig ausstaffiert haben wir das Equipment geschultert und uns auf den Weg in die Elektrolyse gemacht. Das hat etwas länger gedauert, denn es war Pflicht, sich immer mit einer Hand am Handlauf festzuhalten, entsprechend waren wir quasi einhändig, das ist bei 100 Kilo Equipment schon sportlich.

Die Elektrolyse-Halle jedenfalls war schon sehr beeindruckend und mein Motiv zu finden war entsprechend eine leichtere Übung, zumal extra für das Foto die Plane entfernt wurde, die sonst über den Becken ausgebreitet ist und ich so einen ungehinderten Blick hatte.

Das zweite Motiv habe ich dann auf dem »Schrottplatz« fotografiert, auf dem mal mehr und mal weniger Kupferschrott zwischengelagert wird und dort auf seine Weiterverarbeitung wartet. Zwar hatten wir nicht mehr sehr viel Zeit, aber auch hier haben mich die Motive fast angesprungen und ich habe das Bild in nur zwanzig Minuten geschossen und wir waren fast auf die Sekunde pünktlich fertig!«

* Wenn Sie mehr über die Aurubis AG in Hamburg erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**»Superlative – Made in Germany« ist ein freies und gemeinsames Fotoprojekt von Christoph Morlinghaus und von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit.

***Die Projektdokumentation ist von Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Flughafen Frankfurt – die größte Flughafen-Gepäcklogistik Deutschlands

Wer kennt das nicht: Der erste Urlaubstag, die Koffer sind gepackt und wie immer riesig und sehr, sehr schwer. Sobald sie allerdings auf dem Fließband der Fluggesellschaft ihre scheinbar selbständige Reise in den Flieger antreten, ist der Passagier um viele Kilo erleichtert, kann entspannt losfliegen und sein Gepäck am Urlaubsort wieder in Empfang nehmen.

Doch wohin fahren eigentlich die Koffer auf den Fließbändern? Und wie findet jedes Gepäckstück das richtige Flugzeug? Um diese Fragen zu beantworten, durften wir einen Blick in die größte Gepäcklogistik am Frankfurter Flughafen werfen und der logistischen Meisterleistung nachspüren, die auf einer Länge von unterirdischen 80 Kilometern täglich bis zu 120.000 Gepäckstücke transportiert.

Wie genau das funktioniert haben uns Sandy Chen und Roy Watson aus der Unternehmenskommunikation des Unternehmens Fraport erzählt.

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Fraport AG ist ein Full-Service-Anbieter im Airport-Management und gehört mit 24 Flughafen-Beteiligungen auf drei Kontinenten zu den international führenden Unternehmen im Airport-Business. Der Konzern erwirtschaftete 2,59 Milliarden Euro Umsatz in 2016 und im gleichen Jahr nutzten insgesamt knapp 105 Millionen Passagiere die Flughäfen mit einem Fraport-Anteil von mehr als 50 Prozent.

Am Heimatstandort Frankfurt begrüßten wir im Jahr 2016 mehr als 60 Millionen Passagiere und schlugen ein Cargo-Volumen von rund 2,11 Millionen Tonnen um. Im Sommerflugplan 2017 fliegen 96 Airlines von Frankfurt weltweit 299 Destinationen in rund 100 Ländern an. Mit über 130 interkontinentalen Destinationen liegt der Großteil aller Ziele außerhalb Europas, was die Stellung Frankfurts als bedeutendes internationales Luftverkehrsdrehkreuz hervorhebt. Dadurch steht der Flughafen Frankfurt im Bereich Cargo auf Platz zwei und im Passagierverkehr an vierter Stelle im Ranking der europäischen Airports.

Die Airport-City Frankfurt ist darüber hinaus mit annähernd 81.000 Beschäftigten in etwa 450 Unternehmen die größte lokale Arbeitsstätte in Deutschland und attraktiver Anziehungspunkt für weitere Unternehmen im ökonomisch bedeutsamen Rhein-Main-Gebiet. Durch die Synergie-Effekte des Standorts, die vernetzte Expertise und die intermodale Infrastruktur deckt der Flughafen Frankfurt die steigenden Bedürfnisse der florierenden hessischen und der exportorientierten deutschen Wirtschaft nach optimalen Verbindungen an die globalen Wachstumsmärkte.

