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Flughafen Frankfurt – die größte Flughafen-Gepäcklogistik Deutschlands

Wer kennt das nicht: Der erste Urlaubstag, die Koffer sind gepackt und wie immer riesig und sehr, sehr schwer. Sobald sie allerdings auf dem Fließband der Fluggesellschaft ihre scheinbar selbständige Reise in den Flieger antreten, ist der Passagier um viele Kilo erleichtert, kann entspannt losfliegen und sein Gepäck am Urlaubsort wieder in Empfang nehmen.

Doch wohin fahren eigentlich die Koffer auf den Fließbändern? Und wie findet jedes Gepäckstück das richtige Flugzeug? Um diese Fragen zu beantworten, durften wir einen Blick in die größte Gepäcklogistik am Frankfurter Flughafen werfen und der logistischen Meisterleistung nachspüren, die auf einer Länge von unterirdischen 80 Kilometern täglich bis zu 120.000 Gepäckstücke transportiert.

Wie genau das funktioniert haben uns Sandy Chen und Roy Watson aus der Unternehmenskommunikation des Unternehmens Fraport erzählt.

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Fraport AG ist ein Full-Service-Anbieter im Airport-Management und gehört mit 24 Flughafen-Beteiligungen auf drei Kontinenten zu den international führenden Unternehmen im Airport-Business. Der Konzern erwirtschaftete 2,59 Milliarden Euro Umsatz in 2016 und im gleichen Jahr nutzten insgesamt knapp 105 Millionen Passagiere die Flughäfen mit einem Fraport-Anteil von mehr als 50 Prozent.

Am Heimatstandort Frankfurt begrüßten wir im Jahr 2016 mehr als 60 Millionen Passagiere und schlugen ein Cargo-Volumen von rund 2,11 Millionen Tonnen um. Im Sommerflugplan 2017 fliegen 96 Airlines von Frankfurt weltweit 299 Destinationen in rund 100 Ländern an. Mit über 130 interkontinentalen Destinationen liegt der Großteil aller Ziele außerhalb Europas, was die Stellung Frankfurts als bedeutendes internationales Luftverkehrsdrehkreuz hervorhebt. Dadurch steht der Flughafen Frankfurt im Bereich Cargo auf Platz zwei und im Passagierverkehr an vierter Stelle im Ranking der europäischen Airports.

Die Airport-City Frankfurt ist darüber hinaus mit annähernd 81.000 Beschäftigten in etwa 450 Unternehmen die größte lokale Arbeitsstätte in Deutschland und attraktiver Anziehungspunkt für weitere Unternehmen im ökonomisch bedeutsamen Rhein-Main-Gebiet. Durch die Synergie-Effekte des Standorts, die vernetzte Expertise und die intermodale Infrastruktur deckt der Flughafen Frankfurt die steigenden Bedürfnisse der florierenden hessischen und der exportorientierten deutschen Wirtschaft nach optimalen Verbindungen an die globalen Wachstumsmärkte.

Damit ist der Flughafen Frankfurt in der Mitte Europas eines der bedeutendsten Luftverkehrsdrehkreuze der Welt und wichtige Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Als größter Flughafen Deutschlands fertigen wir am Frankfurter Flughafen an Spitzentagen bis zu 120.000 Gepäckstücke ab. Auf den rund 80 km langen Transportbahnen der computergesteuerten Gepäckförderanlage rast das Gepäck dann mit bis zu 18 km/h durch die langen Tunnel in den Tiefgeschossen. Pro Stunde sortiert die Gepäckförderanlage dabei bis zu 13.000 Gepäckstücke. Jedes von ihnen liegt einzeln in einer codierten Wanne, die durch ein Labyrinth von Tunneln im Keller der Terminals und unter dem Vorfeld zwischen Terminal und Flugzeugen auf Schienen und Bändern hin und her geschickt werden. Dabei besitzt die Gepäckförderanlage eine Zuverlässigkeitsrate von 99.6% – bei einem System dieser Größe und Komplexität praktisch rekordverdächtig.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?

Seit über 40 Jahren arbeitet die Gepäckförderanlage am Flughafen Frankfurt bereits zuverlässig hinter den Kulissen der Terminals. Natürlich ist sie mit jeder Erweiterung der Flughafeninfrastruktur ebenfalls ausgebaut worden und hat sich zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für die effiziente und pünktliche Bewältigung des Gepäcks in FRA entwickelt. Entsprechend setzen wir beim Gepäckmanagement auf kontinuierliche Effizienzsteigerung und Verbesserung unserer Technik und Prozesse, zum Beispiel durch den Ausbau und die Weiterentwicklung unserer »Self-Bag-Drop-off«-Anlagen.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?

Die wenigsten Passagiere kennen die Dimension und Komplexität unserer Gepäckförderanlage. Dabei ist die Gepäckabfertigung eines der hervorstechendsten Wettbewerbsmerkmale eines Flughafens und gehört zu unseren Kernkompetenzen. Denn der hohe Anteil an Umsteigergepäck mit 59% des Gepäckaufkommens stellt eine besondere logistische Herausforderung dar. Die Position als Deutschlands größtes Luftverkehrsdrehkreuz haben wir somit auch unserer Gepäckförderanlage zu verdanken.

