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»Deutschland an der Spitze« – die Superlative in der GEO

Elf Superlative auf fünfzehn Seiten: In einer großen Strecke – mit einem Text von Chefredakteur Christoph Kucklick – sind die Superlative im Magazin GEO erschienen! Unser Dank gilt dem  gesamten GEO-Team und im Besonderen GEO-Bildchef Lars Lindemann, dem wir auch gleich drei Fragen zu der Projekt-Partnerschaft und der Magazinstrecke gestellt haben:

Die Superlative sind dieser Tage in einer großen Strecke im GEO erschienen. Darüber hinaus sind GEO und die Superlative aber auch schon eine Weile partnerschaftlich miteinander verbunden – wie und warum kam es dazu?
Vor gut einem Jahr hat uns Edda Fahrenhorst von der Hamburger Agentur fotogloria das Projekt vorgeschlagen. Chefredakteur Christoph Kucklick und ich waren sofort begeistert von der Idee, sich mit deutschen Superlativen zu beschäftigen. Eine solche Arbeit wurde uns zuvor noch nie angeboten.
Die herausragende fotografische Qualität der Arbeit von Christoph Morlinghaus und die doch oft überraschenden Superlative sind sicherlich die Stärken des Projekts.

Für die aktuelle Heftstrecke: War es schwer, aus den 40 Superlativen ein »Magazinextrakt« zu ziehen?
Ein Langzeitprojekt auf eine Magazin-Geschichte oder ein Portfolio runter zu brechen ist immer eine Herausforderung. Andererseits ist es auch sehr dankbar, aus einer solchen Fülle großartiger Bilder und spannender Motive peu á peu die perfekte Bildstrecke zu entwickeln.

Hast Du unter den Bildern/Superlativen einen Favoriten?
Die Lieberoser Panzer-Wüste fasziniert mich besonders. Ein stilles, eher unaufgeregtes Foto, das mir seit einigen Monaten nachgeht. Ich mag die Uneindeutigkeit des Bildes: Vordergründig wirkt die durch militärische Nutzung überformte Landschaft fast idyllisch. Dieser Eindruck verliert sich aber bei längerer Betrachtung. Eine unbehagliche Endzeitstimmung macht sich breit. Zudem war mir das Phänomen der großflächigen Desertifikation durch schweres Gerät komplett unbekannt. Und das mitten in Deutschland.

 

* Wenn Sie mehr über GEO erfahren möchten, dann bitte HIER entlang. Und natürlich ist digital nur der halbe Spaß – die gedruckte Ausgabe liegt ganz frisch am Kiosk!

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit.

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Vierzig »Superlative — Made in Germany«

Bis heute haben wir vierzig »Superlative – Made in Germany« in ganz Deutschland und aus den verschiedensten Themengebieten fotografiert***:

AIRBUS in Hamburg – Endmontage für das größte Passagierflugzeug der Welt, den A380
ATTA-HÖHLE in Attendorn – die größte Tropfsteinhöhle Deutschlands
AURUBIS in Hamburg – der größte Kupferproduzent und Kupferwiederverwerter Europas
AVG (Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln) in Köln – die durchsatzstärkste Müllverbrennungsanlage Deutschlands
BORUSSIA DORTMUND – die größte Stehplatztribühne Europas
CASINO BADEN-BADEN – das älteste Casino Deutschlands
CATERPILLAR in Dortmund – die Fertigung der größten Hydraulikbagger der Welt
CLAAS in Harsewinkel – der größte Landmaschinenhersteller Deutschlands
COMMERZBANK TOWER in Frankfurt – das höchste Gebäude Deutschlands
DEUTSCHES LUFT- UND RAUMFAHRTZENTRUM in Lampoldshausen – das Vinci-Triebwerk für die Ariane-2-Mission im Höhensimulationsprüfstand, der einzige in Deutschland
DOM TRIER – die älteste christliche Kirche Deutschlands
ELBPHILHARMONIE in Hamburg – das begehrteste Konzerthaus Deutschlands
EMSFLOWER in Emsbüren – das größte Gewächshaus Deutschlands und Europas
EUROPEAN XFEL in Hamburg – der leistungsfähigste Röntgenlaser der Welt
FRAPORT AG in Frankfurt – die größte Flughafen-Gepäcklogistik Deutschlands
FRAUNHOFER IIS in Erlangen – »Mozart« das größte Schalllabor seiner Art in Deutschland
G20 in Hamburg – Deutschlands größter politischer Gipfel
GARZWEILER im Ruhrgebiet – das größte Braunkohlerevier Deutschlands
GLASHÜTTE LAMBERTS in Waldsassen – die größte Glashütte für mundgeblasenes Flachglas der Welt
HAZEL HEN in Stuttgart – der schnellste Supercomputer Deutschlands
HELIOS ENDO-KLINIK in Hamburg – der größte Operationssaal Deutschlands
HERMES FULFILMENT in Haldensleben – das größte E-Commerce-Warehouse Deutschlands
HOFBRÄU-FESTZELT in München – das größte Festzelt auf dem Oktoberfest
KINO LICHTBURG in Essen – der größte Kinosaal in Deutschland
KOCHERTALBRÜCKE bei Geisslingen – die höchste Talbrücke Deutschlands
KWS in Einbeck – einer der größten Pflanzenzüchter und Saatguthersteller Deutschlands
LANXESS-ARENA in Köln – die größte Mehrzweckhalle Deutschlands
LIEBEROSER WÜSTE (Stiftung Naturlandschaften Brandenburg) – die größte Wüste Deutschlands
METROPOLITAN BACKLOT in Potsdam – die größte Außenkulisse Deutschlands
MEYER WERFT in Papenburg – die größte Werft Deutschlands
MINIATUR WUNDERLAND in Hamburg – die größte Modelleisenbahnanlage der Welt
PHOENIX CONTACT in Blomberg – das leistungsstärkste Überspannungsschutzlabor der Welt in Blomberg
REILING KUNSTSTOFF RECYCLING in Hamm – der größte PET-Recycler Deutschlands
SCHNÖGGERSBURG – die größte Übungsstadt Deutschlands beim
Gefechtsübungszentrum Heer
SYNLIGHT (DLR) in Jülich – die größte künstliche Sonne der Welt
TAGESSCHAU in Hamburg – die erfolgreichste Nachrichtensendung Europas
THERME ERDING – die größte Therme Deutschlands und Europas
WASSERWERK SIPPLINGER BERG am Bodensee – das größte Wasserwerk Deutschlands
ZENTRALMOSCHEE KÖLN – die größte Moschee Deutschlands