Damit ist der Flughafen Frankfurt in der Mitte Europas eines der bedeutendsten Luftverkehrsdrehkreuze der Welt und wichtige Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Als größter Flughafen Deutschlands fertigen wir am Frankfurter Flughafen an Spitzentagen bis zu 120.000 Gepäckstücke ab. Auf den rund 80 km langen Transportbahnen der computergesteuerten Gepäckförderanlage rast das Gepäck dann mit bis zu 18 km/h durch die langen Tunnel in den Tiefgeschossen. Pro Stunde sortiert die Gepäckförderanlage dabei bis zu 13.000 Gepäckstücke. Jedes von ihnen liegt einzeln in einer codierten Wanne, die durch ein Labyrinth von Tunneln im Keller der Terminals und unter dem Vorfeld zwischen Terminal und Flugzeugen auf Schienen und Bändern hin und her geschickt werden. Dabei besitzt die Gepäckförderanlage eine Zuverlässigkeitsrate von 99.6% – bei einem System dieser Größe und Komplexität praktisch rekordverdächtig.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?

Seit über 40 Jahren arbeitet die Gepäckförderanlage am Flughafen Frankfurt bereits zuverlässig hinter den Kulissen der Terminals. Natürlich ist sie mit jeder Erweiterung der Flughafeninfrastruktur ebenfalls ausgebaut worden und hat sich zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für die effiziente und pünktliche Bewältigung des Gepäcks in FRA entwickelt. Entsprechend setzen wir beim Gepäckmanagement auf kontinuierliche Effizienzsteigerung und Verbesserung unserer Technik und Prozesse, zum Beispiel durch den Ausbau und die Weiterentwicklung unserer »Self-Bag-Drop-off«-Anlagen.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?

Die wenigsten Passagiere kennen die Dimension und Komplexität unserer Gepäckförderanlage. Dabei ist die Gepäckabfertigung eines der hervorstechendsten Wettbewerbsmerkmale eines Flughafens und gehört zu unseren Kernkompetenzen. Denn der hohe Anteil an Umsteigergepäck mit 59% des Gepäckaufkommens stellt eine besondere logistische Herausforderung dar. Die Position als Deutschlands größtes Luftverkehrsdrehkreuz haben wir somit auch unserer Gepäckförderanlage zu verdanken.

Wir wollten selbstverständlich auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wir es für ihn war, am Frankfurter Flughafen zu fotografieren:

»Einen Blick in die Tiefgeschosse des Frankfurter Flughafen werfen zu dürfen ist schon etwas besonderes: Das System hat 80 Kilometer Länge – die allerdings nicht komplett auf einem Foto abzubilden sind – und die Koffer rauschten nur so an uns vorbei.

Schon bei der Vorbesichtigung hatte ich die große Anzeigentafel entdeckt und das sollte mein Hauptmotiv werden, da das komplexe logistische System besser nicht zu zeigen ist. Außerdem hatte die Tafel einfach sehr schöne Farben…

Das zweite Bild habe ich in den Tiefen der Frankfurter Gepäcklogistik gemacht – ich war selten an einem Ort, wo es so laut und heiß ist wie dort. Um das Bild zu bekommen, musste ich auf eine recht halsbrecherische Kletterpartie gehen, aber ich wollte unbedingt die Tiefe zeigen und das ging eben nur so.

Unser Termin war zeitlich leider etwas limitiert (auch wenn wir schon einige Stunden dort waren), aber die Tiefgeschosse der Gepäcklogistik sind so faszinierend, dass ich noch sehr viele Bilder hätte machen können, die Motive haben mich dort unten regelrecht angesprungen. Aber wer weiß, vielleicht ergibt sich ja eines Tages nochmal die Möglichkeit.«

* Wenn Sie mehr über den Frankfurter Flughafen erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**»Superlative – Made in Germany« ist ein freies und gemeinsames Fotoprojekt von Christoph Morlinghaus und von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit.

***Die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

 

 

KWS in Einbeck – einer der größten Pflanzenzüchter und Saatguthersteller Deutschlands