Wir wollten selbstverständlich auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wir es für ihn war, am Frankfurter Flughafen zu fotografieren:

»Einen Blick in die Tiefgeschosse des Frankfurter Flughafen werfen zu dürfen ist schon etwas besonderes: Das System hat 80 Kilometer Länge – die allerdings nicht komplett auf einem Foto abzubilden sind – und die Koffer rauschten nur so an uns vorbei.

Schon bei der Vorbesichtigung hatte ich die große Anzeigentafel entdeckt und das sollte mein Hauptmotiv werden, da das komplexe logistische System besser nicht zu zeigen ist. Außerdem hatte die Tafel einfach sehr schöne Farben…

Das zweite Bild habe ich in den Tiefen der Frankfurter Gepäcklogistik gemacht – ich war selten an einem Ort, wo es so laut und heiß ist wie dort. Um das Bild zu bekommen, musste ich auf eine recht halsbrecherische Kletterpartie gehen, aber ich wollte unbedingt die Tiefe zeigen und das ging eben nur so.

Unser Termin war zeitlich leider etwas limitiert (auch wenn wir schon einige Stunden dort waren), aber die Tiefgeschosse der Gepäcklogistik sind so faszinierend, dass ich noch sehr viele Bilder hätte machen können, die Motive haben mich dort unten regelrecht angesprungen. Aber wer weiß, vielleicht ergibt sich ja eines Tages nochmal die Möglichkeit.«

* Wenn Sie mehr über den Frankfurter Flughafen erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

 

Glashütte Lamberts – die größte Glashütte für mundgeblasenes Flachglas der Welt

Tradition wird in Waldsassen groß geschrieben: Die historische Ofenhalle der Glashütte Lamberts  wurde im Jahr 1906 gebaut und in Betrieb genommen. Mit dem über 100-jährigem Wissen und rund 70 Mitarbeitern umfasst die Produktion der Manufaktur heute über 5.000 verschiedene Farben und Strukturen. Die Gläser aus der Oberpfalz sind vor allem auch bei Künstlern sehr beliebt und so finden sie sich in aller Welt wieder, etwa im Rockefeller Center in New York,  in der Kaoshiung Main Station in Taiwan, oder auch in der St. Pauls Kathedrale Rom.

Wir haben mit Robert Christ, seines Zeichens der Prokurist der Glashütte, über das Unternehmen gesprochen:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Glashütte Lamberts ist Weltmarktführer für mundgeblasene Flachgläser. Die Produktion unserer Manufaktur umfasst über 5.000 verschiedene Farben und Strukturen.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Die historische Ofenhalle wurde 1896 gebaut und 1906 nach Waldsassen transportiert und wieder aufgebaut. Die Dachkonstruktion wurde 2008/2009 komplett restauriert. Es arbeiten 70 Mitarbeiter bei uns.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Wir haben einen Exportanteil von über 70% und sie finden unsere Gläser in aller Welt. Als Referenzen seien genannt: Frauenkirche Dresden / Naumburger Dom / Rockefeller Center, New York / Seattle Airport / Indianapolis Airport / Kathedrale Notre Dame Reims / Iolanai Palace Hawaii / Kaoshiung Main Station Taiwan / Pfizer Headquarters New York / York Minister / Westminister Abbey / Metropolitan Museum of Art New York / St. Pauls Kathedrale Rom

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Die bisherigen Locations waren durch die Bank reizvolle Orte und wir verstehen uns selbst eben auch als Superlativ.

Natürlich haben wir auch mit Superlative-Fotograf Christoph MOrlinghaus darüber gesprochen, wie es für ihn war, bei der Glashütte zu fotografieren:

»Wirklich beeindruckt hat mich in Waldsassen, dass ich hier ‚echte‘ Menschen bei dem noch wortwörtlichen Handwerk beobachten konnte: Überall waren Feuer, Flammen, schmelzendes Glas, es hat gebrodelt, gedampft und geglüht. Zwischendrin haben schwitzende Männer eine Art Ballett mit heißem Glas aufgeführt – jeder hatte seine Bestimmung und alle sind zielstrebig um mich herum ihrer Wege gegangen, jeder in seinen Schritt der Produktion vertieft. Und das mit einer Handwerkstechnik, die sich seit dem Mittelalter nicht groß geändert hat. Und dabei wurde ich außerdem wahnsinnig freundlich und hilfsbereit aufgenommen – toll!«

* Wenn Sie mehr über die Glashütte Lamberts in Waldsassen erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Christoph Morlinghaus und Robert Christ und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Großes Interview in der PhotoPresse über das Warum und Wie

»Das Projekt als solches interessiert mich und mit einer Veröffentlichung möchte ich einerseits gerne für mehr Aufmerksamkeit sorgen und andererseits Berufskollegen Mut machen, mit eigenen Themen mehr Eigeninitiative zu ergreifen.«

Und genau aus diesem Grund hat Werner Musterer​ einen Artikel über die Superlative geschrieben – erschienen in der aktuellen Photo Presse​! Vielen Dank Werner und Daniel Albrecht​.

 

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Edda Fahrenhorst und Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Airbus – Sektionsmontage des größten Flugzeuges der Welt in Hamburg

Nicht wenige Hamburger erinnern sich an jenen Tag Ende August 2005, als das größte Passagierflugzeug der Welt das erste Mal über die Stadt flog. Und an den Tag im November desselben Jahres, als es dann das erste Mal landete. Das Ziel: Das Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder. Zweieinhalb Stunden zuvor war der A380 im französichen Toulouse gestartet, um von Stund an in der Hansestadt in Serie lackiert und mit Sitzen versehen zu werden.