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus und organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne bei uns per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

***Diese Liste wird ständig aktualisiert, da wir laufend weiter fotografieren. Sollten einige der genannten Superlative noch nicht im Bild zu finden sein, so liegt das daran, dass die Farbnegativfilme gerade noch entwickelt, gescannt, bearbeitet und die Texte dazu geschrieben werden.

Meyer Werft – die größte Werft Deutschlands in Papenburg

Wenn man im Lexikon nachschlägt, erfährt man über die geographische Lage von Papenburg, dass es die nördlichste Stadt des Landkreises Emsland ist, dass die Stadt nur 15 Kilometer östlich der niederländischen Grenze liegt, und das im Westen der Stadt sowohl der Dortmund-Ems-Kanal als auch die Ems Ihren Weg zur See finden. Außerdem schmückt sich Papenburg mit dem Attribut, der südlichste Seehafen Deutschlands zu sein.

Vor allem aber beheimatet Papenburg, nicht zuletzt dank genau dieser optimalen geographischen Bedingungen, seit mehr als 220 Jahren eines der beeindruckendsten »Superlative – Made in Germany«: Die Meyer Werft – die größte Werft Deutschlands.

Meyer Werft: Kreuzfahrtschiffe für Kunden aus der ganzen Welt

Als einer der größten Arbeitgeber der Region baut die Werft riesige Kreuzfahrtschiffe, Fähren und Gastanker für Kunden aus aller Welt, die ein- bis zweimal jährlich in die nahe gelegene Nordsee überführt werden. Für das groß angelegte Fotoprojekt »Superlative – Made in Germany« durften wir in der Meyer Werft fotografieren und Michael Wessels (Unternehmenskommunikation Meyer Werft) hat uns einige Fragen zu dem Unternehmen beantwortet:

Herr Wessels, bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die in Papenburg ansässige Meyer Werft GmbH & Co. KG wurde 1795 gegründet und befindet sich in siebter Generation im Familienbesitz. Als Geschäftsführende Gesellschafter leiten Bernard Meyer, Dr. Jan Meyer, Tim Meyer und Lambert Kruse, die Geschicke des Unternehmens.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Unternehmen wissen.
Die Meyer Werft beschäftigt heute mehr als 3.300 Menschen und gehört zu den größten Arbeitgebern der Region. Das private Familienunternehmen bildet rund 270 Auszubildende in neun verschiedenen Berufen aus. Die Werft hat Beschäftigung bis in das Jahr 2023.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Wir sind mit den Anforderungen unserer Kunden und unseren Schiffprojekten gewachsen.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Eine nette Anfrage von fotogloria.

Natürlich wollten wir auch von dem Superlative-Fotografen Christoph Morlinghaus wissen, was er in der größten Werft Deutschlands erlebt hat:

»Der Termin bei der Meyer Werft war der allererste Superlative-Termin überhaupt – am 8.8.2016 – und ich wusste nur, was Michael Wessels vorher an fotogloria geschrieben hatte: ‚Der Fotograf kann mich dann auch begleiten, wenn ich ein aktuelles Bild vom Schiff mache. Ich mache die Bilder von oben in der Halle, das ist eine einmalige Gelegenheit, da dorthin sonst keine Besucher mit dürfen. Da wir aber keinen Aufzug nach oben haben, ist es ein langer Weg mit 239 Treppenstufen.‘

Nicht, das wir viele Treppenstufen scheuen würden, aber mit etwa 100 Kilo Equipment im Gepäck haben wir dafür dann nur das Nötigste geschultert und sind Michael Wessels den langen, den sehr langen Weg nach oben gefolgt. Auf dem letzten Treppenabsatz angekommen, bot sich ein beeindruckender Anblick: Zwei fast fertige Kreuzfahrtschiffe lagen uns in dieser riesigen Halle quasi zu Füßen.