Zuckerrüben, Mais, Getreide, Raps – das Unternehmen KWS in Einbeck züchtet Pflanzen und produziert Saatgut. Wir haben Mandy Schnell, ihres Zeichens Lead of Public Affairs & Arts, Global Marketing & Communications des niedersächsischen Familienunternehmens gebeten, uns etwas über Ihr Superlativ zu erzählen:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
KWS ist eines der führenden Pflanzenzüchtungsunternehmen weltweit. 4.950 Mitarbeiter in 70 Ländern erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Umsatz von 1.080 Mio. Euro und erzielten dabei ein Ergebnis von 132 Mio. Euro vor Zinsen und Steuern (EBIT). Seit mehr als 160 Jahren wird KWS als familiengeprägtes Unternehmen eigenständig und unabhängig geführt. Schwerpunkte sind die Pflanzenzüchtung und die Produktion sowie der Verkauf von Mais-, Zuckerrüben-, Getreide-, Raps- und Sonnenblumensaatgut.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Die Ursprünge von KWS liegen in der Magdeburger Börde. 1856 legte Matthias Rabbethge in Klein Wanzleben den Grundstein für ein Unternehmen, das heute zu den Top 4 der weltweit führenden Züchtungsunternehmen für landwirtschaftliche Nutzpflanzen gehört – und sich noch immer mehrheitlich in Familienhand befindet. Das Einbecker Kapitel begann mit dem kriegsbedingten Umzug des Unternehmens von Klein Wanzleben nach Einbeck im Juni 1945. Carl-Ernst Büchting wagte an der Einbecker Grimsehlstraße den Neuanfang und führte KWS zurück in die Champions League der Pflanzenzüchtung. Die Zuckerrübe ist auch nach mehr als 160 Jahren ein wichtiges Standbein in der KWS Produktpalette.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Viele Unternehmen stellen in dieser Kampagne ihre vielen facettenreichen Superlativen vor. Dadurch werden die unterschiedlichen, manchmal völlig unbekannten Seiten der einzelnen Firmen sichtbar. KWS freut es, ebenfalls bei der Aktion mit dabei zu sein und mit unserem Bild einer Superlative in der Saatgutherstellung die über 160 Jahre alte Firmengeschichte des heute globalen Unternehmens darzustellen.

Natürlich wollten wir auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie es war, bei KWS zu fotografieren:

»Das erste Mal waren wir ja schon im Frühling 2017 bei KWS und zwar direkt in Einbeck. Dort haben wir uns erstmal umgesehen und sehr spontan und ungeplant ein Bild in einem der Gewächshäuser fotografiert, in denen an der Züchtung von neuen Zuckerrübensorten gearbeitet wird – mich hat diese Mischung aus laborartiger Umgebung und kontrolliertem Wachtum sehr fasziniert.

Wir haben dann aber nochmal mit KWS die Köpfe zusammengesteckt und überlegt, was DAS Bild sein könnte und sind relativ flott auf das so genannte »Tütenquartier« gekommen. Hier werden bei Wohlde in Niedersachsen knapp 150.000 Pflanzen im wahrsten Sinne des Wortes »eingetütet« – das allerdings, je nach Wetterlage, nur 6-8 Wochen pro Jahr. 2017 waren wir dafür ganz knapp zu spät, haben dann aber in diesem Frühling den Faden nochmal aufgenommen und sind Mitte Juni losgefahren.

Dankenswerterweise hatte die sehr freundliche Dame von KWS vor Ort uns schon mit Bildern versorgt und so wussten wir ungefähr, was auf uns zukommt. Und hatten uns für die Aufnahme einen Steiger gemietet – eine Freude, denn es war klar, dass wir ebenjenen selber fahren durften. Wir sind dann also mit weniger als Schrittempo durch die Gegend gefahren,  das war schon ziemlich lustig.

Nicht ganz so einfach war allerdings, das richtige Motiv zu finden, denn das Tütenquartier ist sehr lang und der Länge nach von Wegen durchzogen und das sieht – vom fotografischen Standpunkt aus gesehen – einfach nicht so gut aus. Ich habe mich also quer zum Feld aufgestellt und das Feld so groß aussehen zu lassen, wie es wirklich ist, hat schon  einen ganz tiefen Griff in die fotografische Trickkiste nötig gemacht.

Glücklicherweise hat dann auch das Wetter mitgespielt, obwohl ich bei dem Panorama ziemlich über den Sonne-Wolken-Wechsel geschimpft habe. Aber letzlich stand mir die Sonne direkt im Rücken und die Schatten auf den Bildern fallen entsprechend sowohl nach links, als auch nach rechts – ein Fotografen-Licht-Traum.

Insgesamt mag ich das Motiv in seiner Redundanz und seiner Lichtstimmung jedenfalls sehr gerne.«

 

* Wenn Sie mehr über KWS in Einbeck erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**»Superlative – Made in Germany« ist ein freies und gemeinsames Fotoprojekt von Christoph Morlinghaus und von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit.

***Die Projektdokumentation ist von Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.