Der A380 ist ein europäisches Vorzeigeobjekt par excellence, eine Gemeinschaftsproduktion, an der neben Deutschland und Frankreich auch Werke in Großbritannien und Spanien beteiligt sind – so kommen etwa die Flügel aus dem britischen Broughton, die Flugsteuerung aus Toulouse, das Seitenleitwerk aus Stade, die Rumpfsektion 18, die Bugsektion 13 und ein Teil der Sektion 15 aus Hamburg oder das Höhenleitwerk aus dem spanischen Getafe. Die Komponenten werden aus den verschiedenen Standorten per Schiff oder Flugzeug nach Toulouse gebracht, wo dann die Endmontage stattfindet. Um dann wieder nach Hamburg zu fliegen, wo der Riese mit der Innenausrüstung der Kabine versehen und lackiert wird – erst dann erfolgt die Auslieferung an die Kunden in Europa oder dem Nahen Osten. Apropos Kunden: Im Jahr 2007 wurde der erste fertige A380 an Singapore Airlines ausgeliefert.

Die Geschichte des A380 geht indes bis in die 1980er Jahre zurück, in denen eine erste Machbarkeitsstudie zu einem Flugzeug in der Größenordnung angefertigt wurde. Über die Jahre nahmen sowohl die Pläne dafür, als auch die Marktsituation derart gestalt an, dass Airbus im Jahr 2001 mit der Konstruktion begann. Bis heute, also 16 Jahre später, wurden 210 Maschinen in alle Welt ausgeliefert, weitere 100 Bestellungen warten darauf, in den Werken Europas gefertigt zu werden.

Bei einem Preis von etwa 430 Millionen US-Dollar pro Flieger kann man sich also in etwa vorstellen, das Konstruktion, Teileanfertigung und Sektionsmontagen einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor für die jeweiligen Produktionsstätten darstellen. Alleine in Hamburg-Finkenwerder hat das Werk – das neben der Sektionsmontage des A380 auch noch an weiteren Flugzeugreihen mitwirkt – 12.500 Mitarbeiter. Damit ist Airbus nicht nur federführend für die Sektionsmontage des größten Flugzeuges der Welt, sondern auch der größte Flugzeugbauer Deutschlands. Ein echtes Superlativ – Made in Germany.

Natürlich wollten wir auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie es für ihn war, bei Airbus zu fotografieren:

»Zuerst einmal war ich ausgesprochen glücklich, dass Airbus zugesagt hat! Es ist seit Jahren mein Traum, dort zu fotografieren und bislang wurde noch jede Fotoanfrage meinerseits abgelehnt. Umso begeisterter war ich, dass wir dort für die Superlative fotografieren durften!

Tatsächlich habe ich mich dann am ersten Tag in den Werkshallen gefühlt, als würde Ostern Weihnachten und mein Geburtstag auf einen Tag fallen – mich haben die Motive quasi angesprungen, ich wusste gar nicht, wo ich anfangen und wo ich aufhören sollte. Wir durften knapp zwei Tage fotografieren, aber ich hätte noch viel, viel mehr Zeit dort verbringen können.

Die Fotos tatsächlich zu machen war allerdings nicht so einfach, denn in der gesamten Halle ist immer viel Bewegung. Das scheint auf den ersten Blick nicht so, weil alles so groß und damit unbeweglich erscheint. Aber es herrscht in der tat ein ständiger Wechsel und das ist bemerkenswert.

Bemerkenswert sind auch die Atmosphäre und Ausgestaltung der Hallen: Alles ist sehr sauber, hell, die Farben sind aufeinander abgestimmt und es ist bemerkenswert ruhig. Mich hat alles dort an das Kennedy Space Center in Miami erinnert, also eher an ein Labor, als an eine Schwerindustriemontage.

Alles in allem war es einfach toll, das alles mal zu sehen. Und ich darf tatsächlich nochmal wiederkommen – das werde ich sicher gerne in Anspruch nehmen!«

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit.

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Lieberoser Wüste – die größte Wüste Deutschlands in Brandenburg

Ja, Deutschland hat auch eine Wüste und sie liegt mit einer Größe von 3.150 Hektar inmitten von Brandenburg: Die Lieberoser Wüste. Einst entstanden durch einen Waldbrand gefolgt von massiver Nutzung des sowjetischen Militärs haben sich relativ bald nach der Wiedervereinigung einige Organisationen zu einer Stiftung zusammen geschlossen, um das Gebiet zu schützen und es gleichzeitig ohne Eingriffe des Menschen wieder verwildern zu lassen.