An dem Tag hatten wir jedenfalls nur sehr begrenzt Zeit, da die Schiffe kurz vor dem Auslaufen waren und in diesen Zeiten jeder Mitarbeiter der Werft rotiert. Ich baute die Kamera sehr schnell auf und die Zeit reichte exakt für einen einzigen Schuss. Leider, denn als wir gerade gehen wollten, kam die Sonne heraus und die Halle verwandelte sich in ein großes Lichtspektakel, inszeniert von Richard Wagner und dem lieben Gott persönlich. Aber ohne aufgebaute Kamera und ohne Zeit…

»Da stand es in der Meyer Werft vor mir, ein halbiertes Kreuzfahrtschiff«

Michael Wessels jedenfalls sagte uns nach diesem Erlebnis sofort zu, dass wir noch einmal kommen dürften, um weiter zu fotografieren. Dann allerdings, so sagte er, wären die Schiffe nicht fast fertig, sondern noch im Bau. So war es dann auch und beim zweiten Termin standen wir tatsächlich vor einem halben Kreuzfahrtschiff mit direktem Blick in die Kabinen, in halbierte Treppenhäuser und in den offenen Rumpf. Was für ein Anblick!

Ich weiß auch noch, wie ich gleichzeitig gedacht habe, dass die Schiffe im Vergleich zu dieser Halle fast klein wirken. Kein Wunder, denn ich habe nicht nur in der größten Werft Deutschlands, sondern auch in einem der größten überdachten Baudocks der Welt gestanden.«

 

 

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlative? Melden Sie sich gerne bei uns per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Die Bilder aus der Meyer Werft in Papenburg:

Hermes Fulfilment – das größte E-Commerce Warehouse Deutschlands

Akkubohrer, Tennisschläger, Sandkastensand oder eine die neuesten Sneaker: Beinahe alle Wünsche lassen sich zu jedem Anlass und zu jeder Tages- und Nachtzeit erfüllen – mit einer Bestellung im Online-Shop. Und damit die unterschiedlichsten Waren nicht einzeln und in entsprechend teuren Paketen aus den verschiedensten Ecken Deutschlands vor der eigenen Haustür landen, lohnt es sich, Transportwege und Verpackung möglichst effizient zu gestalten.

Deutschlands größtes E-Commerce Warehouse macht genau das. Bei der Hermes Fulfilment GmbH in Haldensleben lagern Millionen verschiedene Artikel von hunderten von Online-Händlern, die in tausenden von täglichen Bestellungen in alle Himmelsrichtungen geschickt werden – nachdem sie aus dem gigantischen Hochregallager zusammengetragen, gebündelt, sortiert und verpackt wurden. Eine logistische Meisterleistung.

Wir haben Kartrin Borzym und Marijana Deubel vom Hermes Fulfilment Marketing gebeten, uns einige Fragen zu ihrem Superlativ zu beantworten:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Hermes Fulfilment GmbH ist ein international agierender E-Commerce-Dienstleister. Im Auftrag von Online-Händlern übernimmt das Unternehmen die Warenlagerung, packt Pakete und Tüten mit den Artikeln, die Endkunden im Internet bestellt haben, kümmert sich um den Versand und lagert die Teile, die bei Nichtgefallen zurückgeschickt werden, wieder ein. Bei einer Sortimentsbreite von einer Million Artikeln bewegt Hermes Fulfilment pro Jahr rund 300 Millionen Teile und wickelt 60 Millionen Bestellungen ab. Das Spektrum reicht von Textilien und Schmuck über Smartphones und Flachbildfernseher bis hin zu Möbeln und Waschmaschinen.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Hermes Fulfilment betreibt in Haldensleben (Sachsen-Anhalt) eines der größten und modernsten Versandzentren in Europa. Es hat eine Nutzfläche, die etwa so groß ist wie 26 Fußballfelder. Die beiden Hochregallager bieten Platz für 1,2 Millionen Kartons mit Ware. Sie stapeln sich in 30 Meter hohen und 80 Meter tiefen Regalen. Würde man all diese Kartons hintereinanderlegen, ergäbe das eine Kette von 600 Kilometern Länge. Das entspricht in etwa der Autobahnstrecke von Berlin nach München. Etwa 30 Kilometer legt die Ware vom Wareneingang bis zum Warenausgang auf Förderbändern zurück, die sich wie eine Achterbahn durch die Hallen schlängeln. Bis zu 300.000 Sendungen für Besteller aus ganz Europa werden in Haldensleben jeden Tag zusammengestellt und verladen.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Das Versandzentrum ist mit dem Boom im E-Commerce gewachsen. Seit der Inbetriebnahme 1994 wurde der Standort bislang in vier Stufen ausgebaut und modernisiert. 2010 wurde das Versandzentrum um eine Betriebsstätte im Südhafen, etwa drei Kilometer Luftlinie vom Stammgelände entfernt, erweitert. Seit Planungsbeginn hat die Otto Group, zu der Hermes Fulfilment gehört, mehr als eine halbe Milliarde Euro in Haldensleben investiert. Mit mehr als 3.000 Beschäftigten ist Hermes Fulfilment heute einer der bedeutendsten Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Hinter dem Online-Shopping verbergen sich komplexe logistische Prozesse. Der Reiz liegt darin, auf diese Vorgänge, die für den Besteller meist im Verborgenen ablaufen, einen fotografisch-künstlerischen Blick zu werfen.