Wir haben Michaela Wilczek von der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg zur der Geschichte und der Zukunft der Lieberoser Wüste befragt:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Im Mai 2000 wurde die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg vom Land Brandenburg, der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Umweltstiftung WWF Deutschland, dem Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung und einer Privatperson gegründet. Ihr Ziel ist es, Wildnisentwicklung auf ihren Flächen zu ermöglichen und diese den Menschen näher zu bringen. Sie ist eine der größten privaten Eigentümerinnen von Wildnisgebieten in Deutschland.
Das Hauptziel der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg wird schon in ihrem Namenszusatz »Die Wildnisstiftung« deutlich. Auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Jüterbog, Heidehof, Lieberose und Tangersdorf besitzt und betreut sie insgesamt 13.600 Hektar Flächen. Der größte Teil dieser Flächen ist frei von Eingriffen in die Natur, so dass sich Wildnis entwickelt.
Mit einem Besucherinformationskonzept, Wanderwegen, geführten Exkursionen und Veranstaltungen macht die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg diese faszinierende Entwicklung für Menschen erlebbar. Im Rahmen des Projektes »Ökologischer Korridor Südbrandenburg« werden die Stiftungsflächen und weitere wertvolle Wald- und Gewässerlebensräume für wandernde Tierarten wie Wolf, Fischotter, Rothirsch und Biber miteinander vernetzt.
Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg hat ihre Hauptgeschäftsstelle in Potsdam und gewährleistet mit Außenstellen in Lieberose und Jüterbog Präsenz auf ihren Flächen. Im Vorstand der Stiftung und im Stiftungsrat arbeiten renommierte Naturschützer und von den Stiftern benannte Experten.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg besitzt und betreut auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz (TÜP) Lieberose eine Fläche von 3.150 Hektar. Mit einer Gesamtfläche von 25.500 ha war Lieberose der größte TÜP zu Zeiten der DDR. Mit seiner beeindruckenden Ausdehnung und Unzerschnittenheit ist das Gebiet von überregionaler Bedeutung.
Die Flächen weisen eine ganz besondere Naturausstattung auf. Wälder und Vorwälder aller Stadien sind dort ebenso zu finden wie ausgedehnte Sandheiden, faszinierende Moore und Klarwasserseen und auch die sogenannte »Lieberoser Wüste«. Das Gebiet beinhaltet die komplette Abfolge der glazialen Serie mit Grundmoräne, Endmoräne und Sander mit Dünen sowie Senken, Schmelzwasserseen und Abflussrinnen.
Die Lieberoser Wüste ist Sinnbild für die Kraft der Natur, sich den Raum nach den menschlichen Eingriffe schrittweise zurückholt.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Bis etwa 1992 hat die militärische Nutzung das Gebiet intensiv geprägt. Gleichzeitig blieben die Flächen jahrzehntelang nahezu unberührt von Verkehrswegen, Besiedlung und konventioneller Landwirtschaft. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg hat die Chance ergriffen und diese Flächen nach Abzug des Militärs dauerhaft der Natur gewidmet. Hier entsteht etwas, das in Deutschland nur an sehr wenigen Orten dieser Größe zu finden ist: Auf dem größten Teil der Fläche darf die Natur ihren eigenen Kräften folgen – ein Wildnisgebiet entwickelt sich. Dieser spannende Prozess bringt dynamische Wandlungen mit sich. Lange ausgestorbene Arten wie der Wolf kehren in das Gebiet zurück, aus ehemaligen vegetationsfreien Flächen wird ein »Urwald von morgen«. Die Stiftungsflächen sind als Naturschutzgebiet (Lieberoser Endmoräne) und europäisches Natura 2000-Schutzgebiet ausgewiesen.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Die Sprache der Bilder ist auch die Sprache der Natur. Sehen, erleben, fühlen. All das sind auch die Grundsätze, um Wildnis erlebbar zu machen. Wildnis ist eine Superlativ in Deutschland, der noch mehr Raum und Bewusstsein in den Köpfen der Menschen benötigt.

Natürlich wollten wir auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie es war, die größte Wüste Deutschlands zu fotografieren:

»Das es in Deutschland eine Wüste gibt, darüber bin ich im Netz ganz zufällig »gestolpert«, als ich für die Superlative recherchiert habe und ich war sofort fasziniert von diesem »menschgemachtem« Phänomen – diese Wüste gibt es erst seit etwa 80 Jahren… Das wollte ich sehen und für unser Projekt fotografieren.

Ich habe mich also auf den Weg nach Brandenburg gemacht und dabei sehr warm angezogen – nachts gab es noch Frost und ich wollte meinen Schuss gerne früh morgens machen. Denn: Aufgehendes Licht plus eiskaltem Bodennebel über einer faszinierenden Landschaft sind schon sehr schön. Ich kam mir letztlich auch mehr wie ein Maler denn ein Fotograf vor…«

* Wenn Sie mehr über die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Christoph Morlinghaus und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Metropolitan Backlot – die größte Außenkulisse Europas in Potsdam

Auf 15.000 Quadratmetern lässt sich jede Stadt der Welt nachbauen – Metropolitan Backlot ist als Teil des Studios Babelsberg die größte Außenkulisse Deutschlands in Potsdam. Wir haben Eike Wolf, den Leiter Studiobetrieb und Marketing gebeten, uns ein wenig mehr über die neue Kulisse zu erzählen:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Das Studio Babelsberg ist das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt (gegründet wurde es 1912). Heute zählt Studio Babelsberg zu den führenden Standorten für die Herstellung von Spielfilm- Fernseh- und Werbeproduktionen in Europa. Das Studio sieht sich heute als Produktionsdienstleister und sogenannter »One-Stop-Shop« für deutsche und internationale Filmproduktionen. Mit einem einzigartigen Angebot in Deutschland deckt das Studio alle Phasen und Bereiche der Filmproduktion an einem Standort ab. 20 hochmoderne Ateliers und Studios, diverse Außenkulissen auf über 169.000m² und attraktive Drehorte in der Hauptstadtregion mit all seinen Angeboten und Verbindungen bieten optimale Bedingungen. Die international erfahrenen Film-Crews von Studio Babelsberg Motion Pictures und die erstklassigen Kulissenbauer und Produktionsdesigner des Art Departments zählen zu den besten der Welt.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Die Außenkulisse »Metropolitan Backlot / Neue Berliner Straße«, ist eine der größten und modernsten Außenkulissen Europas für Film-, TV- und Werbeaufnahmen. Die Außenkulisse befindet sich auf einem über 15.000 m² großen Gelände in unmittelbarer Nähe des Filmstudios inklusive seiner Büro- und Funktionsräume sowie Werkstätten. Mit vier Straßenzügen in unterschiedlichen Architekturstilen und mehreren Innenhöfen lässt sich das flexible modulare Backlot in jede Metropole der Welt umwandeln. Durch Zunahme von Green- und Bluescreen-Elementen lässt sich die Außenkulisse digital erweitern und verändern.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Unsere neue Außenkulisse ist weltweit einzigartig – wenn man drin steht, weiß man was »superlativ« bedeutet. Und sie ist »Made in Germany – by Babelsberg!«