Wir wollten natürlich auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, was er beim Shooting in Deutschlands größtem E-Commerce-Warehouse erlebt hat:

»Wir wurden sehr, sehr freundlich in Haldensleben empfangen und durften uns erstmal das  gesamte Logistikzentrum in Ruhe ansehen und die Motive ausloten. In diesem Fall gab es einige spannende Bilder, aber das Hauptmotiv war schnell gefunden: Der Blick auf die Hochregale!

Dabei gab es nur ein Problem: Die Pakete werden von rasenden knallgelben Robotern aus den Regalen geholt, die völlig unberechenbar und ständig durch die Gegend und damit durch das Foto flitzen würden – für das Bild in meiner Vorstellung völlig unmöglich.

Ich habe mir also ein Herz gefasst und den Abteilungsleiter gefragt, ob es möglich ist, das Lager für mein Bild still zu legen… Und tatsächlich hat er eingewilligt! Ich habe also meine Kamera aufgebaut und nach meinem Zeichen wurde alles für etwa fünf Minuten angehalten – es herrschte eine beinahe greifbare Spannung in dem gesamten Lager und ich war unglaublich nervös, denn: Diese Gelegenheit war absolut einmalig und dazu eine echte technische Herausforderung da es in dem Raum unglaublich finster war. Als alles wieder anlief wusste ich aber, dass ich meinen Schuss gemacht hatte.

Durch diese Chance mutig geworden, habe ich gefragt, ob ich auch zwischen zwei Regalen  fotografieren darf und auch das durfte ich. Es war unglaublich dunkel in dieser Bucht, ich konnte kaum die Hand vor Augen sehen – mir war also klar, dass ich lange würde belichten müssen. Tatsächlich wurde es dann eine Stunde Belichtungszeit, aber auch nur, weil wir im Nachbarregal das Licht anmachen konnten.

Diese lange Belichtungszeit jedenfalls bedeutete natürlich auch, dass das Regal entsprechend lange stillgelegt werden musste. Ich habe quasi bis zur allerallerletzten möglichen Sekunde belichtet, ehe der Schalter wieder umgelegt wurde und die Roboter wieder losflitzten. Tatsächlich sind wir regelrecht im Dauerlauf vor den Robotern her aus dem Regal gelaufen…

Das Superlativ bei Hermes zu fotografieren war auf jeden Fall ein ganz besonderes und tolles Erlebnis. Und eines noch: Die Dame von Hermes, die uns den ganzen Tag über begleitet hat, war so großartig, dass ich ihr hiermit den großen Fotografenverdienstorden verleihen möchte!«

* Wenn Sie mehr über Hermes Fulfilment in Haldensleben erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

 

Aurubis – der größte Kupferproduzent Europas und Kupferrecyler der Welt

Kupfer leitet sehr gut Strom und Wärme, es ist korrosionsbeständig und hat einen antibakteriellen Effekt. In der Legierung mit Zink wird Kupfer zu Messing und in der Legierung mit (vor allem) Zinn wird aus Kupfer Bronze.

Mit diesen Eigenschaften gehört das Halbedelmetall – das übrigens zu den ältesten bekannten Metallen der Welt gehört und schon vor etwa 10.000 Jahren verarbeitet wurde – zu den Multitalenten unter den Metallen, das in der Anwendung in sehr vielen Bereichen des heutigen Lebens seinen Einsatz findet. Und nicht mehr wegzudenken ist: Elektrische Leitungen, Stromkabel, Cent-Münzen, Oberleitungen, Leiterplatten, Wasserrohre, Schaltkreise, Dächer, Transformatoren, Spulen und vieles mehr werden mit dem Werkstoff Kupfer hergestellt.

Um je nach Bedarf weiterverarbeitet zu werden, bedarf es allerdings als Ausgangspunkt möglichst reinen Kupfers. Und das wird im Hamburger Hafengebiet bei dem größten Kupferproduzenten Deutschlands und Europas, der Aurubis AG, erzeugt.

Der letzte Prozesschritt in der Kupferveredelung ist in dem Hamburger Traditionsunternehmen – das übrigens 1866 gegründet wurde – die Kupferelektrolyse. In den riesigen Becken findet die Feinreinigung des so genannten relativ unreinen Anodenkupfers statt und zwar mittels einer erwärmten schwefelsaueren Kupfersulfatlösung im Zusammenspiel mit elektrischem Strom. Der so entstehende chemische Prozess bewirkt, dass das Kupfer im ersten Schritt in Lösung geht und sich im zweiten Schritt als sehr reines Kuper in Form von Kathoden an Edelstahlplatten niederschlägt. Verunreinigungen und Begleitmetalle bleiben in Lösung oder sinken als Anodenschlamm nieder.

Das Ergebnis des Prozesses, der übrigens von dem Chemiker Emil Wohlwill entwickelt wurde und 1876 bei Aurubis – das damals noch Norddeutsche Affinerie hieß – weltweit erstmalig in einer dauerhaft arbeitenden Industrieanlage installiert wurde, ist Kupfer mit einer Reinheit von nahezu 100 Prozent. Genauer gesagt hat das Kupfer aus dem Hause Aurubis einen Reinheitsgrad von 99,99 Prozent.