Selbstverständlich haben wir auch Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus darum gebeten, uns über seinenTag im »Metropolitan Backlot« zu erzählen:

»Es war schon immer ein grpßer Traum von mir, in Babelsberg zu fotografieren, also haben wir beim Studio in Potsdam angefragt. Durch Zufall wurde gerade in den Tagen, als wir auf der  ersten Superlative-Tour quer durch Deutschland unterwegs waren, die neue Außenkulisse – Metropolitan Backlot – fertig und wir bekamen die Erlaubnis, übers Wochenende für zwei Tage zu fotografieren.

Ich glaube, wir waren mit die Ersten, die überhaupt dort arbeiten durften, wahrscheinlich hätten wir später auch gar keine Chance mehr gehabt, da die Straßenzüge der Kulisse dauerhaft mit Film-, Fernseh- und Produktionen ausgebucht sind. So aber durften uns beim Pförtner ganz unkompliziert den Schlüssel abholen, die Tore aufschließen, mit unserem Auto in die Kulisse fahren und anfangen. Ganz alleine und mit sehr viel Zeit. Großartig!

Tatsächlich war ich allerdings anfangs etwas erschlagen von den Bildmöglichkeiten und zusätzlich spielte das Licht nicht so mit, wie ich mir das gewünscht hätte und wir jagten am  Vormittag quasi dem Licht hinterher… Etwas später allerdings hatte ich mich damit abgefunden, dass die Bilder nicht so wie in meiner Vorstellung werden, sondern einfach anders und dann war das Arbeiten im Metropolitan Backlot am Ende doch die Erfüllung eines Traumes!«

* Wenn Sie mehr über die Außenkulisse Metropolitan Backlot in Babelsberg erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Die erste Superlative-Ausstellung wird in Zingst gezeigt

»Hier ist ein Fotograf am Werk, der großangelegte Ideen in kongenialen Bildern zu dokumentieren vermag. Emotionen und intellektuelle Auseinandersetzung werden in den Fotos in gleichem Maße angesprochen.« Klaus Tiedge, Kurator Fotografie Zingst.

Wir sind stolz und glücklich, dass wir die Ausstellungspremiere im Rahmen des diesjährigen Umweltfotofestivals »horizonte zingst« vom 26. Mai bis 3. Juni 2018 feiern dürfen!

Das Umweltfotofestival »horizonte zingst« findet 2018 zum elften Mal statt und hatte im letzten Jahr rund 57.000 Besucher. Gezeigt werden in diesem Jahr 20 Fotoschauen, die sich um den thematischen Schwerpunkt Umwelt drehen. Dabei wird es erhaltenswerte Naturschönheiten ebenso zu sehen geben, wie eine akute Gefährdung derselben. Gezeigt werden außerdem  Ausstellungen, die sich mit generellen gesellschaftlichen Fragestellungen beschäftigen.

Klaus Tiedge, Kurator Fotografie Zingst

Wie es dazu kam, dass die »Superlative« als Ausstellungspremiere auf dem Festival gezeigt werden – und zwar alle 40 im Großformat – dazu haben wir den Kurator Fotografie Zingst, Klaus Tiedge, befragt:

Sie sind seit Anbeginn ein intensiver Beobachter, Begleiter und auch gelegentlicher Ratgeber der »Superlative – Made in Germany«: Was ist es, was für Sie das Projekt ausmacht?
Superlative ist zunächst einmal eine großartige Idee – eben superlativ. Das Projekt hat alles, um einen besonderen Blick auf »Made in Germany« zu werfen. Bewundernswerte Leistungen werden damit ebenso dokumentiert, wie zeitkritisch zu betrachtende Phänomene. Hier wir ein Gesamtbild von Deutschland aufgezeigt, das aus einer solchen Perspektive noch nie aufgezeigt wurde.

Was ist für Sie aus fotografischer Sicht das Besondere an dem Projekt?
Hier ist mit Christoph Morlinghaus ein Fotograf am Werk, dem es gelingt – von einem sehr persönlichen kreativen Standort aus – faszinierende Bilder unter schwierigsten und außergewöhnlichsten Bedingungen zu machen. Ein klare Bildsprache und größte Variationstiefe werden bei Morlinghaus in gleicher Weise sichtbar.