Da die Gewinnung von Kupfer aus der Erdkruste aber zunehmend komplexer wird, konzentriert sich Aurubis auf noch ein weiteres Geschäftsfeld: das Kupferrecycling. Denn Kupfer verbraucht sich nicht, es ist ohne Qualitätsverluste wiederherstellbar.

Auf dem Hof des Konzerns lagern entsprechend je nach Marktlage gewaltige Berge Kupferdrähte, Kupferbleche, Kupferabfälle und Altkupfer, die den gesamten Kupfererzeugungsprozess durchlaufen und am Ende wieder neu verarbeitet werden können.

Natürlich wollten wir auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie sein Besuch bei der Aurubis AG aussah:

»Ich war schon neugierig auf Europas größten Kupferproduzenten, den man sonst nur von der Autobahn aus in der Peripherie Hamburgs vorbeiziehen sieht. Und was aus dem Auto heraus schon groß aussieht, stellte sich in der Realität als eine sehr große, in sich geschlossene »Industriestadt« heraus und das nur eine erstaunliche und gute Viertelstunde von Hamburgs Zentrum aus entfernt…

Dort angekommen, wurden wir sehr freundlich in Empfang genommen, erstmal in alle Sicherheitsvorkehrungen eingeweiht und mit Schutzkleidung versorgt: Helm, Brille, Weste, Schuhe und Arbeitsanzug. Derart sorgfältig ausstaffiert haben wir das Equipment geschultert und uns auf den Weg in die Elektrolyse gemacht. Das hat etwas länger gedauert, denn es war Pflicht, sich immer mit einer Hand am Handlauf festzuhalten, entsprechend waren wir quasi einhändig, das ist bei 100 Kilo Equipment schon sportlich.

Die Elektrolyse-Halle jedenfalls war schon sehr beeindruckend und mein Motiv zu finden war entsprechend eine leichtere Übung, zumal extra für das Foto die Plane entfernt wurde, die sonst über den Becken ausgebreitet ist und ich so einen ungehinderten Blick hatte.

Das zweite Motiv habe ich dann auf dem »Schrottplatz« fotografiert, auf dem mal mehr und mal weniger Kupferschrott zwischengelagert wird und dort auf seine Weiterverarbeitung wartet. Zwar hatten wir nicht mehr sehr viel Zeit, aber auch hier haben mich die Motive fast angesprungen und ich habe das Bild in nur zwanzig Minuten geschossen und wir waren fast auf die Sekunde pünktlich fertig!«

* Wenn Sie mehr über die Aurubis AG in Hamburg erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Flughafen Frankfurt – die größte Flughafen-Gepäcklogistik Deutschlands

Wer kennt das nicht: Der erste Urlaubstag, die Koffer sind gepackt und wie immer riesig und sehr, sehr schwer. Sobald sie allerdings auf dem Fließband der Fluggesellschaft ihre scheinbar selbständige Reise in den Flieger antreten, ist der Passagier um viele Kilo erleichtert, kann entspannt losfliegen und sein Gepäck am Urlaubsort wieder in Empfang nehmen.

Doch wohin fahren eigentlich die Koffer auf den Fließbändern? Und wie findet jedes Gepäckstück das richtige Flugzeug? Um diese Fragen zu beantworten, durften wir einen Blick in die größte Gepäcklogistik am Frankfurter Flughafen werfen und der logistischen Meisterleistung nachspüren, die auf einer Länge von unterirdischen 80 Kilometern täglich bis zu 120.000 Gepäckstücke transportiert.

Wie genau das funktioniert haben uns Sandy Chen und Roy Watson aus der Unternehmenskommunikation des Unternehmens Fraport erzählt.

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Fraport AG ist ein Full-Service-Anbieter im Airport-Management und gehört mit 24 Flughafen-Beteiligungen auf drei Kontinenten zu den international führenden Unternehmen im Airport-Business. Der Konzern erwirtschaftete 2,59 Milliarden Euro Umsatz in 2016 und im gleichen Jahr nutzten insgesamt knapp 105 Millionen Passagiere die Flughäfen mit einem Fraport-Anteil von mehr als 50 Prozent.

Am Heimatstandort Frankfurt begrüßten wir im Jahr 2016 mehr als 60 Millionen Passagiere und schlugen ein Cargo-Volumen von rund 2,11 Millionen Tonnen um. Im Sommerflugplan 2017 fliegen 96 Airlines von Frankfurt weltweit 299 Destinationen in rund 100 Ländern an. Mit über 130 interkontinentalen Destinationen liegt der Großteil aller Ziele außerhalb Europas, was die Stellung Frankfurts als bedeutendes internationales Luftverkehrsdrehkreuz hervorhebt. Dadurch steht der Flughafen Frankfurt im Bereich Cargo auf Platz zwei und im Passagierverkehr an vierter Stelle im Ranking der europäischen Airports.