Haben Sie einen Favoriten?
Diese Frage ist schwer zu beantworten. Ich bin von »Superlative« wegen der Vielzahl spannender Motive begeistert. Wenn ich mich auf ein Bild festlegen soll, so ist es das Tagesschau-Studio, weil es aus der Alltäglichkeit des Fernsehens herausgelöst, so faszinierend wirkt…

Was hat Sie dazu bewogen, die Superlative als Ausstellung in Zingst zu zeigen?
Die Suche nach neuen, überraschenden fotografischen Projekten zwingt den Kurator dazu offen für mutige Ansätze zu sein. »Superlative – Made in Germany« hat Qualitäten des in dieser Weise noch nie Gesehenen. Auch die Verknüpfung mit Aspekten der Umwelt ergibt sich durchgänging.

Was erwartet den Besucher darüber hinaus beim elften Umweltfotofestival »horizonte zingst«?
Das Umweltfotofestival »horizonte zingst« bietet 2018 wieder ein Spektrum von Ausstellungen die von Naturschönheiten und – Gewalten bis zum Klimawandel und Gefährdungsszenarien Sehenswertes zu bieten hat. Außerdem wäre es nicht ein Festival, wenn nicht dem aktiven Fotografen ein großartiges Programm vielfältigster Anregungen und Betätigungen beboten würde. Workshops, Podien, Tag des Fotobuchs und nicht zuletzt ein aktiver Fotomarkt machen Zingst zu Reiseziel für alles Fotointeressierten.

Wir danken für das Gespräch, sind gespannt auf die Ausstellungspremiere und freuen uns auf viele Besucher!

*»Superlative – Made in Germany« ist ein freies und gemeinsames Fotoprojekt von dem Fotografen Christoph Morlinghaus und von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit.

**Auf dem Titelbild dieses Artikels sehen Sie Edda Fahrenhorst von fotogloria und den Fotografen Christoph Morlinghaus bei der Betrachtung der ersten Ausstellungsbilder.

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Hazel Hen – der schnellste Supercomputer Deutschlands in Stuttgart

Schnell, schneller, Hazel Hen: Der schnellste Supercomputer Deutschlands – und immerhin Nummer 14 der Weltrangliste der schnellsten Supercomputer – steht in dem Rechenzentrum HLRS in Stuttgart. Wir haben PR-Manager Rainer Klank gebeten, uns einige Fragen zu beantworten:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Gründung des HLRS im Jahr 1996 als erstes Bundeshöchstleistungsrechenzentrum in Deutschland markierte einen Meilenstein in der 50-jährigen Geschichte des Hochleistungsrechnens an der Universität Stuttgart. Von Beginn an hat das HLRS seine Dienstleistungen nicht nur Wissenschaftlern angeboten, sondern auch Partnern aus der Industrie, wie Daimler und Porsche. Seit 2008 werden Dienstleistungen und Support auch in Zusammenarbeit mit dem Automotive Simulation Center Stuttgart (asc(s) angeboten.
Seit 2007 ist das HLRS ein Mitglied des Gauss Centre for Supercomputing (GCS) und arbeitet mit seinen Partnern an der Unterstützung von Wissenschaftlern in Deutschland und Europa. Als Kompetenzzentrum für wissenschaftliches Rechnen unterstützt das HLRS deutsche und europäische Forscher sowie Anwender aus der Industrie mit modernsten HPC-Technologien, Schulungen und Support.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Unser Supercomputer »Hazel Hen«, ein Cray XC40-System, ist das Herzstück der Recheninfrastruktur am HLRS. Mit einer Leistung von über 7,4 Petaflops (7,4 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde) ist »Hazel Hen« einer der leistungsfähigsten Supercomputer der Welt (Platz 14 unter den Top500 der HPCG-Liste) und der schnellste Höchstleistungsrechner in Deutschland. »Hazel Hen« wurde im Oktober 2015 in Betrieb genommen und basiert auf dem Intel® Haswell Prozessor und den Netzwerktechnologien von Cray Aries. Der Höchstleistungsrechner ist für konstante, robuste Anwendungsleistung und hohe Skalierbarkeit ausgelegt.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Die Aussicht »Hazel Hen« hervorragend fotografisch wiedergegeben zu wissen und nach wie vor zu den Superlativen in Deutschland zu gehören.

Selbstverständlich wollten wir auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus erfahren, wie es war, den schnellsten Supercomputer Deutschlands zu fotografieren:

»Zuerst einmal muss ich gestehen, dass ich überhaupt keine Vorstellung davon hatte, wie ein Supercomputer aussieht. Ich hatte nur die vage Idee, dass die Serverschränke sicher eine riesige Halle ausfüllen müssten.

In der Realität habe ich dann schon gestaunt, wie kompakt – im Vergleich zu meiner Vorstellung –  der schnellste Supercomputer Deutschlands daher kommt.

Und wie schwer zu fotografieren er ist… Denn: Die Abdeckungen der Serverschränke sind auf der Vorderseite mit bunten Bildern versehen, so dass ich befürchtete, dass Bilder und Farben von dem eigentlichen Motiv ablenken würden. Zumal ich mit meinen Fotos auch lieber symbolisiere als illustriere.

Entsprechend habe ich mich dann dafür entschieden, die Rückseite von »Hazel Hen« in ihrer Schlichtheit und Transparenz zu fotografieren. Ganz großartig war natürlich auch dass ich auch einen Blick in die Synchronisationseinheit für den Datenoutput des Höchstleistungsrechner und des gesamten HLRS werfen konnte…«

* Wenn Sie mehr über Hazel Hen in Stuttgart erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Rainer Klank und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Superlative-Interview mit Deutschland.de

Auf Deutsch, spanisch, französisch, russisch oder arabisch: Wir freuen uns über das nächste Interview mit Edda Fahrenhorst und Christoph Morlinghaus mit einem spannenden Portal und zwar deutschland.de, betrieben von der FAZIT Communication in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt!