Die Airport-City Frankfurt ist darüber hinaus mit annähernd 81.000 Beschäftigten in etwa 450 Unternehmen die größte lokale Arbeitsstätte in Deutschland und attraktiver Anziehungspunkt für weitere Unternehmen im ökonomisch bedeutsamen Rhein-Main-Gebiet. Durch die Synergie-Effekte des Standorts, die vernetzte Expertise und die intermodale Infrastruktur deckt der Flughafen Frankfurt die steigenden Bedürfnisse der florierenden hessischen und der exportorientierten deutschen Wirtschaft nach optimalen Verbindungen an die globalen Wachstumsmärkte.

Damit ist der Flughafen Frankfurt in der Mitte Europas eines der bedeutendsten Luftverkehrsdrehkreuze der Welt und wichtige Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Als größter Flughafen Deutschlands fertigen wir am Frankfurter Flughafen an Spitzentagen bis zu 120.000 Gepäckstücke ab. Auf den rund 80 km langen Transportbahnen der computergesteuerten Gepäckförderanlage rast das Gepäck dann mit bis zu 18 km/h durch die langen Tunnel in den Tiefgeschossen. Pro Stunde sortiert die Gepäckförderanlage dabei bis zu 13.000 Gepäckstücke. Jedes von ihnen liegt einzeln in einer codierten Wanne, die durch ein Labyrinth von Tunneln im Keller der Terminals und unter dem Vorfeld zwischen Terminal und Flugzeugen auf Schienen und Bändern hin und her geschickt werden. Dabei besitzt die Gepäckförderanlage eine Zuverlässigkeitsrate von 99.6% – bei einem System dieser Größe und Komplexität praktisch rekordverdächtig.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?

Seit über 40 Jahren arbeitet die Gepäckförderanlage am Flughafen Frankfurt bereits zuverlässig hinter den Kulissen der Terminals. Natürlich ist sie mit jeder Erweiterung der Flughafeninfrastruktur ebenfalls ausgebaut worden und hat sich zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für die effiziente und pünktliche Bewältigung des Gepäcks in FRA entwickelt. Entsprechend setzen wir beim Gepäckmanagement auf kontinuierliche Effizienzsteigerung und Verbesserung unserer Technik und Prozesse, zum Beispiel durch den Ausbau und die Weiterentwicklung unserer »Self-Bag-Drop-off«-Anlagen.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?

Die wenigsten Passagiere kennen die Dimension und Komplexität unserer Gepäckförderanlage. Dabei ist die Gepäckabfertigung eines der hervorstechendsten Wettbewerbsmerkmale eines Flughafens und gehört zu unseren Kernkompetenzen. Denn der hohe Anteil an Umsteigergepäck mit 59% des Gepäckaufkommens stellt eine besondere logistische Herausforderung dar. Die Position als Deutschlands größtes Luftverkehrsdrehkreuz haben wir somit auch unserer Gepäckförderanlage zu verdanken.

Wir wollten selbstverständlich auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wir es für ihn war, am Frankfurter Flughafen zu fotografieren:

»Einen Blick in die Tiefgeschosse des Frankfurter Flughafen werfen zu dürfen ist schon etwas besonderes: Das System hat 80 Kilometer Länge – die allerdings nicht komplett auf einem Foto abzubilden sind – und die Koffer rauschten nur so an uns vorbei.

Schon bei der Vorbesichtigung hatte ich die große Anzeigentafel entdeckt und das sollte mein Hauptmotiv werden, da das komplexe logistische System besser nicht zu zeigen ist. Außerdem hatte die Tafel einfach sehr schöne Farben…

Das zweite Bild habe ich in den Tiefen der Frankfurter Gepäcklogistik gemacht – ich war selten an einem Ort, wo es so laut und heiß ist wie dort. Um das Bild zu bekommen, musste ich auf eine recht halsbrecherische Kletterpartie gehen, aber ich wollte unbedingt die Tiefe zeigen und das ging eben nur so.

Unser Termin war zeitlich leider etwas limitiert (auch wenn wir schon einige Stunden dort waren), aber die Tiefgeschosse der Gepäcklogistik sind so faszinierend, dass ich noch sehr viele Bilder hätte machen können, die Motive haben mich dort unten regelrecht angesprungen. Aber wer weiß, vielleicht ergibt sich ja eines Tages nochmal die Möglichkeit.«

* Wenn Sie mehr über den Frankfurter Flughafen erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Raphael Janzer und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

 

KWS in Einbeck – einer der größten Pflanzenzüchter und Saatguthersteller Deutschlands