Mit herzlichem Dank an Redakteurin Tanja Zech und es folgt das gesamte (Kurz-) Interview (HIER geht es zum Original):

»Sie bekommen Zutritt zu besonderen Orten und packen die Kamera nur aus, wenn es um die ganz große Sache geht: Edda Fahrenhorst von der Agentur Fotogloria und Fotograf Christoph Morlinghaus haben 2016 das Fotoprojekt „Superlative – Made in Germany“ begonnen.

Deutschland.DE: Frau Fahrenhorst und Herr Morlinghaus, was möchten Sie mit Ihren Bildern vermitteln?

Fahrenhorst: Mit dem Projekt „Superlative – Made in Germany“ wollen wir einen aktuellen fotografisch-künstlerischen Blick auf den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stand Deutschlands werfen. Wir nähern uns dem Thema von vielen Seiten, fotografisch maximal anspruchsvoll, dabei aber nie mit dem Anspruch auf Vollständigkeit.

Welche Auswahlkriterien haben Sie?

Fahrenhorst: Wir folgen einem Themenkatalog, den wir in Bereiche wie Energie, Logistik, Kultur, Landwirtschaft oder Religion unterteilt haben. Mittlerweile haben wir 35 Superlative fotografiert. Sie fügen sich langsam zu einem großen Gesamtbild zusammen.

Morlinghaus: Ich fotografiere für das Projekt ausnahmslos mit der Großbildkamera auf 8×10“ Farbnegativfilm. So kann ich es fotografisch mit Größe aufnehmen: Je größer der Ort und je komplexer die Bildebenen, desto lieber.

Welche Superlative beeindruckten Sie bisher am meisten?

Morlinghaus: Ganz klar der Operationssaal in der Helios-Endo Klinik in Hamburg. Wir durften im OP während der vielen und auch parallel laufenden Operationen fotografieren. Es war unglaublich, all die Sinneseindrücke zu verarbeiten und in einem Bild umzusetzen.

Wie geht es mit dem Projekt weiter?

Fahrenhorst und Morlinghaus: Wir freuen uns auf die Ausstellungspremiere Ende Mai auf dem Fotofestival „horizonte zingst“. Und wir arbeiten weiter an dem Projekt – es gibt noch sehr viele großartige Superlative! Für Ideen sind wir offen.«

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Edda Fahrenhorst und Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

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Caterpillar in Dortmund – die Fertigung der größten Hydraulikbagger der Welt

In den Minen der Welt werden die unterschiedlichsten Erdschichten bewegt, um Kohle, Gold & Co. abzubauen. Dabei werden schier unvorstellbare Mengen Stein umgeschichtet und Bagger in großen Größen eingesetzt – gefertigt in Dortmund von dem Unternehmen Caterpillar.

Wir haben Ramona Söpper aus der Unternehmenskommunikation dazu befragt, was das Unternehmen Caterpillar ausmacht und wie groß der größte Bagger der Welt ist:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Caterpillar Global Mining HMS GmbH als Tochterfirma des Weltkonzerns Caterpillar Inc. entwickelt, fertigt und montiert am Standort in Dortmund-Dorstfeld die weltweit größten Hydraulikbagger mit einem Einsatzgewicht von 100 bis zu 1.000 Tonnen. Der Standort mit seinen rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann auf 125 Jahre Erfahrung im schweren Maschinenbau, angefangen unter Orenstein & Koppel zurückblicken. Die großen Bagger verlassen den Standort in Dortmund, um in den großen Tagebauen der Welt in den Einsatz zu starten. Hier sind sie hauptsächlich für die Gewinnung von Mineralien wie Gold, Diamanten, Kupfer, Kohle, Eisenerz und Ölsand verantwortlich. Unser Händlernetzwerk unterstützt uns bei dem weltweiten Einsatz unserer Produkte. Wie unser Standort eine lange Tradition hat, so können wir auch stolz auf die langjährige Zugehörigkeit unserer MitarbeiterInnen blicken. Hohe Jubiläen von 40 bis 50 Jahren sind für uns keine Seltenheit.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Dass die größten Hydraulikbagger der Welt ihren Start im Ruhrgebiet haben und von hier aus in ihren Einsatz rund um den Globus starten, überrascht immer noch viele. Selbst die kleinsten Hydraulikbagger unserer Produktpalette starten bei einem Einsatzgewicht von 140 Tonnen. Zum Vergleich, die kleineren Bagger, die auf klassischen Baustellen zu finden sind, wiegen ca. 20 Tonnen.

Der größte Hydraulikbagger 6090 kommt mit seinem Einsatzgewicht an stolze 1.000 Tonnen heran. Durch die enorme Größe werden die Geräte am Standort nicht vollständig montiert. Die einzelnen Module werden soweit zusammengebaut, dass unsere MitarbeiterInnen Tests des Motors und der Hydrauliksysteme innerhalb des Grundgerüstes vornehmen können. Danach werden die Module wieder demontiert und verlassen mit bis zu 30 Schwerlasttransporten unseren Standort in Dortmund. Am jeweiligen Einsatzort angekommen, unterstützen unsere Kolleginnen und Kollegen die lokalen Händler und Kunden bei der Inbetriebnahme und der finalen Montage der Geräte.