Zuckerrüben, Mais, Getreide, Raps – das Unternehmen KWS in Einbeck züchtet Pflanzen und produziert Saatgut. Wir haben Mandy Schnell, ihres Zeichens Lead of Public Affairs & Arts, Global Marketing & Communications des niedersächsischen Familienunternehmens gebeten, uns etwas über Ihr Superlativ zu erzählen:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
KWS ist eines der führenden Pflanzenzüchtungsunternehmen weltweit. 4.950 Mitarbeiter in 70 Ländern erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Umsatz von 1.080 Mio. Euro und erzielten dabei ein Ergebnis von 132 Mio. Euro vor Zinsen und Steuern (EBIT). Seit mehr als 160 Jahren wird KWS als familiengeprägtes Unternehmen eigenständig und unabhängig geführt. Schwerpunkte sind die Pflanzenzüchtung und die Produktion sowie der Verkauf von Mais-, Zuckerrüben-, Getreide-, Raps- und Sonnenblumensaatgut.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Die Ursprünge von KWS liegen in der Magdeburger Börde. 1856 legte Matthias Rabbethge in Klein Wanzleben den Grundstein für ein Unternehmen, das heute zu den Top 4 der weltweit führenden Züchtungsunternehmen für landwirtschaftliche Nutzpflanzen gehört – und sich noch immer mehrheitlich in Familienhand befindet. Das Einbecker Kapitel begann mit dem kriegsbedingten Umzug des Unternehmens von Klein Wanzleben nach Einbeck im Juni 1945. Carl-Ernst Büchting wagte an der Einbecker Grimsehlstraße den Neuanfang und führte KWS zurück in die Champions League der Pflanzenzüchtung. Die Zuckerrübe ist auch nach mehr als 160 Jahren ein wichtiges Standbein in der KWS Produktpalette.

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Viele Unternehmen stellen in dieser Kampagne ihre vielen facettenreichen Superlativen vor. Dadurch werden die unterschiedlichen, manchmal völlig unbekannten Seiten der einzelnen Firmen sichtbar. KWS freut es, ebenfalls bei der Aktion mit dabei zu sein und mit unserem Bild einer Superlative in der Saatgutherstellung die über 160 Jahre alte Firmengeschichte des heute globalen Unternehmens darzustellen.

Natürlich wollten wir auch von Superlative-Fotograf Christoph Morlinghaus wissen, wie es war, bei KWS zu fotografieren:

»Das erste Mal waren wir ja schon im Frühling 2017 bei KWS und zwar direkt in Einbeck. Dort haben wir uns erstmal umgesehen und sehr spontan und ungeplant ein Bild in einem der Gewächshäuser fotografiert, in denen an der Züchtung von neuen Zuckerrübensorten gearbeitet wird – mich hat diese Mischung aus laborartiger Umgebung und kontrolliertem Wachtum sehr fasziniert.

Wir haben dann aber nochmal mit KWS die Köpfe zusammengesteckt und überlegt, was DAS Bild sein könnte und sind relativ flott auf das so genannte »Tütenquartier« gekommen. Hier werden bei Wohlde in Niedersachsen knapp 150.000 Pflanzen im wahrsten Sinne des Wortes »eingetütet« – das allerdings, je nach Wetterlage, nur 6-8 Wochen pro Jahr. 2017 waren wir dafür ganz knapp zu spät, haben dann aber in diesem Frühling den Faden nochmal aufgenommen und sind Mitte Juni losgefahren.

Dankenswerterweise hatte die sehr freundliche Dame von KWS vor Ort uns schon mit Bildern versorgt und so wussten wir ungefähr, was auf uns zukommt. Und hatten uns für die Aufnahme einen Steiger gemietet – eine Freude, denn es war klar, dass wir ebenjenen selber fahren durften. Wir sind dann also mit weniger als Schrittempo durch die Gegend gefahren,  das war schon ziemlich lustig.

Nicht ganz so einfach war allerdings, das richtige Motiv zu finden, denn das Tütenquartier ist sehr lang und der Länge nach von Wegen durchzogen und das sieht – vom fotografischen Standpunkt aus gesehen – einfach nicht so gut aus. Ich habe mich also quer zum Feld aufgestellt und das Feld so groß aussehen zu lassen, wie es wirklich ist, hat schon  einen ganz tiefen Griff in die fotografische Trickkiste nötig gemacht.

Glücklicherweise hat dann auch das Wetter mitgespielt, obwohl ich bei dem Panorama ziemlich über den Sonne-Wolken-Wechsel geschimpft habe. Aber letzlich stand mir die Sonne direkt im Rücken und die Schatten auf den Bildern fallen entsprechend sowohl nach links, als auch nach rechts – ein Fotografen-Licht-Traum.

Insgesamt mag ich das Motiv in seiner Redundanz und seiner Lichtstimmung jedenfalls sehr gerne.«

 

* Wenn Sie mehr über KWS in Einbeck erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

Glashütte Lamberts – die größte Glashütte für mundgeblasenes Flachglas der Welt

Tradition wird in Waldsassen groß geschrieben: Die historische Ofenhalle der Glashütte Lamberts  wurde im Jahr 1906 gebaut und in Betrieb genommen. Mit dem über 100-jährigem Wissen und rund 70 Mitarbeitern umfasst die Produktion der Manufaktur heute über 5.000 verschiedene Farben und Strukturen. Die Gläser aus der Oberpfalz sind vor allem auch bei Künstlern sehr beliebt und so finden sie sich in aller Welt wieder, etwa im Rockefeller Center in New York,  in der Kaoshiung Main Station in Taiwan, oder auch in der St. Pauls Kathedrale Rom.

Wir haben mit Robert Christ, seines Zeichens der Prokurist der Glashütte, über das Unternehmen gesprochen:

Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Die Glashütte Lamberts ist Weltmarktführer für mundgeblasene Flachgläser. Die Produktion unserer Manufaktur umfasst über 5.000 verschiedene Farben und Strukturen.

Bitte lassen Sie uns einige Daten und Fakten zu Ihrem Superlativ wissen.
Die historische Ofenhalle wurde 1896 gebaut und 1906 nach Waldsassen transportiert und wieder aufgebaut. Die Dachkonstruktion wurde 2008/2009 komplett restauriert. Es arbeiten 70 Mitarbeiter bei uns.

Ein paar Sätze zur Historie: Wie ist Ihr Superlativ zu einem Superlativ geworden?
Wir haben einen Exportanteil von über 70% und sie finden unsere Gläser in aller Welt. Als Referenzen seien genannt: Frauenkirche Dresden / Naumburger Dom / Rockefeller Center, New York / Seattle Airport / Indianapolis Airport / Kathedrale Notre Dame Reims / Iolanai Palace Hawaii / Kaoshiung Main Station Taiwan / Pfizer Headquarters New York / York Minister / Westminister Abbey / Metropolitan Museum of Art New York / St. Pauls Kathedrale Rom

Was hat Sie gereizt, bei dem Projekt »Superlative – Made in Germany« mitzumachen?
Die bisherigen Locations waren durch die Bank reizvolle Orte und wir verstehen uns selbst eben auch als Superlativ.

Natürlich haben wir auch mit Superlative-Fotograf Christoph MOrlinghaus darüber gesprochen, wie es für ihn war, bei der Glashütte zu fotografieren:

»Wirklich beeindruckt hat mich in Waldsassen, dass ich hier ‚echte‘ Menschen bei dem noch wortwörtlichen Handwerk beobachten konnte: Überall waren Feuer, Flammen, schmelzendes Glas, es hat gebrodelt, gedampft und geglüht. Zwischendrin haben schwitzende Männer eine Art Ballett mit heißem Glas aufgeführt – jeder hatte seine Bestimmung und alle sind zielstrebig um mich herum ihrer Wege gegangen, jeder in seinen Schritt der Produktion vertieft. Und das mit einer Handwerkstechnik, die sich seit dem Mittelalter nicht groß geändert hat. Und dabei wurde ich außerdem wahnsinnig freundlich und hilfsbereit aufgenommen – toll!«

* Wenn Sie mehr über die Glashütte Lamberts in Waldsassen erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Christoph Morlinghaus und Robert Christ und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

»Superlative« feiern Ausstellungspremiere bei »horizonte zingst«

Was für ein Fest: Die Ausstellungspremiere unserer »Superlative – Made in Germany« in Zingst. Wir sind unglaublich froh, ein bisschen gerührt und vor allem dankbar:

VIELEN DANK zuallererst an das gesamte Team vom Fotofestival »horizonte zingst«!

Und dann natürlich ein DANKE an alle Unternehmen und Institutionen, die uns für das Projekt die Türen geöffnet haben: Airbus, Atta-Höhle, Aurubis, AVG Köln, Borussia Dortmund, Casino Baden-Baden, Caterpillar, Claas, Commerzbanktower, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Trierer Dom, Elbphilharmonie, Emsflower, European XFEL, Fraport AG, Fraunhofer IIS, G20, Tagebau Garzweiler, Glashütte Lamberts, Hazel Hen, Helios Endo-Klinik Hamburg, Hermes Fulfilment, Hofbräuhaus München, Lichtburg Essen, Kochertalbrücke, KWS, Lanxess Arena, Metropolitan Backlot, Meyer Werft, Miniatur Wunderland, Osram, Phoenix Contact, Reiling Unternehmensgruppe, Schnöggersburg, Tagesschau, Therme Erding, Wasserwerk Sipplinger Berg und die Zentralmoschee Köln.

Und vor allem und im Besonderen ein riesengroßes Dankeschön an unsere Partner und Sponsoren, die uns über so lange Zeit ihr Vertrauen geschenkt haben:

BDI – Bundesverband der Deutschen Industrie
GEO
Olympus Deutschland, Österreich & Schweiz
Und in diesem speziellen Fall auch ein Danke an Epson

Die Ausstellung hängt bis Sonntag, den 3. Juni 2018 – wir freuen uns über VIELE Besucher!

P.S.: HIER geht es zu einem Interview mit dem Kurator der Fotografie Zingst, Klaus Tiedge.

 

* Wenn Sie mehr über das Fotofestival »horizonte zingst« erfahren möchten, dann bitte HIER entlang

**Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus und organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit

***Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

****Die Fotos in Zingst haben gemacht: Christoph Heinrich, Mike Gamio und fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit

Großes Interview in der PhotoPresse über das Warum und Wie

»Das Projekt als solches interessiert mich und mit einer Veröffentlichung möchte ich einerseits gerne für mehr Aufmerksamkeit sorgen und andererseits Berufskollegen Mut machen, mit eigenen Themen mehr Eigeninitiative zu ergreifen.«

Und genau aus diesem Grund hat Werner Musterer​ einen Artikel über die Superlative geschrieben – erschienen in der aktuellen Photo Presse​! Vielen Dank Werner und Daniel Albrecht​.

 

*Der Superlative-Fotograf ist Christoph Morlinghaus, organisiert wird das Projekt von fotogloria|büro für fotografische zusammenarbeit, die Projektdokumentation ist von Edda Fahrenhorst und Mike Gamio und den Artikel geschrieben hat Edda Fahrenhorst.

**Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.