Aufgrund der enormen Größe müssen die Baggerfahrer in den Minen wahrlich schwindelfrei sein; denn die Höhe des Kabinendaches des 6090 liegt bei 10 Metern. Die Reichweite unseres 6090 reicht bis zu einer Höhe von 20 Metern und einer Länge von 19,2 Metern. In die Tiefe kann der 6090 seine Klappschaufel bis auf 2,5 Meter in den Boden bringen. Die Standard-Schaufelgröße unseres größten Baggers beträgt 52m³, womit er eine Fördermenge von 6.700 Tonnen pro Stunde schafft. Doch auch diesen Rekord konnte das Dortmunder Team in den letzten Jahren noch überbieten. Eine Sonderanfertigung einer 55m³ Klappschaufel, in welcher locker zwei Schulklassen Platz finden, wurde am Standort gefertigt. Bei einer Gesamtbreite von über 6 Metern bringt alleine die Klappschaufel ein stolzes Gewicht von 80 Tonnen auf die Waage.
Diese Sonderanfertigungen für unsere Kunden sind keine Seltenheit. Ständig werden unsere Geräte an die Gegebenheiten vor Ort angepasst; sei es ein Einsatz in staubigen und heißen Gebieten oder in eiskalten Gegenden.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Bereits unter Orenstein & Koppel kristallisierte sich heraus, dass der Standort mit der Produktion von Hydraulikbaggern seinen Weg in die Zukunft einschlagen wird. Der erste Hydraulikbagger RH 5 wurde unter Orenstein & Koppel im Jahr 1962 gebaut. Dieser ist auch heute noch als Erinnerungsstück am Standort ausgestellt. Schnell wurden die Dimensionen größer und die erfahrenen Teams vor allem in den Bereichen der Schweißerei, Montage, E-Montage, Machining und Inbetriebnahme stellten unter Beweis, dass der Standort für Rekorde geschaffen ist. 1997 wurde der Weltrekord mit dem größten Hydraulikbagger der Welt, dem damaligen RH 400 und heutigem 6090 aufgestellt. Seit 2011 gehört der Standort in Dortmund als Caterpillar Global Mining HMS GmbH zu Caterpillar Inc. und komplettiert somit das Bergbau-Produktportfolio des Weltkonzerns.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Das Projekt »Superlative – Made in Germany« klang für uns sofort interessant und passend. Wir sind stolz auf unsere Produkte und auf die enormen Dimensionen, sowohl des kompletten Gerätes als auch der Einzelteile, die hier am Standort durch die einzelnen Fertigungsschritte entwickelt, produziert, montiert und getestet werden. Die weltweit größten Hydraulikbagger sind Superlative, welche unsere MitarbeiterInnen nur zu gut aus ihrem täglichen Arbeiten kennen. Auch diese Kolleginnen und Kollegen möchten wir an dieser Stelle hervorheben. Durch den täglich unermüdlichen Einsatz konnten wir uns in der Vergangenheit stark entwickeln und unsere Händler und Endkunden mit den besten Produkten beliefern.

Mit unserer Teilnahme an dem Projekt möchten wir unser Superlativ aus dem Ruhrgebiet etwas bekannter machen. Denn für unsere Entwicklung am Standort suchen wir immer neue Talente, die in einem internationalen Umfeld unsere Produkte voranbringen möchten. Werden Sie Teil des Fortschritts und unterstützen Sie unser globales Team in den Bereichen der Fertigung oder im Büro.

Herzlich bedanken wir uns auch bei dem kompetenten Team von fotogloria um Frau Edda Fahrenhorst, sowie bei Herrn Christoph Morlinghaus und Herrn Raphael Janzer für die Aufnahme der spannenden Fotos an unserem Standort.

Natürlich wollten wir auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie es für ihn war, in der Fertigung der größten Hydraulikbagger der Welt zu fotografieren:

»Die größten Bagger der Welt? Großartig. Das ist eines DER Motive, auf die ich im Rahmen des Projekts gehofft hatte. Allerdings: In der Fertigung in Dortmund steht kein fertiger Bagger.

Warum? Die Bagger sind am Ende so groß, dass sie nicht mehr transportierbar sind und so werden nurmehr die Einzelteile durch die Welt verschifft, um dann am Einsatzort aufgebaut zu werden – das muss man sich mal vorstellen, der größte Bagger ist 10 Meter hoch! Wahnsinn.

In der Fertigungshalle jedenfalls waren wir umgeben von verschiedensten Formen und Teilen, die wie ein abstrakter Baukasten anmuteten – für den Laien schwer zu durchschauen, welches Teil wohin am Bagger gehören könnte, aber dabei einfach total ästhetisch und toll anzuschauen.

Dazu kam, dass man gehört hat, wie überall gearbeitet wird, aber man die arbeitenden Menschen nicht gesehen hat, da sie irgendwo in den riesigen Teilen quasi verschwunden waren.

Für mich war der Einblick in ein so hochindustrialisiertes Unternehmen jedenfalls sehr spannend. Und wer weiß, vielleicht darf ich ja doch noch eines Tages den ganzen Bagger irgendwo auf der Welt fotografieren…«

* Wenn Sie mehr über Caterpillar erfahren möchten, dann bitte HIER entlang.

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.